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Programm akt. Woche

  Kino Eintrittspreis:      
  Mo - So 9,00 Euro Kino 1                
  Mo - So 7,00 Euro Kino 2/3  
  Jeden Tag 4,00 Euro für Freundeskreis-Mitglieder  more
Ab 130 Minuten Filmlänge plus Euro -,50
  Ab 150 Minuten Filmlänge plus Euro 1,-
  Kinderfilm 4,- Euro für Kinder bis 14 Jahre Gruppen ab 10 Kinder 2,50 Euro
  Bei Sonderveranstaltungen gesonderte Preise (laut Aushang)
  Kino Karten/Kasse/Informationen: Fon: +49 - (0)30 - 24 25 969 (ab 17.00 Uhr)
 
 
   
 

So, 19.11.2017  18:00

 

„Bilder finden“

 

100 Kinos weltweit erinnern an Bruno Schulz – 75. Jahrestag seiner Ermordung

 

Erinnerungen auf der ganzen Welt verbinden

  D 2002, R: Benjamin Geissler, 106 Min, OmU

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Am Sonntag, 19. November 2017, anlässlich des 75. Jahrestages der Ermordung von Bruno Schulz und 15 Jahre nach der Welturaufführung von „Bilder finden“ im Center for Jewish History in New York City, ist das Babylon eines von vielen Kinos weltweit, das den Dokumentarfilm „Bilder finden“ zeigt, um an Bruno Schulz, den weltbekannten „Künstler-Künstler“ zu erinnern, der den Schrecken der deutschen Besatzung 1941/42 in der galizischen Stadt Drohobycz erlebt und nicht überlebt hat.

Bruno Schulz, der weltweit hochgeachtete polnisch-jüdische Schriftsteller (in 39 Sprachen übersetzt) und Maler hat unter dem Schrecken der deutschen Besatzung 1941/42 in der galizischen Stadt Drohobycz, um sein Leben zu retten, in der von dem Wiener SS-Führer Felix Landau okkupierten Villa Wandfresken für dessen Kinder gemalt. Am 19. November 1942 ist Bruno Schulz von der SS erschossen worden. Diese Wandbilder sind nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs trotz intensiver Suche nicht wieder gefunden worden.

Am 9. Februar 2001, hat das Filmteam des Dokumentarfilmers Benjamin Geissler die lange verschollenen geglaubten Bilder wiederentdeckt. Im Mai 2001 wurden Fragmente dieser Wandmalereien von Mitarbeitern der Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem in einer geheimen Aktion aus den Wänden der Villa herausgetrennt und illegal nach Israel ausgeführt. Das Vorgehen Yad Vashem’s führte zu einer weltweiten Kontroverse.

„Bilder finden” dokumentiert filmisch minutiös, die Suche, das Finden und das Verschwinden der Wandmalereien des Bruno Schulz. Dabei erzählt der Film auch die Geschichte einer der umstrittensten Museumsakquisitionen der letzten Jahre. Yad Vashem beansprucht das moralische Recht die Arbeiten zu „sichern”. Ukrainische und polnische Offizielle sprechen von einem Verbrechen. Aber was sagen jüdische Menschen aus Drohobycz in der Ukraine und in Israel dazu...

„Bilder finden” gibt dem Zuschauer die Möglichkeit, einem genau durchkomponierten Mosaik aus veröffentlichten und unveröffentlichten Zeugnissen über Bruno Schulz und seine letzten Tage zu folgen. Dabei ist ein Film entstanden, der auf poetisch eindringliche Weise zeigt, wie bewegend und schmerzhaft präsent auch heute noch der Holocaust nachwirkt.

2017 ist der 125. Geburtstag und der 75. Todestag von Bruno Schulz (1892 – 1942).

Bruno Schulz wurde 1892 in Drohobycz, einer kleinen Stadt in der österreich-ungarischen Provinz Galizien, geboren. Er dachte und schrieb in Polnisch und lehnte alle Angebote, Drohobycz zu verlassen ab, weil er spürte, das er an einem anderen Ort nicht kreativ sein konnte. Gelegen an den nordöstlichen Ausläufern der Karpaten im Ost-Galizischen Erdölgebiet, war Drohobycz eines der wichtigsten Zentren der jüdischen Kultur in Osteuropa vor dem Zweiten Weltkrieg - sowohl ökonomisch als auch kulturell geprägt von starken Gegensätzen.

Während der deutschen Besatzung wurden die meisten Juden in dem Vernichtungslager Bełżec und im Wald von Bronica ermordet. „Bilder finden” stellt uns Überlebende des Holocaust vor, die Schulz persönlich kannten und verbindet die heutige Welt mit den poetischen und furchtbaren Visionen im Werk von Bruno Schulz.