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Programm akt. Woche

  Kino Eintrittspreis:      
  Mo - So 9,00 Euro Kino 1  
  Mo - So 7,00 Euro Kino 2/3  
  Jeden Tag 4,00 Euro für Freundeskreis-Mitglieder  more
  Ab 130 Minuten Filmlänge plus Euro  -,50
  Ab 150 Minuten Filmlänge plus Euro 1,-
  Bei Sonderveranstaltungen gesonderte Preise (laut Aushang)
  Kino Karten/Kasse/Informationen: Fon: +49 - (0)30 - 24 25 969 (ab 17.00 Uhr)
 
 
   
 

100 Jahre Ufa  100 Filmen – Die größte Ufa-Werkschau

 

Babylon zeigt mit großer Filmschau das Selbstbild der Deutschen

  Programm             Pressemitteilung:                  Pressekontakt
  ERÖFFNUNG: Do, 31.08.2017 19:30 METROPOLIS begleitet von "METROPOLIS ORCHESTER BERLIN"   

Weitere Termine:

SO 01.10. 17:30 – Anna Vavilkina lässt Metropolis an der Kinoorgel auferstehen. TICKETS-ONLINE

 

   
 

28.09. 18:00 UFA-Star zum Anfassen! Peter Bosse zu Gast – Schlussakkord

  Das kann man kaum glauben! Zu „100 Jahre UFA – 100 Filme“ können Sie mit uns den ehemaligen UFA-Kinderstar Peter Bosse begrüßen. In “Schlussakkord” von Detlef Sierck spielt er die Kinderhauptrolle: Der kleine Peter wird von seinen Eltern zurückgelassen. Denn diese fliehen in die USA, weil sie Versicherungsbetrug begangen haben. Doch Hanna kann ihren Sohn nicht vergessen, kehrt zurück und bewirbt sich als Kindermädchen in Peters neuer Pflegefamilie. 

28.09. 18:00 – Schlussakkord
 

   
 

31.8.2017 - 04.10.2017

  100 Jahre Ufa in 100 Filmen – Die größte Ufa-Werkschau Babylon zeigt mit großer Filmschau das Selbstbild der Deutschen Die größte, zusammenhängende Werkschau an historischen Ufa-Filmen, die es jemals gab, präsentieren das Babylon und Kurator Friedemann Beyer vom 31. August bis 4. Oktober mit dem Festival „100 Jahre Ufa in 100 Filmen“.

DARUNTER:
Der letzte Mann (1924)      1.9. 20:00 und 8.9. 21:30
Geheimnisse einer Seele (1926)  bei Stummfilm um Mitternacht: 9.9. 24:00 - Null Uhr, Null Euro
Metropolis (1927) LIVE mit Orchester    So, 3.9.2017 15:00   und Sa, 9.9. 19:30 Uhr
Der blaue Engel (1930)    01.09.+ 8.9. 19:30; 16.9. 21:30
Abschied (1930)     8.9. 22:00 und 11.9. 20:00
Die Drei von der Tankstelle (1930)  3.9. 18:00, 9.9. 16:30
Der Kongress tanzt (1931)   3.9. 16:15 und 8.9.  18:00
Emil und die Detektive (1931)  Sa 2.9., So, 3.9., Sa. 9.9. und So, 10.9. jeweils 14:00
Viktor und Viktoria (1933)  1.9. und 10.9. 18:15
Der Postmeister (1940)  1.9. 17:30  und 7.9. 21:30
Münchhausen (1943)  2.9. 19:30 und 10.9. 15:30, 16.9. 19:30
Unter den Brücken (1945)  1.9. 22:00 und 4.10. 20:00

DEFA: Die Mörder sind unter uns (1946)

ALLE STUMMFILME  LIVE BEGLEITET!

Am 18. Dezember 1917 vor 100 Jahren wurde der Konzern Universum Film AG (Ufa) gegründet.
Die morgige Premiere der arte-Dokumentation „Maschinenraum des deutschen Films“ (16.08. 19 Uhr im Babylon) gibt als eine Art „Making of“ der Ufa einen Einblick, was die Zuschauer mit dem großangelegten Festival erwartet.

Feierlich eröffnet wird „100 Jahre Ufa in 100 Ufa-Filmen“ am 31. August mit der Live-Aufführung von Fritz Langs „Metropolis“. Das Berliner Metropolis-Orchester, geleitet von Burkhard Götze, spielt dazu die Originalmusik von G
ottfried Huppertz. Weitere Metropolis-Live-Aufführungen gibt es am 3. und 9. September.

Anna Vavilkina und der Pianist Ekkehard Wölk begleiten alle anderen Stummfilme an der Babylon-Orgel oder am
Klavier.

Zwei weitere Highlights am Eröffnungswochenende: Am Freitag, den 1. September, singt die Berlinerin Marlene Dietrich in „Der blaue Engel“ (1930) den Friedrich Hollaender Klassiker: „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eing
estellt“.

Am Samstag, den 2. September läuft die Berliner Uraufführung der neuen, digitalen Restaurierung von „Münchhausen“ (1943).

Mit der Ufa verbinden sich Meisterwerke der Stummfilmära wie „Die Nibelungen“ (1924), „Faust“ (1926) oder „Metropolis“ (1927), ebenso des frühen Tonfilms wie „Der blaue Engel“ (1930), „Die Drei von der Tankstelle“ (1930), aber auch Produktionen der NS-Zeit wie „Münchhausen“ (1943), „Wunschkonzert“ (1940) oder „Kolberg“ (1944).

Im letzten Kriegswinter 1917 in Berlin auf Initiative General Erich Ludendorffs, einem der Väter der Dolchstoßlegende, als Propagandainstrument gegründet, wandte sich das Unternehmen nach Kriegsende der Produktion von Kultur- und Spielfilmen zu. Anfang der 1920er Jahre begann unter maßgeblicher Beteiligung des Produzenten Erich Pommer der Aufstieg der Ufa zum bedeutendsten, deutschen Studio, das mit Filmen von Fritz Lang,
F.W. Murnau und G.W. Pabst internationale Erfolge erzielte.

Durch Großproduktionen wie „Die Nibelungen“ und „Metropolis“ in finanzielle Schieflage geraten, wurde die Ufa 1927 von dem nationalkonservativen Presse-Magnaten Alfred Hugenberg, ein bedeutender, bürgerlicher Wegbereiter des Nationalsozialismus, übernommen. Es folgten Jahre der Konsolidierung, begleitet von kommerziell erfolgreichen Tonfilmoperetten mit Stars wie Heinz Rühmann, Willy Fritsch und Lilian Harvey und als Höhepunkt „Der blaue Engel“ (1930) mit Marlene Dietrich in der Regie von Josef von Sternberg, einer der besten, deutschen Filme überhaupt.

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten passte sich die Ufa schnell den neuen, politischen Verhältnissen an. Bereits am 29. März 1933 beschloss der Ufa-Vorstand in vorauseilendem Gehorsam gegenüber dem NS-Regime, zahlreiche jüdische Mitarbeiter - wie z.B. den Generalmusikdirektor Werner Richard Heymann - zu entlassen.

Im April begannen die Vorbereitungen für den Propaganda-Film „Hitlerjunge Quex“ (1933), bei dem Heinrich George die tragenden Rolle des tyrannischen, kommunistischen Vaters spielt, dessen Sohn sein Zuhause bei den Nazis find
et. Im Folgenden inszenierte die Ufa viele populäre und „unschuldige“ Unterhaltungsfilme.

Ab 1937 nahm Goebbels immer mehr persönlichen Anteil an den Produktionen. Das Festival zeigt einige NS-Propagandafilme mit wissenschaftlicher Einführung, so u.a.
„Hitlerjunge Quex“ (1933), „Stukas“ (1941) und „Kolberg“ (Uraufführung am 30.01.1945).

Timothy Grossman, Babylon Geschäftsführer: „Die Ufa begann 1917 als Kind des Krieges und endete 1945 genau dort, wo sie angefangen hat – mit dem Durchhaltefilm ‚Kolberg‘ und dem Zarah-Leander-Lied ‚Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehn‘ (1942). Für mich kann die Ufa-Ästhetik ab 1933 den Geruch von Blut und Verwesung nicht loswerden. Unser Festival legt auch Zeugnis ab von der komplexen Beziehung zwischen Ethik und Ästhetik. Auch was wir nicht sehen, ist T eil des Films.

Mit Kriegsende und dem Untergang des NS-Regimes war das Ende der alten Ufa besiegelt. Sämtliche Vermögenswerte (Filme, Kinos, Ateliers, Kopierwerke etc.) wurden von den Alliierten beschlagnahmt und später von der Bundesregierung reprivatisiert. Das Stammgelände Babelsberg, von den Sowjets übernommen, ging später an die Defa. Ganz in der Nähe begannen im März 1946 die Dreharbeiten zum ersten, deutschen Nachkriegsfilm mit Hildegard Knef unter der Regie von Wolfgang Staudte: „Die Mörder sind unter uns“ (1946). Als Schlussstrich einer Äraund Neuanfang ist dieser ebenfalls auf dem Festival zu sehen.

Friedemann Beyer: „Ufa-Filme geben Aufschluss über Moden, Verhaltensweisen und Stimmungen, kurz: über den Zeitgeist eines besonders bewegten Abschnitts deutscher Geschichte - Jahrzehnte zahlreicher Krisen, wechselnder politischer Systeme und zweier Weltkriege. Der Konzern spielte eine Vorreiterrolle im Stummfilm und beim Wandel hin zum Ton- und Farbfilm. Ufa-Filme offenbaren ein beredtes Nebeneinander von Frivolität und Pathos, Konfektionsware und Filmkunst, fröhlichem Nonsens und Ideologie.

Mit Unterstützung der Friedrich Wilhelm Murnau Stiftung und der Stiftung Deutsche Kinemathek. Zahlreiche restaurierte Fassungen der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung werden auf dem Festival gezeigt.

--- Gern senden wir Ihnen Fotos zu. Als Interviewpartner steht Ihnen Friedemann Beyer zur Verfügung.

   
  Programm
 

15.9. 19:30 und 1.10.  17:30  15,- Euro LIVE mit ORGANISTIN Anna Vavilkina

   
 

Do, 31. August 2017

  19:30 Metropolis D 1925/26, R: Fritz Lang mit Alfred Abel, Rudolf Klein-Rogge, Brigitte Helm, Gustav Froelich, Heinrich George, Fritz Rasp, Theodor Loos, 150 Min.

Fritz Langs monumentale Vision einer Großstadt der Zukunft, deren Wohlstand auf der Ausbeutung von Arbeitersklaven basiert. Eine tief gespaltene Welt - Sprengstoff für Gewalt und Zerstörung der eigenen Lebensgrundlagen. Die Mischung aus Sci-Fi, religiösen Motiven und Sozialromantik, mit gigantischem Aufwand in Szene gesetzt, floppte nach seiner Premiere und ruinierte beinah die Ufa. Heute gilt METROPOLIS als Meisterwerk der Filmgeschichte, das in Zeiten von Globalisierung und sozialen Spaltungstendenzen wieder ungeahnt aktuell wirkt.

   
 

Fr, 01. September 2017

  17:30 Der Postmeister D 1940, R: Gustav Ucicky mit Heinrich George, Hilde Krahl, Siegfried Breuer, Hans Holt, 92 Min. Ein Sittenbild aus dem alten Russland, entstanden nach Alexander Puschkins gleichnamiger Novelle über eine "gefallene Tochter", die ihrem Vater eine Heirat in die bessere Gesellschaft vorgaukelt, tatsächlich aber als Prostituierte arbeitet. Die beiden Hauptdarsteller Heinrich George und Hilde Krahl brillieren in ihren Rollen. 1940 bei den Internationalen Filmfestspiele Venedig als beste ausländische Produktion geehrt, verschwand der Film nach Beginn des Krieges gegen die Sowjetunion auf Weisung des Propagandaministeriums aus den Kinos.
   
  18:15 Viktor und Viktoria D 1933, R: Reinhold Schünzel mit Renate Müller, Adolf Wohlbrück, Hermann Thimig, Hilde Hildebrand, Aribert Wäscher, 99 Min.

Eine arbeitslose Schauspielerin springt für ihren erkrankten Kollegen als "Damen-Imitator Monsieur Viktoria“ ein. In Frack und Zylinder kommt sie beim weiblichen Publikum besonders gut an, was zu internationaler Karriere und erotischen Verwicklungen führt. Das Spiel mit den Geschlechterrollen, ein beliebter Topos der 20er Jahre, wirkt in Reinhold Schünzels Filmoperette noch immer frisch; nicht zuletzt dank der beiden Hauptdarsteller Renate Müller und Adolf Wohlbrück.

   
  19:30 Der blaue Engel D 1929/30, R: Josef von Sternberg mit Emil Jannings, Marlene Dietrich, Kurt Gerron, Rosa Valetti, 108 Min.

Sittenstrenger, vereinsamter Studienrat verfällt einer lasziven Tingeltangel-Sängerin, gibt seine bürgelicher Exiszenz auf und geht darüber zugrunde. Prestigeprojekt der Ufa, entstanden nach Heinrich Manns gesellschaftskritischem Roman „Professor Unrat“, mit dem Emil Jannings in seinem Tonfilmdebüt groß rausgestellt werden sollte. Stattdessen stahl ihm die junge, kaum bekannte Marlene Dietrich die Show; nicht zuletzt durch ihr zum Evergreen gewordenes Lied "Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt".

   
  20:00 Der letzte Mann D 1924, R: Friedrich Wilhelm Murnau mit Emil Jannings, Maly Delschaft, Hans Unterkircher, Hermann Vallentin, 90 Min. Eine Welt stürzt für den alternden Hotelportier ein, als er zum Toilettenmann degradiert wird. Familie und Nachbarn verheimlicht er die Schmach. Dann fliegt sein Schwindel auf, und er möchte vor Scham sterben. Doch das ist nicht das Ende. Entstanden nach Gogols Novelle „Der Mantel“ ist Murnaus Film, der fast ohne Zwischentitel auskommt, ein Höhepunkt deutscher Stummfimkunst, der zum internationalen Erfolg wurde und Regisseur und Hauptdarsteller den Weg Hollywood bahnte.
   
  22:00 Unter den Brücken D 1944, R: Helmut Käutner mit Hannelore Schroth, Carl Raddatz, Gustav Knuth, Hildegard Knef, 100 Min. Alltagsromanze zweier Binnenschiffer, die sich in dieselbe Frau verlieben. Helmut Käutners Meisterwerk des poetischen Realismus entstand wenige Monate vor Kriegsende in und um Berlin und enthält interessante Aufnahmen kurz vor der großflächigen Zerstörung.
   
  22:00 Morgenrot D 1932, R: Gustav Ucicky mit Rudolf Forster, Adele Sandrock, Fritz Genschow, Paul Westermeier, 81 Min.

„Nationale“ Produktion der Ufa über die Opferbereitschaft einer U-Boot-Besatzung im Ersten Weltkrieg. Nach Versenkung ihres Bootes sind zwei Tauchretter zu wenig an Bord. Patriotische Bekenntnisse des Kommandanten kontrastieren mit pazifistischen Mahnungen seiner Mutter. Handwerklich stilbildend für spätere Filme des Genres inklusive Wolfgang Petersens „Das Boot“ (1981).

   
 

Sa, 02. September 2017

  14:00 Emil und die Detektive D 1931, R: Gerhard Lamprecht mit Fritz Rasp, Rolf Wenkhaus, Inge Landgut, Käthe Haack, Hans Richter, 75 Min.

Auf einer Bahnfahrt nach Berlin wird dem halbwüchsigen Emil von einem Gauner das für seine Großmutter anvertraute Geld gestohlen. In der Stadt angekommen, nimmt Emil die Verfolgung des Diebes auf. Dabei behiflich sind ihm zahlreiche Kinder. Erste Verfilmung von Erich Kästners Kinderbuch, die zum Welterfolg wurde. 

   
  15:30 Amphitryon. Aus den Wolken kommt das Glück D 1935, R: Reinhold Schünzel mit Willy Fritsch, Käthe Gold, Paul Kemp, Fita Benkhoff, Adele Sandrock, Hilde Hildebrand, 103 Min.

Im antiken Griechenland kommt Gott Jupiter in Begleitung Merkurs auf die Erde um dort Alkmene zu verführen, was sich angesichts deren Gatten-Treue sowie Junos Argusaugen als schwierig erweist… Parodie auf antike Gottgestalten mit deutlichen Anspielungen auf den Führerkult des Dritten Reichs.

   
  16:00 Sieben Ohrfeigen D 1937, R: Paul Martin mit Lilian Harvey, Willy Fritsch, Alfred Abel, 35mm, 97 Min. Für jedes einzelne seiner durch Spekulation verlorenen sieben britischen Pfund verspricht ein Kleinanleger dem seiner Meinung nach für den Kursverfall verantwortlichen Unternehmer eine tägliche Ohrfeige. Dieser trifft Sicherheitsvorkehrungen, die bei gleichzeitiger Eroberung von dessen Tochter jedoch umgangen werden. Fulminante Screwball Comedy mit dem Traumpaar des deutschen Films Lilian Harvey und Willy Fritsch in der Nachfolge von "Glückskinder".
   
  17:30 Geheimnisse des Orients D/F 1928, R: Alexander Wolkoff mit Nikolaj Kolin, Iván Petrovich, Nina Koschitz, Julius Falkenstein, 122 Min. Opulentes Fantasy-Spektakel im Stil eines 1001-Nacht-Märchens über einen Flickschuster in Kairo, der eine Reihe von Abenteuern erlebt, bei denen er zuletzt um sein Leben fürchten muss – und das alles nur, weil er seine Ehefrau, gemimt von Operndiva Nina Koschitz, nicht mehr ertragen konnte.
   
  18:00 Hotel Sacher D 1938/39, R: Erich Engel mit Sybille Schmitz, Willy Birgel,Elfie Mayerhofer, Wolf Albach-Retty, Hedwig Bleibtreu, 85 Min. Atsmosphärisch dichtes Melodram um eine russische Spionin und einen österreichischen Staatsbeamten, die sich einmal geliebt haben und am Vorabend des Ersten Weltrkiegs wieder aufeinandertreffen. In der politisch aufgeheizten Stimmung versucht sie, ihn für ihre Sache zu gewinnen. Er widersetzt sich, gerät aber in Verdacht, selbst ein feindlicher Agent zu sein.
   
  19:30 Münchhausen D 1942/43, R: Josef von Báky mit Hans Albers, Eduard von Winterstein, Ferdinand Marian, Ilse Werner, Brigitte Horney, Leo Slezak, 116 Min. Das zum 25. Ufa-Jubiläum gedrehte Fantasy-Spektakel in Agfacolor und erstaunlicher Tricktechnik vereint unter Mitwirkung zahlloser Stars Action, Poesie und Humor. Das Drehbuch stammt von Erich Kästener, der nur unter Pseudonym genannt werden durfte. Eine in der Gegenwart spielende Rahmenhandlung umfasst die augenzwinkernd inszenierten Abenteuer des Barons Münchhausen auf Schauplätzen zwischen dem heimischen Bodenwerder, Moskau, dem vorderen Orient, Venedig und dem Mond.
   
  19:45 Dr. Mabuse, der Spieler I. Der große Spieler. Ein Bild der Zeit. D 1921/22, R: Fritz Lang mit Rudolf Klein-Rogge, Bernhard Goetzke, Alfred Abel, Aud Egede-Nissen, Gertrud Welcker, 145 Min. Dr. Mabuse, der "Mann mit den 1000 Gesichtern", ein Wahnsinniger mit hoher krimineller Energie, strebt nach der Weltherrschaft. Um sein Ziel zu erreichen, braucht er viel Geld, das er mit Hilfe ihm höriger Mitarbeiter zu beschaffen sucht. Doch Staatsanwalt von Wenk ist Mabuse auf der Spur. Entstanden nach Norbert Jacques‘ Romanbestseller zeichnet der Film das Porträt der krisengeschüttelten deutschen Nachkriegsgesellschaft, ihrer Ängste und Abgründe, personifiziert in der Figur des Masterminds Mabuse.
   
  21:45 Kolberg D 1943/44, R: Veit Harlan mit Kristina Söderbaum, Heinrich George, Irene von Meyendorf, 104 Min. VB-Film mit Einführung. Durchhalte-Drama vom "Heldenmut" Kolberger Bürger, die 1807 der napoleonischen Belagerung trotzen. Der letzte Propagandafilm des Dritten Reichs, für dessen Realisierung jeder erdenkliche Aufand betrieben wurde, und von dessen Wirkung sich Goebbels Wunderhaftes versprach. Zugleich der teuerste Film der Ufa und ihr größter Flop, weil er kriegsbedingt kaum noch zum Einsatz kam. Ein Dokument der Film- und Zeitgeschichte.
   
  22:30 Dr. Mabuse, der Spieler II. Inferno. Ein Spiel von Menschen unserer Zeit. D 1921/22, R: Fritz Lang mit Paul Richter, Rudolf Klein-Rogge, Bernhard Goetzke, Alfred Abel, Aud Egede-Nissen, Gertrud Welcker, 115 Min. Nach einem gescheiterten Mordanschlag auf Staatsanwalt von Wenk wird eine verdächtigte Tänzerin verhaftet. Doch ehe sie aussagen kann, stirbt sie durch Selbstmord. Ähnliche Anschläge folgen, die alle misslingen. Von Wenk gelingt es, den Drahtzieher der Verbrechen immer mehr in die Enge zu treiben. In einer Falschmünzerwerkstatt kommt es zum Showdown. Allmachtsfantasien, Hypnose, Wahnsinn: Dr. Mabuse gibt der aus den Fugen geratenen deutschen Nachkriegsgesellschaft des Ersten Weltkriegs ihr Gesicht.
   
  24:00 Varieté D 1925, R: Ewald André Dupont mit Emil Jannings, Lya de Putti, Maly Delschaft, Warwick Ward, Kurt Gerron, Alice Hechy, 95 Min. Huller verlässt Frau und Kind und seine schäbige Schaubude auf St. Pauli, um mit der schönen Berta-Marie in Berlin eine neue Karriere zu beginnen. Doch der alternde Trapezkünstler hat bald einen Nebenbuhler Das Eifersuchtsdrama im Artistenmilieu, gedreht an Originalschauplätzen im alten Berliner „Wintergarten“, beeindruckt durch seine emotionale Wucht und virtuose Kameratechnik.
   
 

So, 03. September 2017

  14:00 Emil und die Detektive D 1931, R: Gerhard Lamprecht mit Fritz Rasp, Rolf Wenkhaus, Inge Landgut, Käthe Haack, Hans Richter, 75 Min. Auf einer Bahnfahrt nach Berlin wird dem halbwüchsigen Emil von einem Dieb das für seine Großmutter anvertraute Geld gestohlen. In der Stadt angekommen, nimmt Emil die Verfolgung des Gauners auf. Dabei behiflich sind ihm zahlreiche Kinder. Erste Verfilmung von Erich Kästners Kinderbuch, die zum Welterfolg wurde.
   

15:00 Metropolis D 1925/26, R: Fritz Lang mit Alfred Abel, Rudolf Klein-Rogge, Brigitte Helm, Gustav Froelich, Heinrich George, Fritz Rasp, Theodor Loos, 150 Min.  LIVE mit METROPOLIS ORCHESTER BERLIN

Fritz Langs monumentale Vision einer Großstadt der Zukunft, deren Wohlstand auf der Ausbeutung von Arbeitersklaven basiert. Eine tief gespaltene Welt - Sprengstoff für Gewalt und Zerstörung der eigenen Lebensgrundlagen. Die Mischung aus Sci-Fi, religiösen Motiven und Sozialromantik, mit gigantischem Aufwand in Szene gesetzt, floppte nach seiner Premiere und ruinierte beinah die Ufa. Heute gilt METROPOLIS als Meisterwerk der Filmgeschichte, das in Zeiten von Globalisierung und sozialen Spaltungstendenzen wieder ungeahnt aktuell wirkt.

 

16:00   Lesung mit Heike Goldbach: Willy Fritsch – Ein Feuerwerk an Charme    TICKETS-ONLINE

16:15 Der Kongress tanzt D 1931, R: Eric Charell mit Lilian Harvey, Willy Fritsch, Carl-Heinz Schroth, Adele Sandrock, Conrad Veidt, 97 Min.
Nach dem Sieg über Napoleon besiegt kommen Europas Staatsoberhäupter in Wien zusammen, um über das Schicksal des Kontinents zu verhandeln. Eine Handschuhmacherin wirft dem Zaren einen Blumenstrauß zu und wird daraufhin als Attentäterin verhaftet. Auf ihre Begnadigung folgt eine Romanze zwischen den beiden... Walzerselige Film-Operette um die Versöhnung der Klassen mit berühmter Kutschfahrt und dem Evergreen "Das gibt's nur einmal".

18:00 Die Drei von der Tankstelle D 1930, R: Wilhelm Thiele mit Lilian Harvey, Willy Fritsch, Oscar Karlweis, Heinz Rühmann, Kurt Gerron, Olga Tschechowa, 94 Min. Drei bankrotte Freunde verlieben sich in dieselbe reiche Frau. Auf dem Höhepunkt der Weltwirtschaftskrise entstanden, trotzt die populäre Ufa-Tonfilmoperette der Depression durch jede Menge witziger Einfälle und einem Trommelfeuer an guter Laune, verstärkt durch Werner Richard Heymanns Schlager "Liebling, mein Herz lässt dich grüßen", und "Ein Freund, ein guter Freund".

18:00 DIE MÖRDER SIND UNTER UNS D 1946, R: Wolfgang Staudte mit Hildegard Knef, E.W. Borchert, Arno Paulsen, 85 Min

18:15 Asphalt D 1928/29, R: Joe May mit Gustav Fröhlich, Betty Amann, Albert Steinrück, Else Heller, Hans Adalbert Schlettow, 94 Min. Großstadtdrama um einen jungen Polizisten, der von einer Diebin, die er verhaften soll, verführt wird und darüber seinen Beruf vergisst. Nachdem er mit dem Freund von „Diamantenelse“ aneinandergeraten ist, steht er plötzlich unter Mordverdacht. Die Eröffnungsszene auf dem verkehrsdurchfluteten Potsdamer Platz wurde mit großem Aufwand in einer Zeppelinhalle des Flughafens Staaken gedreht.

20:00 Opfergang D 1942/43, R: Veit Harlan mit Kristina Söderbaum, Carl Raddatz, Irene von Meyendorf, Franz Schafheitlin, 97 Min. Bildgewaltiges Melodram um eine Liebe zu Dritt angesiedelt im gefplegten Milieu Hamburger Großbürgertums. Von einer Weltreise zurückgekehrt, heiratet der Senatoren-Sohn Albrecht Froeben seine Jugendliebe Octavia und verliebt sich gleichzeitig in die sinnlich-vitale Aels, die an einer unheilbaren Krankheit leidet. Dann erkrankt auch Albrecht… Entstanden am Wendepunkt des Krieges in schönstem Agfacolor, verströmt der Film eine morbide Melancholie, die die Stimmung der Zeit traf. 

20:00 Der Mann, der Sherlock Holmes war D 1937, R: Karl Hartl mit Hans Albers, Heinz Rühmann, Marieluise Claudius, Hansi Knotek, 112 Min. Gipfeltreffen der Ufa-Größen Albers und Rühmann in einer Krimi-Komödie um zwei finanziell blanke Jungs, die sich als Meisterdetektive Holmes und Watson ausgeben, um auf der Brüsseler Weltausstellung Aufträge zu ergattern. Tempo, Gags und augenzwinkernder Humor in einer der erfolgreichsten Ufa-Produktionen der 30er Jahre, zum Klassiker geworden durch das Badewannen-Duett „Jawohl, meine Herrn’n“

   
 

Mo, 04. September 2017

  17:30 Zu neuen Ufern D 1937, R: Detlev Sierck mit Zarah Leander, Willy Birgel, Viktor Stahl, 102 Min. Melodram des späteren Douglas Sirk um eine Sängerin im victorianischen Großbritannien, die, um ihren Geliebten zu schützen, eine Urkundenfälschung auf sich nimmt und dafür in einem australischen Zuchthaus büßen muss. Leanders sorgfältig vorbereitetes Ufa-Debüt, mit dem ihre Karriere zum europäischen Superstar begann, zeigt sie bereits in ihrem typischen Rollenfach als gequälte, entsagende Frau. Sie singt Ralph Benatzkys "Yes Sir!" und "Ich steh' im Regen".

 

 

 

18:00 Ihre Hoheit befiehlt D 1930/31, R: Hanns Schwarz mit Käthe von Nagy, Willy Fritsch, Reinhold Schünzel, Paul Hörbiger, 35mm, 90 Min. Auf einem Gesindeball lernen sich inkognito die Prinzessin und ein ihr untergebener Leutnant kennen und verlieben sich ineinander. Als sie von seiner Identität erfährt, fördert sie seine Karriere – was ihm gar nicht passt. Dann soll sie auch noch einen Fürsten heiraten. In der frühen Ufa-Tonfilmoperette geht es einmal mehr um die Versöhnung der Klassen, ein 1931 sehr aktuelles Thema.

19:30 Tartüff D 1925, R: Friedrich Wilhelm Murnau mit Emil Jannings, Rosa Valetti, Werner Krauß, Lil Dagover, 65 Min. Komödie um einen alten Herrn, den eine Erbschleicherin um seinen Besitz zu bringen droht. Die Gefahr kann durch die aufklärende Vorführung eines Films über die Machenschaften des Herrn Tartüff abgewendet werden… Frei nach Molière mit Emil Jannnigs in einer Glanzrolle als falscher Pfaffe zwischen Frömmelei und Geilheit.

 

 

 

20:00 Einmal eine große Dame sein D 1933/34, R: Gerhard Lamprecht mit Käthe von Nagy, Wolf Albach-Retty, Gretl Theimer, Werner Fuetterer, 35mm, 90 Min. Der Traum vom sozialen Aufstieg in einer typischen Angestellten-Komödie der frühen 30er Jahre: Die Verkäuferin eines Autosalons soll einen teuren Wagen überführen und führt sich darin als große Dame auf. Mit entsprechenden Folgen…

21:30 Stukas D 1940/41, R: Karl Ritter mit Carl Raddatz, Hannes Stelzer, Ernst von Klipstein, Albert Hehn, 35mm, 98 Min. VB-Film mit Einführung. Handwerklich versierter, „zeitnaher“ Propagandafilm um eine Fliegerstaffel des Sturzkampfbombers Ju 87. Der Krieg als großes Abenteuer, in dem Mut und Kameradschaft zählen und in dem vom Sterben nur erzählt wird, ohne es zu zeigen. Mit dokumentarischen Aufnahmen von Luftgefechten des Westfeldzugs 1940.

21:45 Liebling der Götter D 1930, R: Hanns Schwarz mit Emil Jannings, Renate Müller, Hans Moser, Olga Tschechowa, 35mm, 99 Min. Erfolgreicher Sänger, Genussmensch und Frauenheld, eilt von Triumph zu Triumph und vernachlässigt darüber seine Ehefrau. Als sich Herzprobleme einstellen, besinnt er sich eines Besseren und steuert den Heimathafen an. Emil Jannings in einer Glanzrolle.

   
 

Di, 05. September 2017

  17:45 Gasparone D 1937, R: Georg Jacoby mit Johannes Heesters, Marika Rökk, Edith Schollwer, Oscar Sima, 88 Min. Verwechslungskomödie über die Suche nach der Identität eines Räuberhauptmanns. In Kostümen des frühen 19. Jahrhunderts agieren neben Rökk und Heesters wunderbare Nebendarsteller wie Leo Slezak oder Elsa Wagner. Entstanden nach Carl Millöckers gleichnamiger Operette mit dem herrlichen Heesters/Schollwer Duett "Ich werde jede Nacht von Ihnen träumen".

18:15 Hokuspokus D 1930, R: Gustav Ucicky mit Lilian Harvey, Willy Fritsch, Gustaf Gründgens, Otto Wallburg, 35mm, 83 Min. Die Frau eines Kunstmalers wird beschuldigt, ihren Mann umgebracht zu haben, um den Marktwert seiner Bilder zu erhöhen. Verfilmung eines Bühnenstücks von Curt Goetz. Enthält das in der damaligen Lesbenszene populär gewordene Lied "Ich will deine Kameradin sein".

19:30 Wunschkonzert D 1940, R: Eduard von Borsody mit Ilse Werner, Carl Raddatz, Joachim Brennecke, Ida Wüst, Hedwig Bleibtreu, 97 Min. Mit Einführung.
Inge und der junge Fliegeroffizier Herbert lernen sich während der Olympischen Spiele 1936 in Berlin kennen. Danach verlieren sie sich aus den Augen. Drei Jahre später finden sie einander wieder – über das Radio. Geschickter Mix aus Propaganda und Unterhaltung mit Gesangseinlagen populärer Künstler.

20:00 Phantom D 1922, R: F. W. Murnau mit Alfred Abel, Frida Richard, Aud Egede-Nissen, Hans Heinrich von Twardowski, 121 Min.
Lorenz Lubota, Stadtschreiber und Tagträumer möchte Dichter werden. Der Unfalltod einer jungen, von ihm verehrten Frau verändert sein Leben. Denn von nun wird er von einem Phantom verfolgt… Murnaus Film entstand nach dem autobiografisch gefärbten Roman von Gerhart Hauptmann und zeigt den Autor persönlich in der Einleitungssequenz.

21:45 Der Mann, der seinen Mörder sucht D 1930/1, R: Robert Siodmak mit Heinz Rühmann, Lien Deyers, Raimund Janitschek, Hans Leibelt, 53 Min.
Hans hat Schulden und möchte sich umbringen. Weil er zu schüchtern dafür ist, beauftragt er einen Auftragskiller, dem er als Honorar seine Lebensversicherung verspricht. Doch dann verliebt sich Hans und möchte auf keinen Fall mehr sterben. Zu dumm, dass seinen Mörder aus den Augen verloren hat, vor dem jetzt in ständiger Angst lebt. Brillante Verfilmung nach einem Drehbuch von Billie Wilder.

22:15 Lockvogel D 1934, R: Hans Steinhoff mit Jessie Vihrog, Viktor de Kowa, Hilde Weissner, Jakob Tiedtke, 35mm, 96 Min.
Juwelierssohn soll wertvollen Schmuck von Istanbul nach Marseille befördern. Schon vor der Schiffsreise wird er überfallen. Auf der Überfahrt ist er weiteren Bedrohungen ausgesetzt, die sich erst durch eine überraschende Begegnung auflösen. Krimi-Komödie im Hollywood-Stil, konzipiert für den internationalen Markt, um dem Boykott besonders amerikanischer Verleiher gegen deutsche Filme etwas entgegen zu setzen.

   
 

Mi, 06. September 2017

  17:30 Bal paré D 1939/40, R: Karl Ritter mit Ilse Werner, Hannes Stelzer, Paul Hartmann, Käthe Haack, Erika von Thellmann, 101 Min. Um 1900: Eine arme Tanzelevin (Ilse Werner) wird von einem Gönner (Paul Hartmann) unterstützt. Sie verliebt sich in einen jungen Mann (Hannes Stelzer), der ihr ob ihres Mäzens misstraut. Als herauskommt, dass es sich dabei um seinen Vater handelt, kommt es zum Eklat... Theo Mackebens unsterblicher Walzer "Münchner G'schichten" untermalt den Film dramaturgisch effektvoll.

18:15 Flüchtlinge D 1933, R: Gustav Ucicky mit Hans Albers, Käthe von Nagy, Eugen Klöpfer, Ida Wüst, Franziska Kinz, 35mm, 85 Min. Wolgadeutsche fliehen 1928 aus der Sowjetunion, stranden im mandschurischen Harbin und sehen sich dort internationaler Gewalt ausgesetzt. Die Rettung naht in Form eines nach China ausgewanderten Deutschen, gespielt von Hans Albers. Rasant inszenierter Abenteuerfilm mit nationaler Tendenz. Kurioserweise produzierte die Ufa parallel dazu eine französische Fassung des Films („Les Fugitifs“) mit gleicher Haltung.

19:30 Spione D 1927/28, R: Fritz Lang mit Rudolf Klein-Rogge, Gerda Maurus, Willy Fritsch, Fritz Rasp, Lien Deyers, Paul Hörbiger, 150 Min. Statt sich gegenseitig auszuschalten, verlieben sich zwei gegnerische Spione ineinander und provozieren damit den Hass von Mastermind Haghi, Chef eines internationalen Agentenrings. Rasant geschnitten und actionreich inszeniert, knüpft Fritz Lang mit diesem ersten Film nach Metropolis wieder thematisch an seinen erfolgreichen „Dr.Mabuse“-Zweiteiler an.

 

 

 

20:00 Die letzte Kompagnie D 1929/30, R: Kurt Bernhardt mit Conrad Veidt, Karin Evans, Erwin Kalser, Else Heller, 35mm, 73 Min. Preußisch-französischer Krieg 1806: Im Kampf um eine strategisch wichtige Mühle entspinnt sich in aussichtsloser Lage eine Liebesgeschichte zwischen dem preußischen Hauptmann und der Müllerstochter. Helden-Epos mit pazifistischen Untertönen.

21:45 Besatzung Dora D 1942/43, R: Karl Ritter mit Hannes Stelzer, Hubert Kiurina, Josef Dahmen, Georg Thomalla, Ernst von Klipstein, 35mm 91 Min. VB-Film mit Einführung. „Zeitnaher“ Propagandafilm über eine Aufklärungsstaffel, der aufgrund der veränderten Kriegslage zuungunsten Deutschlands nicht mehr eingesetzt werden durfte: Die Handlung spielt in Gegegenden Russlands oder Afrikas, die längst rückerobert worden waren.

   
 

Do, 07. September 2017

  17:30 Frauen sind doch bessere Diplomaten D 1939/41, R: Georg Jacoby mit Marika Rökk, Willy Fritsch, Carl Kuhlmann, Aribert Wäscher, 89 Min. 1848: Als auf Beschluss der Frankfurter Nationalversammlung die Spielbank von Bad Homburg geschlossen werden soll, hilft die Nichte des Direktors ihrem Onkel aus der Patsche: Mit Keßheit und Diplomatie verhindert sie das drohende Aus und erobert auch noch den Kommandanten des Exekutivkommondos. Erster abendfüllender deutscher Farbfilm mit sehenswerten Revue-Szenen, dessen Herstellung zwei Jahre in Anspruch nahm.

18:00 Schwarze Rosen D 1935, R: Paul Martin mit Lilian Harvey, Willy Fritsch, Willy Birgel, Gerhard Bienert, Gertrud Wolle, 35mm, 91 Min. Eine Tänzerin versteckt einen finnischen Freiheitskämpfer, dessen Heimat von Truppen des zaristischen Russlands besetzt ist, vor seinen Häschern. Als er auffliegt, will sie ihn durch durch die Ehe mit dem Gouverneur retten. Erster gemeinsamer Film des einstigen Traumpaares Harvey und Fritsch nach Harveys Rückkehr zur Ufa

19:30 Hitlerjunge Quex. Ein Film vom Opfergeist der deutschen Jugend D 1933, R: Hans Steinhoff mit Heinrich George, Berta Drews, Jürgen Ohlsen, Rotraut Richter, 87 Min. VB-Film mit Einführung. Arbeiterjunge findet gegen den erbitterten Widerstand seines kommunistischen Vaters Anschluss an die Hitlerjugend. Steinhoffs Film knüpft formal an Vorbilder des proletarischen Kinos („Kuhle Wampe“) an und agitiert Nazi-gegnerische Zuschauer auf geschickte Weise, in dem er sie ideologisch bei sich abholt.

20:00 Der Turm des Schweigens D 1924/5, R: Johannes Guter mit Xenia Desni, Nigel Barrie, Hanna Ralph, Fritz Delius, 95 Min. Zwei Wissenschaftler verunglücken mit dem Fluzeug in der australischen Wüste. Der eine macht sich mit den Forschungsergebnissen und einer Wasserflasche davon und heiratet die Braut des Andern. Unerwartet hat dieser jedoch überlebt… Überlebt hatten auch einige Bauten aus Fritz Langs „Nibelungen“-Film, die in der symbolistischen Produktion wiederverwendet wurden.

21:30 Der Postmeister D 1939/40, R: Gustav Ucicky mit Heinrich George, Hilde Krahl, Siegfried Breuer, Hans Holt, 92 Min. Ein Sittenbild aus dem alten Russland, entstanden nach Alexander Puschkins gleichnamiger Novelle über eine "gefallene Tochter", die ihrem Vater eine Heirat in die bessere Gesellschaft vorgaukelt, tatsächlich aber als Prostituierte arbeitet. Die beiden Hauptdarsteller Heinrich George und Hilde Krahl brillieren in ihren Rollen. 1940 bei den Internationalen Filmfestspiele Venedig als beste ausländische Produktion geehrt, verschwand der Film nach Beginn des Krieges gegen die Sowjetunion auf Weisung des Propagandaministeriums aus den Kinos.

 

 

22:00 Ich bei Tag und du bei Nacht D 1932, R: Ludwig Berger mit Käthe von Nagy, Willy Fritsch, Amanda Lindner, 96 Min. Berliner Wohnungsnot Anfang der 30er Jahre: Eine Maniküre und ein Nachtkellner teilen sich unwissentliche das gleiche Untermietszimmer, das die Wirtin gleich zweimal vermietet. Bergers Verwechslungskomödie verbeugt sich vor dem Leben kleiner Angestellter und ihrer Träume vom großen Glück – und vom kleinen: einem Kiezkino, bei dem der Protagonist wiederholt vorbeischaut, und dem der Schlager gilt: „Wenn ich sonntags in mein Kino geh'".

   
 

Fr, 08. September 2017

  17:30 Der Mann, der Sherlock Holmes war D 1937, R: Karl Hartl mit Hans Albers, Heinz Rühmann, Marieluise Claudius, Hansi Knotek, 112 Min. Gipfeltreffen der Ufa-Größen Albers und Rühmann in einer Krimi-Komödie um zwei finanziell blanke Jungs, die sich als Meisterdetektive Holmes und Watson ausgeben, um auf der Brüsseler Weltausstellung Aufträge zu ergattern. Tempo, Gags und augenzwinkernder Humor in einer der erfolgreichsten Ufa-Produktionen der 30er Jahre, zum Klassiker geworden durch das Badewannen-Duett „Jawohl, meine Herrn’n“

 

 

 

18:00 Der Kongress tanzt D 1931, R: Eric Charell mit Lilian Harvey, Willy Fritsch, Carl-Heinz Schroth, Adele Sandrock, Conrad Veidt, 97 Min. Nach dem Sieg über Napoleon besiegt kommen Europas Staatsoberhäupter in Wien zusammen, um über das Schicksal des Kontinents zu verhandeln. Eine Handschuhmacherin wirft dem Zaren einen Blumenstrauß zu und wird daraufhin als Attentäterin verhaftet. Auf ihre Begnadigung folgt eine Romanze zwischen den beiden... Walzerselige Film-Operette um die Versöhnung der Klassen mit berühmter Kutschfahrt und dem Evergreen "Das gibt's nur einmal".

19:30 Der blaue Engel D 1929/30, R: Josef von Sternberg mit Emil Jannings, Marlene Dietrich, Kurt Gerron, Rosa Valetti, 108 Min. Sittenstrenger, vereinsamter Studienrat verfällt einer lasziven Tingeltangel-Sängerin, gibt seine bürgelicher Exiszenz auf und geht darüber zugrunde. Prestigeprojekt der Ufa, entstanden nach Heinrich Manns gesellschaftskritischem Roman „Professor Unrat“, mit dem Emil Jannings in seinem Tonfilmdebüt groß rausgestellt werden sollte. Stattdessen stahl ihm die junge, kaum bekannte Marlene Dietrich die Show; nicht zuletzt durch ihr zum Evergreen gewordenes Lied "Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt".

 

 

 

20:00 Amphitryon. Aus den Wolken kommt das Glück D 1935, R: Reinhold Schünzel mit Willy Fritsch, Käthe Gold, Paul Kemp, Fita Benkhoff, Adele Sandrock, Hilde Hildebrand, 103 Min.

Im antiken Griechenland kommt Gott Jupiter in Begleitung Merkurs auf die Erde um dort Alkmene zu verführen, was sich angesichts deren Gatten-Treue sowie Junos Argusaugen als schwierig erweist… Parodie auf antike Gottgestalten mit deutlichen Anspielungen auf den Führerkult des Dritten Reichs.

 

 

 

22:00 Abschied. So sind die Menschen D 1930, R: Robert Siodmak mit Brigitte Horney, Aribert Mog, 77 Min.

 Realistisch inszeniertes Kammerspiel um eine Handvoll gescheiterter Existenzen, die in einer Berliner Pension aufeinandertreffen. Einzig einem jungen Paar scheint eine glückliche Zukunft bevorzustehen, als dem Mann beruflicher Aufstieg winkt. Doch eine Ungeschicklichkeit von ihm bringt alles ins Wanken. Nach „Menschen am Sonntag“ Siodmaks erster Film für die Ufa, in dem auch Brigitte Horney ihr Debüt gab.

21:30 Der letzte Mann D 1924, R: Friedrich Wilhelm Murnau mit Emil Jannings, Maly Delschaft, Hans Unterkircher, Hermann Vallentin, 90 Min.

Eine Welt stürzt für den alternden Hotelportier ein, als er zum Toilettenmann degradiert wird. Familie und Nachbarn verheimlicht er die Schmach. Dann fliegt sein Schwindel auf, und er möchte vor Scham sterben. Doch das ist nicht das Ende. Entstanden nach Gogols Novelle „Der Mantel“ ist Murnaus Film, der fast ohne Zwischentitel auskommt, ein Höhepunkt deutscher Stummfimkunst, der zum internationalen Erfolg wurde und Regisseur und Hauptdarsteller den Weg Hollywood bahnte.

   
 

Sa, 09. September 2017

  14:00 Emil und die Detektive D 1931, R: Gerhard Lamprecht mit Fritz Rasp, Rolf Wenkhaus, Inge Landgut, Käthe Haack, Hans Richter, 75 Min. Auf einer Bahnfahrt nach Berlin wird dem halbwüchsigen Emil von einem Dieb das für seine Großmutter anvertraute Geld gestohlen. In der Stadt angekommen, nimmt der Junge die Verfolgung des Gauners auf. Dabei kommen ihm zahlreiche Kinder zu Hilfe. Erste Verfilmung von Erich Kästners Kinderbuch, die zum Welterfolg wurde.

 

 

 

 

15:30 Immensee D 1943, R: Veit Harlan mit Kristina Söderbaum, Carl Raddatz, Paul Klinger, Carola Toelle, Lina Lossen, 94 Min. Für sein Musikstudium zieht der junge Reinhart von Immensee nach Hamburg und lässt seine Jugendliebe Elisabeth allein zurück. Als die beiden sich später wiedersehen, flammt die Liebe wieder auf. Elisabeth folgt Reinhart in die Stadt. Das Leben dort verwirrt und enttäuscht sie. Sie kehrt nach Immensee zurück, heiratet einen anderen und überlässt Reinhart seiner Bestimmung, Künstler zu werden. Frei nach Theodor Storms Novelle in schönstem Agfacolor.

16:00 Die wunderbare Lüge der Nina Petrowna D 1929, R: Hanns Schwarz mit Brigitte Helm, Franz Lederer, Warwick Ward, Franz Schafheitlin, 117 Min. Im Russland der Zarenzeit verlässt die Geliebte eines Obersten diesen für einen Kornett und nimmt dadurch ihren gesellschaftlichen Abstieg in Kauf. Die jungen Liebenden geraten in wirtschaftliche Not, und der Oberst überführt den Kornett des falschen Kartenspiels. Um ihren Geliebten vor Strafverfolgung zu schützen, opfert sich die Frau und kehrt in die früheren Verhältnisse zurück, aber nicht lange. Gefühlskino vom Feinsten.

16:30 Die Drei von der Tankstelle D 1930, R: Wilhelm Thiele mit Lilian Harvey, Willy Fritsch, Oscar Karlweis, Heinz Rühmann, Kurt Gerron, Olga Tschechowa, 94 Min. Drei bankrotte Freunde verlieben sich in dieselbe reiche Frau. Auf dem Höhepunkt der Weltwirtschaftskrise entstanden, trotzt die populäre Ufa-Tonfilmoperette der Depression durch jede Menge witziger Einfälle und einem Trommelfeuer an guter Laune, verstärkt durch Werner Richard Heymanns Schlager "Liebling, mein Herz lässt dich grüßen", und "Ein Freund, ein guter Freund".

18:00 Glückskinder D 1936, R: Paul Martin mit Lilian Harvey, Willy Fritsch, Paul Kemp, Oskar Sima, 94 Min. Ein New Yorker Nachwuchsjournalist übernimmt für einen Kollegen dessen Reportage vom Schnellgericht, wo er kurzerhand eine schöne Stadtstreicherin heiratet, um sie vor Strafverfolgung zu schützen. Das Kennenlernen müssen die beiden noch nachholen… Screwball Comedy mit der die Ufa der Beliebtheit von US-Filmen beim deutschen Publikum erfolgreich begegnete. Die geschliffenen Dialoge stammen von Curt Goetz.

 

 

 

19:30 Metropolis D 1927, R: Fritz Lang mit Alfred Abel, Rudolf Klein-Rogge, Brigitte Helm, Gustav Froelich, Heinrich George, Fritz Rasp, Theodor Loos, 150 Min.   LIVE MIT METROPOLIS ORCHESTER BERLIN

Fritz Langs monumentale Vision einer Großstadt der Zukunft, deren Wohlstand auf der Ausbeutung von Arbeitersklaven basiert. Eine tief gespaltene Welt - Sprengstoff für Gewalt und Zerstörung der eigenen Lebensgrundlagen. Die Mischung aus Sci-Fi, religiösen Motiven und Sozialromantik, mit gigantischem Aufwand in Szene gesetzt, floppte nach seiner Premiere und ruinierte beinah die Ufa. Heute gilt METROPOLIS als Meisterwerk der Filmgeschichte, das in Zeiten von Globalisierung und sozialen Spaltungstendenzen wieder ungeahnt aktuell wirkt.

 

20:00 Faust - Eine deutsche Volkssage D 1926, R: Friedrich Wilhelm Murnau mit Gösta Ekman, Emil Jannings, Camilla Horn, Yvette Guilbert, Frida Richard, Wilhelm Dieterle, 107 Min. Weniger an Goethe als an Christopher Marlowes Volksbuch und dessen schnörkelloser Dramaturgie orientiert sich Murnaus „Faust“-Verfilmung, visuell eindrucksvoll in Szene gesetzt mit deutlichen Reminszenzen an die Malerei der Romantik und dem Idealbild eines Gretchens, verkörpert von der 22jährigen Camilla Horn, die Murnau für den Film entdeckt hatte und hier ihr Kino-Debüt gab. Die Ufa-Produktion reüssierte auch international.

22:00 Kautschuk D 1938, R: Eduard von Borsody mit René Deltgen, Vera von Langen, Gustav Diessl, Herbert Hübner, Walter Franck, 96 Min. Um das brasilianische Kautschuk-Monopol zu brechen, reist 1876 ein Brite in das südamerikansiche Land, um von dort Gummisamen nach England zu schmuggeln, was unter Todesstrafe steht. Auf dem Schiff verliebt er sich in die Verlobte eines Plantagenbesitzers, auf dessen Felder er unter einem Vorwand gelangt und raubt die begehrten Samen … Aufwändiger Abenteuerfilm nach Franz Eichhorns Roman "In der grünen Hölle".

22:15 Ihr dunkler Punkt D 1929, R: Johannes Guter mit Lilian Harvey, Willy Fritsch, Harry Halm, Siegfried Arno, Wilhelm Bendow u. a., 92 Min. Bei der Anmeldung in einem Berliner Hotel wird der schönen Lilian bewusst, dass sie offenbar eine Doppelgängerin hat: Sie wird als steckbrieflich gesuchte Juwelendiebin verhaftet. Lilian beschließt, die Frau zu finden, die ihren nächsten Coup in Nizza vorbereitet. Turbulente Gaunerkomödie mit Lilian Harvey und Willy Fritsch in der ersten gemeinsamen Ufa-Produktion des späteren Traumpaars.

24:00 Geheimnisse einer Seele D 1926, R: Georg Wilhelm Pabst mit Werner Krauß, Ruth Weyher, Ilka Grüning, Jack Trevor, Hertha von Walter, 75 Min. Drama eines gutsituierten Ehemanns, der plötzlich von Angsträumen heimgesucht wird, die häufig von Eifersucht und brutalen Gewaltausbrüchen handeln. Erst ein Psychiater kann dem Gepeinigten helfen, indem er weit zurückliegende Kindhseitserlebnisse, die sich in sein Unterbewussein eingegraben haben, offenlegt. Einer der ersten Spielfilme zum Thema Psychoanalyse.

   
 

So, 10. September 2017

  14:00 Emil und die Detektive D 1931, R: Gerhard Lamprecht mit Fritz Rasp, Rolf Wenkhaus, Inge Landgut, Käthe Haack, Hans Richter, 75 Min. Auf einer Bahnfahrt nach Berlin wird dem halbwüchsigen Emil von einem Dieb das für seine Großmutter anvertraute Geld gestohlen. In der Stadt angekommen, nimmt der Junge die Verfolgung des Gauners auf. Dabei kommen ihm zahlreiche Kinder zu Hilfe. Erste Verfilmung von Erich Kästners Kinderbuch, die zum Welterfolg wurde.

 

 

 

 

15:30 Münchhausen D 1943, R: Josef von Báky mit Hans Albers, Eduard von Winterstein, Ferdinand Marian, Ilse Werner, Brigitte Horney, Leo Slezak, 116 Min. Das zum 25. Ufa-Jubiläum gedrehte Fantasy-Spektakel in Agfacolor und erstaunlicher Tricktechnik vereint unter Mitwirkung zahlloser Stars Action, Poesie und Humor. Das Drehbuch stammt von Erich Kästener, der nur unter Pseudonym genannt werden durfte. Eine in der Gegenwart spielende Rahmenhandlung umfasst die augenzwinkernd inszenierten Abenteuer des Barons Münchhausen auf Schauplätzen zwischen dem heimischen Bodenwerder, Moskau, dem vorderen Orient, Venedig und dem Mond.

16:00 Die goldene Stadt D 1942, R: Veit Harlan mit Kristina Söderbaum, Rudolf Prack, Annie Rosar, Paul Klinger, Kurt Meisel, 104 Min. Anna lebt mit ihrem Vater auf einem Gut an der Moldau; ihre Mutter hat sich einst im Moor ertränkt. Sie soll den Knecht Thomas heiraten und auf dem Hof bleiben, träumt jedoch von Prag, woher ihre Mutter kam. Tatsächlich reist sie in die „Goldene Stadt“ und trifft dort ihren Vetter Toni, der sie verführt und schwängert. Enterbt und verstoßen wählt Anna den Weg ihrer Mutter. Mit rund 30 Mio. Besuchern wurde Harlans naturalistisches Melodram nach einem Schauspiel von Richard Billinger europaweit einer der größten Farbfilm-Erfolge der Ufa.

18:00 Die Nibelungen I Siegfried D 1924, R: Fritz Lang mit Paul Richter, Margarete Schön, Hans Adalbert Schlettow, Theodor Loos, Hanna Ralph, Bernhard Goetzke, 149 Min. Auf dem Weg zu Kriemhild, der Schwester des Königs Gunther, muss Siegfried sich eines Drachens erwehren und wird durch das Bad in dessen Blut unverwundbar. Daraufhin greift ihn Alberich an, den er wiederum besiegt. Eine Tarnkappe, ein unbesiegbares Schwert und ein Goldschatz sind sein Lohn. Doch Unheil droht… Erster Teil des spektakulären Filmepos mit Bildern von archaischer Strenge der altgermanischen Sagenwelt.

18:15 Viktor und Viktoria D 1933, R: Reinhold Schünzel mit Renate Müller, Adolf Wohlbrück (Anton Walbrook), Hermann Thimig, Hilde Hildebrand, Aribert Wäscher, 99 Min. Eine arbeitslose Schauspielerin springt für ihren erkrankten Kollegen als "Damen-Imitator Monsieur Viktoria“ ein. In Frack und Zylinder kommt sie beim weiblichen Publikum besonders gut an, was zu internationaler Karriere und erotischen Verwicklungen führt. Das Spiel mit den Geschlechterrollen, ein beliebter Topos der 20er Jahre, wirkt in Reinhold Schünzels Filmoperette noch immer frisch; nicht zuletzt dank der beiden Hauptdarsteller Renate Müller und Adolf Wohlbrück.

20:15 Der Weg ins Freie D 1940/41, R: Rolf Hansen mit Zarah Leander, Hans Stüwe, Agnes WIndeck, Siegfried Breuer, 110 Min. Eine Opernsängerin der Biedermeierzeit täuscht ihren Tod vor, um einem Erpresser zu entkommen, doch die Vergangenheit holt sie immer wieder ein. Der Film begründete die überaus erfolgreiche Zusammenarbeit Zarah Leanders mit ihrem „Lieblingsregisseur“ Rolf Hansen, der auch das Drehbuch schrieb.

21:00  Liebeswalzer (Love Waltz)  D 1930, R: Wilhelm Thiele mit Lilian Harvey, Georg Alexander, John Batten, Lilian Mowrer, Hans Junkermann, Gertrud de Laslky, Karl Ludwig Diehl, 35mm, 77 Min., ENGLISCHE FASSUNG

Luxusprobleme in einem Fantasie-Fürstentum: Zwei adelige Sprösslinge sollen verheiratet werden, woraufhin der Kandidat seinen Sekretär in seiner Verkleidung bei der Braut vorfühlen lässt. Dieser verliebt sich natürlich, was zu Verwicklungen führt... Die von der Ufa produzierte, erste europäische Tonfiloperette enstand fast zeitgleich zu Ernst Lubitschs Filmmusical "The Love Parade" (USA 1929). Die deutsche Originalfassung von „Liebeswalzer“ giltals verschollen. Gezeigt wird die Englische Fassung, die unter dem Titel „Love Waltz“in die Kinos kam.

   
 

Mo, 11. September 2017

  17:30 Fräulein D 1939, R: Erich Waschneck mit Ilse Werner, Mady Rahl, Hans Leibelt, Erik Frey, Annemarie Holtz, 35mm, 87 Min. Ein Hausmädchen wird von ihrer Herrschaft ausgenutzt, selbst ihren Freund versucht man ihr abspenstig zu machen. Nur in der Tochter des Hauses hat sie eine Verbündete…Aschenbrödel-Geschichte des „Mittelfilm“-Regisseurs Erich Waschneck mit einer unbeirrbar optimistischen Ilse Werner.

18:00 Frauen für Golden Hill D 1938, R: Erich Waschneck mit Viktor Stahl, Kirsten Heiberg, Karl Martell, Elfie Mayerhofer, Grethe Weiser, 35mm, 90 Min. Abenteuerfilm über Goldsucher in Australien, die unter Frauenmangel leiden. Nach einem Gesuch an die Regierung erklären sich 13 Frauen bereit, den Abenteurern Gesellschaft zu leisten. Zwei der Männer, die eigentlich allein bleiben wollten, verlieben sich dann doch in eine der Frauen, eine Revue-Sängerin.

19:30 Die Nibelungen II Kriemhilds Rache D 1924, R: Fritz Lang mit Margarete Schön, Rudolf Klein-Rogge, Theodor Loos, Hans Adalbert Schlettow, Bernhard Goetzke, 130 Min. Nachdem Hagen von Tronje Siegfried ermordet und den Goldschatz versenkt hat, heiratet Kriemhild König Etzel, mit dessen Hilfe sie Rache nimmt. Es folgt ein ausgedehntes Gemetzel vor und in der Hunnenburg. Zweiter Teil des monumentalen „Nibelungen“-Epos.

20:00 Abschied. So sind die Menschen D 1930, R: Robert Siodmak mit Brigitte Horney, Aribert Mog, 77 Min. Realistisch inszeniertes Kammerspiel um eine Handvoll gescheiterter Existenzen, die in einer Berliner Pension aufeinandertreffen. Einzig einem jungen Paar scheint eine glückliche Zukunft bevorzustehen, als dem Mann beruflicher Aufstieg winkt. Doch eine Ungeschicklichkeit von ihm bringt alles ins Wanken. Nach der Low-Budget-Produktion „Menschen am Sonntag“ Siodmaks erster Film für die Ufa, in dem auch Brigitte Horney ihr schauspielerisches Debüt gab.

21:45 U-Boote westwärts! D 1941, R: Günther Rittau mit Herbert Wilk, Heinz Engelmann, Joachim Brennecke, Karl John, Ilse Werner, 35mm 98 Min. VB-Film mit Einführung. Alltag einer U-Boot-Mannschaft im Kriegseinsatz in der Nordsee. Ein holländischer Frachter wird kontrolliert, ein englisches Torpedoboot versenkt. Der Film war auch eine Werbung für die Kriegsmarine und deren U-Bootflotte, für die besonders junge Männer rekrutiert wurden.

   
 

Di, 12. September 2017

  17:30 Es war eine rauschende Ballnacht D 1939, R: Carl Froelich mit Zarah Leander, Hans Stüwe, Marika Rökk, Aribert Wäscher, 93 Min. Künstlermelodram über den russischen Komponisten Pjotr I.Tschaikowski und seine unerfüllte Liebe zu einer Jugendfreundin, die inzwischen reich aber unglücklicklich verheiratet ist und jetzt seine Karriere fördert. Zarah Leander singt in Gegenwart ihres versteinert dreinblickenden Ehemanns eines ihres schönsten Lieder: „Nur nicht aus Liebe weinen“.

18:00 Der heilige Berg D 1926, R: Arnold Fanck mit Leni Riefenstahl, Luis Trenker, Ernst Petersen, 106 Min. Zwei Freunde zerstreiten sich bei einer gemeinsamen Bergbesteigung, da sie dieselbe Frau, eine Tänzerin, lieben. Einer der beiden droht abzustürzen… Arnold Fanck drehte seine Filme unter z.T. schwierigsten Bedingungen an Originalschauplätzen in den Alpen und schuf damit ein neues, überaus erfolgreiches Genre: das der Bergfilme.

19:30 Varieté D 1925, R: Ewald André Dupont. Mit Emil Jannings, Lya de Putti, Maly Delschaft, Warwick Ward, Kurt Gerron, Alice Hechy, 95 Min. Huller verlässt Frau und Kind und seine schäbige Schaubude auf St. Pauli, um mit der schönen Berta-Marie in Berlin eine neue Karriere zu beginnen. Doch der alternde Trapezkünstler hat bald einen Nebenbuhler. Das Eifersuchtsdrama im Artistenmilieu, gedreht an Originalschauplätzen im alten Berliner „Wintergarten“, beeindruckt durch seine emotionale Wucht und virtuose Kameratechnik.

20:15 Gleisdreieck D 1937, R: Robert A. Stemmle mit Gustav Fröhlich, Heli Finkenzeller, Otto Wernicke, Paul Hoffmann, 35mm, 78 Min. Ein junger U-Bahn-Fahrdienstleiter verhindert im letzten Moment den Selbstmord einer jungen Frau und verliebt sich anschließend in sie. Sein Vater lehnt die Beziehung zu der Frau ab, der er nicht vertraut. Zur Recht? Interessante, an Originalschauplätzen gedrehte Szenen des gleichnamigen U-Bahnhofs.

22:00 Morgenrot D 1932, R: Gustav Ucicky mit Rudolf Forster, Adele Sandrock, Fritz Genschow, Paul Westermeier, 81 Min. „Nationale“ Produktion der Ufa über die Opferbereitschaft einer U-Boot-Besatzung im Ersten Weltkrieg. Nach Versenkung ihres Bootes sind zwei Tauchretter zu wenig an Bord. Patriotische Bekenntnisse des Kommandanten kontrastieren mit pazifistischen Mahnungen seiner Mutter. Handwerklich stilbildend für spätere Filme des Genres inklusive Wolfgang Petersens „Das Boot“ (1981).

   
 

Mi, 13. September 2017

  18:00 Preußische Liebesgeschichte D 1938, R: Paul Martin mit Lída Baarová, Willy Fritsch, Eduard von Winterstein, Hermine Körner, 87 Min. Thronfolger Prinz Wilhelm von Preußen verliebt sich in Elisa Radziwill und möchte sie heiraten. Doch der Hof lehnt die Verbindung als nicht standesgemäß ab. Der Prinz fährt aber fort, seine Geliebte zu treffen. Als der König das Ende der Beziehung verlangt, fügt sich Wilhelm im Interesse der Staatsraison. Elisa erkrankt schwer…

20:00 Zur Chronik von Grieshuus D 1925, R: Arthur von Gerlach mit Arthur Kraußneck, Paul Hartmann, Rudolf Forster, Lil Dagover, 89 Min.

Der älteste Sohn eines Burgherrn möchte gegen dessen Willen seine Geliebte heiraten. Beim Streit darum stirbt der Vater und die Konflikte übertragen sich auf den jüngeren Bruder. Im Stil einer Familienchronik der 17. Jahrhnderts inszeniertes Familiendrama von archaischer Härte.

   
 

Do, 14. September 2017

  17:45 Familie Buchholz D 1944, R: Carl Froelich mit Henny Porten, Elisabeth Flickenschild, Paul Westermeier, Käthe Dyckhoff, Gustav Fröhlich, 90 Min. Berlin im ausgehenden 19. Jahrhundert: Wilhelmine Buchholz, Autorin und resolute Mutter zweier Töchter schreibt an einem neuen Roman, der nicht recht vorankommt. Die Blockade löst sich, als sie beginnt, aktuelle Erlebnisse aus nächsten Umgebung literarisch zu verarbeiten. Familien-Saga nach den Erfolgsbüchern Julius Stindes über das Berliner Bürgertum der Gründerzeit mit einer brillanten Henny Porten.

20:00 Neigungsehe D 1944, R: Carl Froelich mit Henny Porten, Paul Westermeier, Gustav Fröhlich, Elisabeth Flickenschild, Grethe Weiser, 89 Min. Mutter Buchholz will ihre Tochter per Heiratsannonce an den Mann bringen. Diese hat jedoch ihre eigenen Vorkehrungen getroffen. Zweiter Teil und Fortsetzung der Berliner Familien-Saga „Familie Buchholz“ nach dem Erfolgsroman von Julius Stinde.

   
 

Fr, 15. September 2017

  17:15 Mann für Mann D 1939, R: Robert A. Stemmle mit Gustav Knuth, Viktoria von Ballasko, Josef Sieber, Carl Kuhlmann, Gisela Uhlen, 35mm, 89 Min. Alltag auf einer Baustelle der Reichsautobahn nahe Berlin. Männer aller Gesellschaftsschichten arbeiten an der Realisierung des Projektes. Dann wird ein Arbeiter verschüttet und haben sich eingefunden, um an dem Projekt mitzuwirken. Dann passiert ein Unglück und eine Rettungsaktion läuft an. Der Film warb nicht nur für das Infrastrukturprogramm der NS-Regierung, sondern auch für das Ideal der Volksgemeinschaft.

17:45 Barcarole D 1935, R: Gerhard Lamprecht mit Lída Baarová, Gustav Fröhlich, Willy Birgel, Hubert von Meyerinck, Hilde Hildebrand, 35mm, 89 Min. Während eines venezianischen Volksfestes wettet ein Gigolo darauf, die tugendhafte Frau eines mexikanischen Aristokraten in einer Nacht zu verführen. Dieser hat mitgehört und fordert ihn zum Duell mit folgender Bedingung: im Fall seines Erfolgs dürfe er zuerst schießen, andernfalls habe der Gatte das Vorrecht. Dann verliebt sich der junge Mann in die Femme fatale und lässt von seinem Plan ab. Ufa-Debüt Lidá Baarovás, der späteren Goebbels-Geliebten.

19:30 Metropolis D 1926, R: Fritz Lang mit Alfred Abel, Rudolf Klein-Rogge, Brigitte Helm, Gustav Froelich, Heinrich George, Fritz Rasp, Theodor Loos, 150 Min.  LIVE an der Orgel ANNA VAVILKINA

Fritz Langs monumentale Vision einer Großstadt der Zukunft, deren Wohlstand auf der Ausbeutung von Arbeitersklaven basiert. Eine tief gespaltene Welt - Sprengstoff für Gewalt und Zerstörung der eigenen Lebensgrundlagen. Die Mischung aus Sci-Fi, religiösen Motiven und Sozialromantik, mit gigantischem Aufwand in Szene gesetzt, floppte nach seiner Premiere und ruinierte beinah die Ufa. Heute gilt METROPOLIS als Meisterwerk der Filmgeschichte, das in Zeiten von Globalisierung und sozialen Spaltungstendenzen wieder ungeahnt aktuell wirkt.

 

21:30 … reitet für Deutschland D 1941, R: Arthur Maria Rabenalt mit Willy Birgel, Gerhild Weber, Gertrud Eysoldt, Willi Rose, 35mm, 90 Min. Rittmeister von Brenken wurde im Ersten Weltkrieg schwer verwundet und ist seither gelähmt. Dass er sein Gut zu verlieren droht kümmert ihn weniger als der Wunsch, wieder reiten zu können. Durch seinen eisernen Willen und hartes Training überwindet er seine Krankheit und nimmt an einem internationalen Reitturnier teil. Gemeinsam mit seinem Pferd Harro gelingt ihm ein glänzendes Comeback. In der Person des Helden beschwört der Film die nationale Wiedererstarkung nach der Niederlage des Ersten Weltkriegs.

   
 

Sa, 16. September 2017

  17:15 F.P. 1 antwortet nicht D 1932, R: Karl Hartl mit Hans Albers, Sybille Schmitz, Paul Hartmann, Peter Lorre, 112 Min. Actionfilm über die Sabotage einer fiktiven Meeres-Plattform zur Betankung von Flugzeugen auf der Transatlantik-Route – eine damals reale Utopie. Albers, ein fliegender Globetrotter, eilt in aparter weiblicher Begleitung zu Hilfe. Der Film brachte Sybille Schmitz den Durchbruch und wurde durch Albers‘ Lied „Flieger, Grüß‘ mir die Sonne“ zum Klassiker.

17:45 Drei Väter um Anna D 1939, R: Carl Boese mit Ilse Werner, Hans Stüwe, Theodor Danegger, Josefine Dora, 35mm, 84 Min. Ein Arzt kehrt mit einem jungen Mädchen, das ihm von dessen Mutter kurz vor ihrem Tod anvertraut wurde, in sein bayerisches Heimatdorf zurück. Dort soll er den Vater der Waisin ausfindig machen. Drei kommen in Frage.

19:30 Münchhausen D 1943, R: Josef von Báky mit Hans Albers, Eduard von Winterstein, Ferdinand Marian, Ilse Werner, Brigitte Horney, Leo Slezak, 116 Min. Das zum 25. Ufa-Jubiläum gedrehte Fantasy-Spektakel in Agfacolor und erstaunlicher Tricktechnik vereint unter Mitwirkung zahlloser Stars Action, Poesie und Humor. Das Drehbuch stammt von Erich Kästener, der nur unter Pseudonym genannt werden durfte. Eine in der Gegenwart spielende Rahmenhandlung umfasst die augenzwinkernd inszenierten Abenteuer des Barons Münchhausen auf Schauplätzen zwischen dem heimischen Bodenwerder, Moskau, dem vorderen Orient, Venedig und dem Mond.

21:30 Der blaue Engel D 1930, R: Josef von Sternberg mit Emil Jannings, Marlene Dietrich, Kurt Gerron, Rosa Valetti, 108 Min. Sittenstrenger, vereinsamter Studienrat verfällt einer lasziven Tingeltangel-Sängerin, gibt seine bürgelicher Exiszenz auf und geht darüber zugrunde. Prestigeprojekt der Ufa, entstanden nach Heinrich Manns gesellschaftskritischem Roman „Professor Unrat“, mit dem Emil Jannings in seinem Tonfilmdebüt groß rausgestellt werden sollte. Stattdessen stahl ihm die junge, kaum bekannte Marlene Dietrich die Show; nicht zuletzt durch ihr zum Evergreen gewordenes Lied "Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt".

 

 

 

22:00 Liebe, Tod und Teufel D 1934, R: Heinz Hilpert mit Käthe von Nagy, Albin Skoda, Erich Ponto, Brigitte Horney, 35mm, 100 Min. Ein Matrose kauft eine Flasche, die angeblich Wünsche erfüllt - natürlich ist ein Haken dabei… Nach Robert Louis Stevensons Novelle "The Bottle Imp". Sehenswert allein wegen Brigitte Horneys Auftritt als verruchte Barsängerin mit “So oder so ist das Leben”.

24:00   Tartüff D 1925, R: Friedrich Wilhelm Murnau mit Emil Jannings, Rosa Valetti, Werner Krauß, Lil Dagover, 65 Min.

Komödie um einen alten Herrn, den eine Erbschleicherin um seinen Besitz zu bringen droht. Die Gefahr kann durch die aufklärende Vorführung eines Films über die Machenschaften des Herrn Tartüff abgewendet werden… Frei nach Molière mit Emil Jannnigs in einer Glanzrolle als falscher Pfaffe zwischen Frömmelei und Geilheit.

   
 

So, 17. September 2017

  16:15 Ihr erstes Erlebnis D 1939, R: Josef von Báky mit Ilse Werner, Johannes Riemann, Volker von Collande, Charlott Daudert, 35mm, 88 Min. Eine Kunststudentin verliebt sich in ihren verheirateten Professor, den die Situation überfordert. Ein Jugendfreund Mariannes sorgt für zusätzliche Komplikationen. Ilse Werner als selbstbewusste, junge Frau, die weiß, was sie will und dies auch artikuliert – im Gegensatz zu den männlichen Protagonisten.

 

 

 

18:00   Geheimnisse des Orients D/F 1928 R: Alexander Wolkoff mit Nikolaj Kolin, Iván Petrovich, Nina Koschitz, Julius Falkenstein, 122 Min.

Opulentes Fantasy-Spektakel im Stil eines 1001-Nacht-Märchens über einen Flickschuster in Kairo, der eine Reihe von Abenteuern erlebt, bei denen er zuletzt um sein Leben fürchten muss – und das alles nur, weil er seine Ehefrau, gemimt von Operndiva Nina Koschitz, nicht mehr ertragen konnte.

 

 

 

20:15 Ein blonder Traum D 1932, R: Paul Martin mit Lilian Harvey, Willy Fritsch, Willi Forst, Trude Hesterberg, 35mm, 87 Min. Zwei befreundete Fensterputzer nehmen eine mittellose Blondine in ihr aus zwei Eisenbahnwaggons bestehendes Quartier auf und buhlen um sie. Diese jedoch träumt von einer Karriere in Hollywood… Die Filmoperette entstand auf dem Höhepunkt der Weltwirtschaftskrise und glänzt durch Optimismus und Sangesfreude, u.a. mit Werner Richard Heymanns "Irgendwo auf der Welt", "Wir zahlen keine Miete mehr" und "Alles verstehen heißt alles verzeih'n".

   
 

Mo, 18. September 2017

  17:30   Der kleine Grenzverkehr D 1943, R: Hans Deppe mit Willy Fritsch, Hertha Feiler, Heinz Salfner, Hilde Sessak, 35mm, 83 Min. Ein kauziger Graf vermietet sein Schloss an Touristen und gibt sich mit seiner Familie als Dienstpersonal aus. Die Tochter verliebt sich in einen Lachforscher. Nach dem Roman „Erich und die Zwischenfälle“ von Erich Kästner, der auch das Drehbuch schrieb.

19:30 VOLKER KUTSCHER LESUNG: Vom nassen Fisch in den Lunapark. Eine Reise durch das Berlin der Gereon Rath-Romane. Mit Volker Kutscher und Thomas Böhm         TICKETS-ONLINE

20:15 Die Carmen von St. Pauli D 1928, R: Erich Waschneck mit Jenny Jugo, Willy Fritsch, Wolfgang Zilzer, Fritz Rasp, 95 Min. Durch die Liebe zu einer Tänzerin gerät ein rechtschaffener Seemann in kriminelle Machenschaften ihrer Freunde und verliert darüber seine Stellung. Ein Schlüsselerlebnis bringt ihn zur Besinnung. Waschnecks Film entstand an Originalschauplätzen auf Hamburgs Amüsiermeile.

   
 

Di, 19. September 2017

  17:00 Sommer, Sonne, Erika D 1939, R: Rolf Hansen mit Karin Hardt, Paul Klinger, Fritz Genschow, Will Dohm, 35mm, 93 Min.

Junger Mann folgt dem Chef einer Autofirma, bei der er sich beworben hat, in dessen bayerischen Urlaubsort, um dort persönlich vorzusprechen. Seine Verlobte trifft unterdessen einen Mitarbeiter der gleichen Firma, den sie für einen Entscheider hält. Die Verwicklungen nehmen ihren Lauf…

 

 

 

 

Wege zu Kraft und Schönheit  FINDET NICHT HEUTE um 18:00 statt, SONDERN am 21.9. 18:00 Uhr.

20:15 Die Liebe der Jeanne Ney D 1927, R: Georg Wilhelm Pabst mit Édith Jéhanne, Uno Henning, Brigitte Helm, Fritz Rasp, 105 Min.

Als die Rote Armee die Krim besetzt, wird Jeannes Vater, ein französischer Journalist, ermordet. Mit Hilfe eines von ihr geliebten, jungen Bolschewiken gelingt ihr die Flucht nach Paris. Ihr Geliebter kommt später nach. Doch ihr Glück ist nur von kurzer Dauer. Entstanden nach Ilja Ehrenburgs gleichnamigem Roman über die Nachwirren der russischen Oktoberrevolution.

   
 

Mi, 20. September 2017

  17:45 Illusion D 1941, R: Viktor Tourjansky mit Brigitte Horney, Johannes Heesters, Nikolaj Kolin, Hilde Sessak, O. E. Hasse, 35mm, 87 Min. Eine junge Schauspielein erhält von einem reichen Verehrer ein Haus auf dem Land zur Verfügung gestellt, in dem sie sich mit ihren Kollegen erholen kann. Versehentlich landet die Truppe aber im Nachbaranwesen, dessen Besitzer, nach einschlägigen Erfahrungen, Vorbehalte gegen die Ehe hat. Die Schauspielerin wettet mit ihm darauf, für die Dauer ihres Aufenthaltes eine gute Ehefrau zu mimen.
   
 

Do, 21. September 2017

  18:00 Wege zu Kraft und Schönheit D 1925, R: Wilhelm Prager & Nicholas Kauffman mit La Jana, Hertha von Walter, 112 Min. Abendfüllender Kulturfilm mit Spielhandlung über den "schönen Körper". Die Ufa machte sich in den 20er Jahren besonders durch ihre Kultur- und Lehrfilmabteilung einen Namen, weit über Deutschland hinaus. Sie war eine sichere Einnahmequelle des Unternehmens. Prominentes Beispiel eines Kulturfilms, der, unter dem Vorwand der Volksbildung, mit viel nacktem Fleisch voyeuristische Bedürfnisse des Publikums befriedigte.

18:00 Heimat D 1938, R: Detlev Sierck (Douglas Sirk) mit Zarah Leander, Heinrich George, Franz Schafheitlin, Paul Hörbiger, Leo Slezak, 100 Min. Naturalistisches Familiendrama um eine international erfolgreiche Sängerin, die aus den USA in ihre deutsche Heimatstadt zurückkehrt. Dort brechen bald alte Konflikte mit ihrem starrköpfigen Vater wieder auf. Nach der Vorlage von Hermann Sudermanns Schauspiel mit emotionaler Wucht gespielt von Heinrich George und einem Leander-Lied, das zum Klassiker wurde: "Eine Frau wird erst schön durch die Liebe".

20:00 La Habanera D 1937, R: Detlev Sierck mit Zarah Leander, Ferdinand Marian, Karl Martell, Julia Serda, Paul Bildt, 94 Min.

Eine schwedische Touristin verliebt sich beim Besuch einer südamerikanischen Insel in einen lokalen Großgrundbesitzer, der sich nach der Heirat als Despot herausstellt. Statt zu gehen bleibt sie, leidet und sehnt sich nach dem Norden mit seinem Schnee zurück. Grandios inszeniertes Gefühlskino vom Meister des Melodrams Detlev Sierck (spägter Douglas Sirk). Leander singt "Der Wind hat mir ein Lied erzählt".

 

 

 

22:00 Ein toller Einfall D 1932, R: Kurt Gerron mit Willy Fritsch, Ellen Schwanneke, Jakob Tiedtke, Max Adalbert, Rose (Rosy) Barsony, 35mm, 85 Min.Der Neffe eines bankrotten Schlossbeistzers vemietet sein Gemäuer an illustere Gäste. Eine verflossene Geliebte reist an und nervt… Wunderbar alberne Film-operette nach einem zeitgenössischen Schwank mit Musik von Walter Jurmann.

   
 

Fr, 22. September 2017

  17:30 Die Frau meiner Träume D 1944, R: Georg Jacoby mit Marika Rökk, Wolfgang Lukschy, Grethe Weiser, Georg Alexander, Walter Müller, 98 Min.

Gefeierter Revue-Star flieht vor dem Erfolgsrummel in die Einsamkeit der Berge, wo sie nach einer Odyssein einer Hütte bei zwei Ingenieuren landet, die für ein Bauprojekt in der Nähe arbeiten. Dort lernt sie das einfache Leben kennen und schätzen. Nach amourösen Verwicklungen kehrt sie in die Stadt zurück, um in ihrer nächsten Show aufzutreten. Fulminanter Revue-Film in Agfacolor, der auch im europäischen Ausland mit großem Erfolg lief.

   
 

Sa, 23. September 2017

  17:00 Frau im Mond D 1929, R: Fritz Lang mit Gerda Maurus, Willy Fritsch, Gustav von Wangenheim, Klaus Pohl, 170 Min.

Eine bunt zusammengewürfelte Expeditionsgruppe tritt die erste Fahrt zum Mond an: ein kauziger Professor, der Agent eines Wirtschaftssyndikats, ein Ingenieur mit seiner Freundin und ein kleiner Junge als blinder Passagier. Finden sie das auf dem Mond vermutete Gold? Langs zweiter Science-Fiction-Film nach „Metropolis“ bezog den damals neuesten Forschungsstand in Sachen Raketentechnik ein, der in Details wie ein Vorgriff auf das spätere „Apollo“-Mondprogramm der Amerikaner wirkt.

 

 

24:00 Die Carmen von St. Pauli D 1928, R: Erich Waschneck mit Jenny Jugo, Willy Fritsch, Wolfgang Zilzer, Fritz Rasp, 95 Min. Durch die Liebe zu einer Tänzerin gerät ein rechtschaffener Seemann in kriminelle Machenschaften ihrer Freunde und verliert darüber seine Stellung. Ein Schlüsselerlebnis bringt ihn zur Besinnung. Waschnecks Film entstand an Originalschauplätzen auf Hamburgs Amüsiermeile.

   
 

So, 24. September 2017

  16:30 Lachende Erben D 1933, R: Max Ophüls mit Heinz Rühmann, Lien Deyers, Max Adalbert, Ida Wüst, Lizzi Waldmüller, 76 Min. Der Neffe des Besitzers einer Sektkellerei erbt die Firma unter der Bedingung, einen Monat keinen Alkohol zu sich zu nehmen. Seine Verwandten versuchen, dies zu hintertreiben. Ob es ihnen gelingt? Max Opühls letzter Film vor der Emigration.

16:00 DIE MÖRDER SIND UNTER UNS D1946, R: Wolfgang Staudte mit Hildegard Knef, E.W. Borchert, Arno Paulsen, 85 Min

   
 

Mo, 25. September 2017

  17:30 Der Gasmann D 1940/41, R: Carl Froelich mit Heinz Rühmann, Anny Ondra, Will Dohm, Erika Helmke, 35mm, 94 Min. Ein Angestellter der städtischen Gaswerke kommt unverhofft zu Reichtum, als er, um jemandem aus der Patsche zu helfen, seinen Anzug gegen einen Pyjama tauscht und dafür einen großzügigen Scheck erhält. Fortan lebt er in Saus und Braus, was überall Misstrauen erregt. Als er die Herkunft des Geldes aufklärt, glaubt ihm niemand.

19:30 Faust - Eine deutsche Volkssage D 1925/6, R: Friedrich Wilhelm Murnau mit Gösta Ekman, Emil Jannings, Camilla Horn, Yvette Guilbert, Frida Richard, Wilhelm Dieterle, 107 Min. Weniger an Goethe als an Christopher Marlowes Volksbuch und dessen schnörkelloser Dramaturgie orientiert sich Murnaus „Faust“-Verfilmung, visuell eindrucksvoll in Szene gesetzt mit deutlichen Reminszenzen an die Malerei der Romantik und dem Idealbild eines Gretchens, verkörpert von der 22jährigen Camilla Horn, die Murnau für den Film entdeckt hatte und hier ihr Kino-Debüt gab. Die Ufa-Produktion reüssierte auch international.

   
 

Di, 26. September 2017

  17:15 Die große Liebe D 1942, R: Rolf Hansen mit Zarah Leander, Viktor Stahl, Paul Hörbiger, Grethe Weiser, 102 Min. Eine berühmte Sängerin lernt einen Oberleutnant der Luftwaffe auf Fronturlaub kennen. Nach der ersten gemeinsamen Nacht muss er wieder weg. Ebenso abrupt enden die nächsten Versuche, privates Glück inmitten des Krieges zu finden. Dies traf offenbar den Nerv der Zeit: Mit 27 Mio. Zuschauern gehört das Verzichts-Epos zu den meistgesehen deutschen Filmen überhaupt.

19:30 Spione D 1927/8, R: Fritz Lang mit Rudolf Klein-Rogge, Gerda Maurus, Willy Fritsch, Fritz Rasp, Lien Deyers, Paul Hörbiger, 150 Min. Statt sich gegenseitig auszuschalten, verlieben sich zwei gegnerische Spione ineinander und provozieren damit den Hass von Mastermind Haghi, Chef eines internationalen Agentenrings. Rasant geschnitten und actionreich inszeniert, knüpft Fritz Lang mit diesem ersten Film nach Metropolis wieder thematisch an seinen erfolgreichen „Dr.Mabuse“-Zweiteiler an.

   
 

Mi, 27. September 2017

  18:00 Annelie D 1941, R: Josef von Báky mit Luise Ulrich, Karl Ludwig Diehl, Käthe Haack, Werner Krauß, Axel von Ambesser, 98 Min. Die komplette von 1875 bis zur Gegenwart reichende Lebensgeschichte der Annelie, überzeugend gespielt von Luise Ulrich, die dafür auf den Internationalen Filmfestspielen Venedig 1941den Coppa Volpi als beste Darstellerin erhielt.
20:00 Der große Sprung D 1927, R: Arnold Fanck mit Leni Riefenstahl, Louis Trenker, Hans Schneeberger, Paul Graetz, 112 Min. Dreiecksgeschichte, die in den Dolomiten spielt: ein reicher Städter (Hans Schneeberger) und ein Einheimischer (Louis Trenker) buhlen um die ortsansässige Ziegenhirtin (Leni Riefenstahl)…
   
 

Do, 28. September 2017

  18:00 UFA-Star zum Anfassen! Peter Bosse zu Gast – Schlussakkord

Das kann man kaum glauben! Zu „100 Jahre UFA – 100 Filme“ können Sie mit uns den ehemaligen UFA-Kinderstar Peter Bosse begrüßen. In “Schlussakkord” von Detlef Sierck spielt er die Kinderhauptrolle: Der kleine Peter wird von seinen Eltern zurückgelassen. Denn diese fliehen in die USA, weil sie Versicherungsbetrug begangen haben. Doch Hanna kann ihren Sohn nicht vergessen, kehrt zurück und bewirbt sich als Kindermädchen in Peters neuer Pflegefamilie.

Schlußakkord D 1936, R: Detlev Sierck, mit Maria von Tasnady, Lil Dagover, Willy Birgel, Maria Koppenhöfer, 100 Min. Eine Mutter macht ihr Kind bei Adoptiveltern ausfindig und lässt sich von diesen unerkannt als Kindermädchen einstellen. Der Hausherr und sie verlieben sich ineinander. Gepflegtes Gefühlskino des späteren Douglas Sirk.

 

20:00 Patrioten D 1937, R: Karl Ritter mit Mathias Wieman, Lída Baarová, Paul Dahlke, Hilde Körber, 95 Min. Gegen Ende des Ersten Weltkriegs stürzt ein deutscher Flieger über Frankreich ab und wird von fahrenden Komödianten aufgenommen. Die Romanze mit einer Schauspielerin die ihn pflegt, lässt ihren Kollegen eifersüchtig werden. Deutsch-französische Freundschaft

21:45 Damals D 1942/43, R: Rolf Hansen mit Zarah Leander, Hans Stüwe, Hilde Körber, Rossano Brazzi, 88 Min. In einer südamerikanischen Stadt gerät eine Ärztin, die sich eine falsche Identität zugelegt hat, unter Mordverdacht. In Rückblenden klärt sich ihr tragisches Schicksal auf… Letzter Film Leanders vor Kriegsende. Sie singt Lothar Brühnes "Jede Nacht ein neues Glück" und Ralph Benatzkys "Bitte an die Nacht".

   
 

Fr, 29. September 2017

  18:00 Walzerkrieg D 1933, R: Ludwig Berger mit Renate Müller, Willy Fritsch, Adolf Wohlbrück, Paul Hörbiger, Rose Barsony, 91 Min. Film-Operette über die Rivalität zwischen den beiden "Walzerkönigen" Johann Strauß (Vater) und Josef Lanner. Der Bund fürs Leben steht am Ende ebenso für dessen Tochter und ein Orchestermitglied wie für Queen Victoria und Prinz Albert.
20:00 Ich bei Tag und du bei Nacht D 1932, R: Ludwig Berger mit Käthe von Nagy, Willy Fritsch, Amanda Lindner, 96 Min. Berliner Wohnungsnot Anfang der 30er Jahre: Eine Maniküre und ein Nachtkellner teilen sich unwissentliche das gleiche Untermietszimmer, das die Wirtin gleich zweimal vermietet. Bergers Verwechslungskomödie verbeugt sich vor dem Leben kleiner Angestellter und ihrer Träume vom großen Glück – und vom kleinen: einem Kiezkino, bei dem der Protagonist wiederholt vorbei schaut, und dem der Schlager gilt: „Wenn ich sonntags in mein Kino geh'".
22:00 Kora Terry D 1940, R: Georg Jacoby mit Marika Rökk, Will Quadflieg, Josef Sieber, Will Dohm, 102 Min. Revuefilm über tanzende Zwillingsschwestern (Marika Rökk in einer Doppelrolle), deren Charaktereigenschaften nicht unterschiedlicher sein könnten. Nach dem Tod der einen gibt sich die andere für jene aus… Rökk singt u. a. Peter Kreuders "Für eine Nacht voller Seligkeit".
   
 

Sa, 30. September 2017

  16:00 Das Herz der Königin D 1940, R: Carl Froelich mit Zarah Leander, Willy Birgel, Maria Koppenhöfer, Axel von Ambesser, 105 Min. Historisches Drama über die qualvollen Konflikte der schottischen Königin Maria Stuart mit ihrer Kontrahentin, der englischen Königin Elisabeth I.

18:15 Das Flötenkonzert von Sanssouci D 1930, R: Gustav Ucicky mit Otto Gebühr, Renate Müller, Hans Rehmann, Raoul Aslan, 35mm, 88 Min. 48 Stunden im Jahr 1756: Während Österreich, Russland und Frankreich dem preußischen König Friedrich II den Krieg erklären, hält dieser die Gattin seines Majors von einem Seitensprung ab. Friedericus-Film, der eine militärisch bedeutsame Episode aus dem Leben Friedrichs des Großen geschckt mit einer privaten Geschichte und komödiantischen Elementen verknüpfte.

20:00 Asphalt D 1929, R: Joe May mit Gustav Fröhlich, Betty Amann, Albert Steinrück, Else Heller, Hans Adalbert Schlettow, 94 Min. Großstadtdrama um einen jungen Polizisten, der von einer Diebin, die er verhaften soll, verführt wird und darüber seinen Beruf vergisst. Nachdem er mit dem Freund von „Diamantenelse“ aneinandergeraten ist, steht er plötzlich unter Mordverdacht. Die Eröffnungsszene auf dem verkehrsdurchfluteten Potsdamer Platz wurde mit großem Aufwand in einer Zeppelinhalle des Flughafens Staaken gedreht.

   
 

So, 1. Oktober 2017

  15:00 Ein blonder Traum D 1932, R: Paul Martin mit Lilian Harvey, Willy Fritsch, Willi Forst, Trude Hesterberg, 35mm, 87 Min. Zwei befreundete Fensterputzer nehmen eine mittellose Blondine in ihr aus zwei Eisenbahnwaggons bestehendes Quartier auf und buhlen um sie. Diese jedoch träumt von einer Karriere in Hollywood… Die Filmoperette entstand auf dem Höhepunkt der Weltwirtschaftskrise und glänzt durch Optimismus und Sangesfreude, u.a. mit Werner Richard Heymanns "Irgendwo auf der Welt", "Wir zahlen keine Miete mehr" und "Alles verstehen heißt alles verzeih'n".

16:00 Hallo, Janine! D 1939, R: Carl Boese mit Marika Rökk, Johannes (Johan) Heesters, Rudi Godden, Mady Rahl, Else Elster, 87 Min. Revuefilm um ein Chorus- Girl, das von einem Musikverleger die Chance erhält, groß rauszukommen. Der Star des Theaters versucht dies zu hintertreiben. Rökk, Heesters und Rudi Godden singen Peter Kreuders Gassenhauer "Ich brauche keine Millionen".

17:30 Metropolis D 1926, R: Fritz Lang mit Alfred Abel, Rudolf Klein-Rogge, Brigitte Helm, Gustav Froelich, Heinrich George, Fritz Rasp, Theodor Loos, 150 Min.  LIVE AN DER KINOORGEL ANNA VAVILKINA

Fritz Langs monumentale Vision einer Großstadt der Zukunft, deren Wohlstand auf der Ausbeutung von Arbeitersklaven basiert. Eine tief gespaltene Welt - Sprengstoff für Gewalt und Zerstörung der eigenen Lebensgrundlagen. Die Mischung aus Sci-Fi, religiösen Motiven und Sozialromantik, mit gigantischem Aufwand in Szene gesetzt, floppte nach seiner Premiere und ruinierte beinah die Ufa. Heute gilt „Metropolis“ als Meisterwerk der Filmgeschichte, das in Zeiten von Globalisierung und sozialen Spaltungstendenzen wieder ungeahnt aktuell wirkt.

 

18:00 DIE MÖRDER SIND UNTER UNS D1946, R: Wolfgang Staudte mit Hildegard Knef, E.W. Borchert, Arno Paulsen, 85 Min

20:30 Einbrecher D 1930, R: Hanns Schwarz mit Lilian Harvey, Willy Fritsch, Ralph Arthur Roberts, Heinz Rühmann, 93 Min. Musikkomödie um die frustrierte Ehefrau eines Pariser Puppenfabrikanten, der über seinem Beruf seine Frau vernachlässigt. Als sie sich einem Freizeit-Casanova hingeben will, werden sie von von einem attraktiven Einbrecher gestört, der sich als Schriftsteller entpuppt und schlagartig das Interesse der Frau weckt.

   
 

Mo, 2. Oktober 2017

  17:30 Urlaub auf Ehrenwort D 1937/38, R: Karl Ritter mit Ralf Moebius, René Deltgen, Berta Drews, Carl Raddatz, Fritz Kampers, 86 Min. Vier Soldaten aus unterschiedlichen Milieus widerstehen gegen Ende des Ersten Weltkriegs der Versuchung, ihren Heimaturlaub in Berlin zur Desertation zu nutzen.
   
 

Di, 3. Oktober 2017

  17:30 Sieben Ohrfeigen D 1937, R: Paul Martin mit Lilian Harvey, Willy Fritsch, Alfred Abel, 35mm, 97 Min. Für jedes einzelne seiner durch Spekulation verlorenen sieben britischen Pfund verspricht ein Kleinanleger dem seiner Meinung nach für den Kursverfall verantwortlichen Unternehmer eine tägliche Ohrfeige. Dieser trifft Sicherheitsvorkehrungen, die bei gleichzeitiger Eroberung von dessen Tochter jedoch umgangen werden. Fulminante Screwball Comedy mit dem Traumpaar des deutschen Films Lilian Harvey und Willy Fritsch in der Nachfolge von "Glückskinder".
   
 

Mi, 4. Oktober 2017

  17:30 Opfergang D 1944, R: Veit Harlan mit Kristina Söderbaum, Carl Raddatz, Irene von Meyendorf, Franz Schafheitlin, 97 Min. Bildgewaltiges Melodram um eine Liebe zu Dritt angesiedelt im gefplegten Milieu Hamburger Großbürgertums. Von einer Weltreise zurückgekehrt, heiratet der Senatoren-Sohn Albrecht Froeben seine Jugendliebe Octavia und verliebt sich gleichzeitig in die sinnlich-vitale Aels, die an einer unheilbaren Krankheit leidet. Dann erkrankt auch Albrecht… Entstanden am Wendepunkt des Krieges in schönstem Agfacolor, verströmt der Film eine morbide Melancholie, die die Stimmung der Zeit traf.

20:00 Unter den Brücken D 1946, R: Helmut Käutner mit Hannelore Schroth, Carl Raddatz, Gustav Knuth, Hildegard Knef, 100 Min. Alltagsromanze zweier Binnenschiffer, die sich in dieselbe Frau verlieben. Helmut Käutners Meisterwerk des poetischen Realismus entstand wenige Monate vor Kriegsende in und um Berlin und enthält interessante Aufnahmen kurz vor der großflächigen Zerstörung.

   
   
  Pressekontakt:
  Barbara Löblein, 030/278 919 19, loeblein@babylonberlin.de
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