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Programm akt. Woche

  Kino Eintrittspreis:      
  Mo - So 9,00 Euro Kino 1                
  Mo - So 7,00 Euro Kino 2/3  
  Jeden Tag 4,00 Euro für Freundeskreis-Mitglieder  more
  Ab 130 Minuten Filmlänge plus Euro -,50
  Ab 150 Minuten Filmlänge plus Euro 1,-
  Kinderfilm 4,- Euro für Kinder bis 14 Jahre Gruppen ab 10 Kinder 2,50 Euro
  Bei Sonderveranstaltungen gesonderte Preise (laut Aushang)
 
 
 
 

CinemAperitivo jeden Sonntag in italiano

 
 

JEDEN SONNTAG ITALIENISCH ESSEN & FILM JEWEILS 16 Uhr

 

OGNI DOMENICA ALLE 16:00 APERITIVO E FILM IN ITALIANO CON SOTTOTITOLI

 

IN TEDESCO O INGLESE

  Programm
  Eine der intensiveren täglich genießbaren Freude besteht im feinen Genuss vor dem Mittag- oder Abendessen einige Minuten zu zögern und mit einem leichten Getränk und kleinen Delikatessen zu verhindern, dass das Leergefühl im Magen Hunger wird. Obwohl die schon für das Abendessen vorbereitete Gaumen und Magen keine gesuchte Befriedigung finden, sind sie so aufnahmefähig worden, dass sie alles intensiver als normal genießen können.
Diese ist die Seele des Aperitifs, das sich seit Jahrzehnten in den italienischen Kneipen und Plätzen täglich wiederholende Ritual, bei dem Tausenden von Leuten sich treffen, um sich für eine Stunde vor einigen Delikatessen und einem Glass Spritz (das typische Getränk mit Weißwein, Campari oder Aperol, Selterswasser und Eis) miteinander zu unterhalten. Man kann Spuren dieses Brauches mit verschiedenen Varianten schon am Ende 1800 finden, es ist aber erst mit den 20ern, dass der Aperitif definitiv in die italienische Geschichte als Alltagsphänomen eingetreten ist.

Das Babylon in Zusammenarbeit mit dem  stellt CinemAperitivo: vi raccontiamo l’Italia vor, eine italienische Filmreihe, die jeden Sonntag ab 16.00 Uhr stattfinden wird. Das Publikum wird nach jeder Vorführung zu einem typischen italienischen Aperitif eingeladen.

Uno dei piaceri piú intensi che si possano provare nel corso di una giornata qualunque é quello estremamente sottile di indugiare qualche minuto prima di recarsi a cena e impedire che il languore si tramuti in fame, sorseggiando una bevanda fresca e leggera e assaporando piccole prelibatezze. Il palato e lo stomaco, giá predisposti per la cena, non trovano l´appagamento che attendevano, ma sono cosí ricettivi da gustare in modo piú intenso del normale ció che viene loro somministrato.

E´ questa l´anima dell´aperitivo, un rito che si ripete quotidianamente da decenni nei locali e nelle piazze Italienische, dove migliaia di persone si incontrano per trascorrere assieme un´ora raccontandosi le vicende e le impressioni di giornata davanti a qualche tartina e ad uno Spritz (la tipica bevanda dell´aperitivo a base di vino bianco, campari o aperol, selz e ghiaccio). È una consuetudine di cui, nelle sue diverse varianti, si ha notizia giá a partire dall´800, e che é definitivamente entrata a far parte della storia del costume Italiano dagli anni 20.

Il cinema Babylon in collaborazione con l´Istituto italiano di Cultura presenta "Cinemaperitivo: vi raccontiamo l´Italia" una rassegna di proiezioni seguite da aperitivo all´interno del cinema. Minimo comun denominatore della rassegna é la storia: quella dell´Italia passata e presente narrata attraverso i film classici e le nuove produzioni, e quella delle impressioni e delle vicende personali degli spettatori che dopo le proiezioni saranno stimolati a raccontarsi e scambiarsi mangiando le tartine e sorseggiando lo Spritz compresi nel prezzo del biglietto.

L´alternanza di proiezioni di film vecchi e nuovi consente di leggere la storia d´Italia senza scordare le tendenze attuali e gettando uno sguardo verso il futuro. Grazie alla collaborazione dell´Istituto per il commercio estero verranno infatti presentati al pubblico, ed eventualmente agli addetti del settore distributivo interessati, anche alcuni titoli non ancora distribuiti in Germania, che potrebbero cosí trovare qui al di fuori dei grandi festival una nuova possibilitá di farsi conoscere e di trovare mercato.

 
  Programm
  CinemAperitivo wird kuratiert von Mara Martinoli und Andrea D'Addio
  Eintritt 9,- Euro (6,- Euro für den Film und 3,- Euro für den Aperitivo)
  After each screening: Aperitivo + Debate with the audience as usual.
Ticket: 9 euros
 
 

So, 21.1.2018 16:00

 

La ragazza del mondo/Die Welt der anderen

  Regie: Marco Danieli
Drehbuch: Marco Danieli, Antonio Manca
Kamera: Emanuele Pasquet
Schnitt: Alessio Franco, Davide Vizzini
Ausstattung: Laura Inglese
Musik: Umberto Smerilli
Produktion: CSC Production, Rai Cinema
Darsteller: Sara Serraiocco (Giulia), Michele Riondino (Libero), Marco Leonardi (Celestino, Giulias Vater), Stefania Montorsi (Costanza, Giulias Mutter), Lucia Mascino, Pippo Delbono, Martina Verroni

Italien 2016
104 Minuten, OmU

Cinema!Italia! Cinema!Italia!

Giulia und ihre Familie leben nach den strengen Regeln und Glaubenssätzen der Zeugen Jehovas. Mit ihrer Mutter Costanza zieht sie von Haus zu Haus, um neue Mitglieder anzuwerben. So lernt sie den rauen, aber attraktiven Libero kennen, der gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde. Er findet bei Giulias Vater Celestino Arbeit in dessen Werkstatt. Giulia verliebt sich auf der Stelle in Libero und lernt durch ihn eine völlig andere Welt kennen. Doch die Liebe zu einem Mann, der nicht der Sekte angehört, ist verboten. Giulia ahnt, dass ihre Entscheidung schwerwiegende Konsequenzen haben wird.

Marco Danielis mitreißender Debutfilm wirft mit intensiven Bildern einen Blick in die verschlossene Welt der Zeugen Jehovas, die nicht nur im Kino fast unbekannt ist. Im Mittelpunkt steht eine junge Frau, die entdeckt, dass sie ein anderes Leben haben könnte: ein Leben, das sie sich selbst aussucht. Herausragend die beiden jungen Schauspieler Sara Sarraiocco und Michele Riondino, die beim Festival von Venedig mit dem Pasinetti-Preis als beste Darsteller ausgezeichnet wurden.

Cinema!Italia! Cinema!Italia!

Die Themen der Identität, der Persönlichkeitsentstehung und der Beziehung von Individuum und Gruppe haben mich immer schon interessiert. Obwohl es in dem Film um eine komplexe und leidenschaftliche Beziehung geht, halte ich ihn nicht für einen Liebesfilm, sondern für eine Geschichte über das Erwachsenwerden. Ihre Gefühle für Libero, einen Jungen mit einer schwierigen Vergangenheit, veranlassen Giulia dazu, ihre eigene Identität zu suchen, aber sie sind dabei nicht das Ziel ihres Wegs, sondern nur der Katalysator der Veränderung. Giulias Emanzipation vollzieht sich in dem Moment, in dem sie lernt, auf ihre eigene Stärke zu zählen. In diesem Film geht es um ein junges Mädchen, das sich zur Frau entwickelt.
Marco Danieli

La ragazza del mondo, das Erstlingswerk von Marco Danieli, ist ein starker Film, mit einer sicheren Regie und einer schönen schauspielerischen Leistung. Allen voran die Hauptdarstellerin Sara Sarraiocco, aber auch die anderen Darsteller stellen ihr Talent unter Beweis. Angesichts des schwierigen Themas, in dem sich familiäre Dynamiken mit einem religiösen Glauben und der Zugehörigkeit zu der dominanten Welt der Zeugen Jehovas verflechten, war das nicht selbstverständlich. Es gelingt dem Regisseur, der zusammen mit Antonio Manca auch der Drehbuchautor ist, die Unruhe seiner Protagonistin feinfühlig zum Ausdruck zu bringen. Ohne ihre Emotionen einzusperren, gibt er den Veränderungen Raum, die Giulia nach und nach zu der Erkenntnis ihres Wunsches führen, ein eigenes und unabhängiges Leben zu führen und die Nabelschnur zu durchtrennen, an der sie bis zu diesem Zeitpunkt hing. Um endlich in die Welt hinauszutreten.
Cristina Piccino, Il Manifesto

Cinema!Italia!

Marco Danieli (1976, Tivoli) tritt früh in Kontakt mit dem Theater, als er sich der experimentellen Gruppe „Zona Franca“ anschließt. 2007 macht er seinen Abschluss am „Centro Sperimentale di Cinematografia“ in Rom. Er ist Regisseur zahlreicher Dokumentar- und Kurzfilme, darunter Il migliore dei mondi possibili, über die Situation in den italienischen Gefängnissen, Il silenzio di Corviale, Ultima spiaggia, Le gemelle Wrestler und Nessuna rete. Ferner arbeitete er für den Fernsehkanal QChannel. 2016 realisierte er mit La ragazza del mondo seinen ersten abendfüllenden Spielfilm.
 
 

So, 28.1.2018 16:00

 

LA TENEREZZA/Die Zärtlichkeit

  Regie: Gianni Amelio
Drehbuch: Gianni Amelio, Alberto Taraglio, nach einem Roman von Lorenzo Marone
Kamera: Luca Bigazzi
Schnitt: Simona Paggi
Ausstattung: Giancarlo Basili
Musik: Franco Piersanti
Produktion: Pepito Produzioni
Darsteller: Renato Carpentieri (Lorenzo), Elio Germano (Fabio), Giovanna Mezzogiorno (Elena), Micaela Ramazzotti (Michela), Greta Scacchi (Aurora), Arturo Muselli (Saverio), Giuseppe Zeno (Giulio)

Italien 2017
103 Minuten, OmU

Cinema!Italia! Cinema!Italia!

Lorenzo ist Rechtsanwalt im Ruhestand und lebt als Witwer allein in einer schönen Wohnung im Zentrum Neapels. Er versprüht stets schlechte Laune und hat sich einen emotionalen Schutzpanzer zugelegt, sicherheitshalber. Dasselbe haben seine erwachsenen Kinder getan, mit denen er möglichst wenig zu tun haben will. Als nebenan neue Nachbarn einziehen, funktioniert das mit dem Panzer nicht mehr so ganz. Lorenzo ist zu seinem eigenen Erstaunen gern bei Michela, der jungen Frau, er redet mit Fabio, ihrem Ehemann, und spielt mit den Kindern. In dieser augenscheinlich glücklichen Familie erkennt er, wie seine eigene Familie hätte sein können, aber niemals war. Doch ein schreckliches Ereignis scheint alles unwiederbringlich zu zerstören…

Zwei Familien, die auf schicksalhafte Weise miteinander verbunden werden, und ein verbitterter alter Mann, der sich langsam wieder öffnet und das Gefühl der Zärtlichkeit wiederfindet. Auch über die Katastrophe hinaus. Gianni Amelio, einer der großen Altmeister des italienischen Kinos, konnte für seinen bewegenden neuen Film mit Elio Germano, Giovanna Mezzogiorno, Micaela Ramazzotti, Greta Scacchi und Renato Carpentieri ein herausragendes Schauspielerensemble gewinnen.

Cinema!Italia! Cinema!Italia!

Was ist Zärtlichkeit? Zum Beispiel die Fähigkeit, sich an der Hand zu halten, ohne einen besonderen Grund dafür zu brauchen. Heutzutage wird es immer schwerer, miteinander in Kontakt zu treten, obwohl jeder von uns eine Geste der Zärtlichkeit braucht, die uns sagt: „Ich bin bei dir.“ Diese Zärtlichkeit, die uns hilft, wenn wir im Dunkeln tappen. Wenn man über 70 Jahre alt ist, so wie ich, fühlt man sich gegenüber den Menschen, die einem am nächsten stehen, häufig unsicher. Lorenzo kann sich besser seiner Nachbarin öffnen, die keine Fragen stellt. In ihr findet er seine Tochter wieder, die in Wirklichkeit allerdings einen ganz anderen Charakter hat.
Gianni Amelio

Die Angst, nicht geliebt zu werden, aber vor allem auch, nicht lieben zu können. Die Kraft und die Zerbrechlichkeit von Gefühlen, die häufig irrational, grausam oder geheimnisvoll sind und die uns in Konflikte mit anderen und mit uns selbst stürzen. Dies sind die Themen, um die sich der Film La tenerezza von Gianni Amelio dreht. Es ist eine persönlich gefärbte Aufarbeitung des zugrundegelegten Romans La tentazione di essere felici von Lorenzo Marone, in welcher der Regisseur die Beziehung zwischen Vätern und ihren Kindern reflektiert. Wie auch in seinen anderen Filmen geht es um den schwierigen Dialog der Generationen.
Alessandra De Luca, Avvenire

Der Film handelt von der Angst, die eigenen Gefühle zum Ausdruck zu bringen, von der Unfähigkeit, die richtigen Worte zu finden. Natürlich kann es für einen Erwachsenen zur Neurose werden, wenn er sich darauf versteift, emotional ein bockiges Kind bleiben zu wollen: aus diesem Grund lauern in dieser Geschichte auch der Schmerz und der Tod. Und aus diesem Grund muss Lorenzo die Hölle durchqueren, um sein Paradies wiederzufinden. Oder besser noch, um eben die Erfahrung der Zärtlichkeit machen zu können.
Alberto Crespi, L'Unità

Gianni Amelio (1945, San Pietro Magisano). Nach dem Philosophiestudium arbeitet er zunächst als Regieassistent im Kino der 60er Jahre. Sein Regiedebüt gibt er 1970 mit dem TV-Film La fine del gioco. Nach La città del sole (1973) und La morte al lavoro (1978) etabliert er sich mit Colpire al cuore (1982), I ragazzi di Via Panisperna (1988), Porte aperte (1989), Ladri di bambini (1992), Lamerica (1994) und Così ridevano (1998) als einer der bedeutendsten italienischen Regisseure. Es folgen Le chiavi di casa (2004), La stella che non c’è (2006), Il primo uomo (2011), L’intrepido (2013) und La tenerezza (2017).