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Programm akt. Woche

  Kino Eintrittspreis:      
  Mo - So 9,00 Euro Kino 1  
  Mo - So 7,00 Euro Kino 2/3  
  Jeden Tag 4,00 Euro für Freundeskreis-Mitglieder
  Ab 130 Minuten Filmlänge plus Euro -,50
  Ab 150 Minuten Filmlänge plus Euro 1,-
  Bei Sonderveranstaltungen gesonderte Preise (laut Aushang)
  Kino Karten/Kasse/Informationen: Fon: +49 - (0)30 - 24 25 969 (ab 17.00 Uhr)
 
 
   
 

Fr, 07.04. 20:00

 

Premiere „Francos Erbe - Spaniens geraubte Kinder“

 

In Anwesenheit der Regisseurin mit anschließendem Q&A

 

Wdh. Sa 08.04., So 09.04., Mo 10.04 und Di 11.04. jeweils 18 Uhr

  D 2016, R: Inga Bremer mit Alicia Rueda Jiménez, Clara Alfonsa Reinoso Cervilla, Enrique J. Vila Torres, 70 Min, OmU

Eintritt 9.- Euro.  TICKETS-ONLINE     Keine Reservierung möglich.

Ein Dokumentarfilm über den Kampf gegen einen übermächtigen Staat und die Suche nach Identität.

Alfonsa (43) und Alicia (42) sehen sich vor die Aufgabe ihres Lebens gestellt: Sie sind Betroffene in einem der größten Babyhandelsskandale der neueren europäischen Geschichte.

Während Francos’ Diktatur in Spanien wurden die Kinder der politischen Gegner zwangsadoptiert. Daraus entwickelte sich schnell ein Kinderhandelsring. Die Säuglinge wurden ihren Eltern direkt nach der Geburt weggenommen, für tot erklärt und an zahlungswillige, kinderlose Paare verkauft. Ärzte, Nonnen, Priester, Sozialämter und Notare waren die Drahtzieher. Durch die Verstrickungen von einflussreichen Personen aus Politik, Kirche und Gesellschaft in den Menschenhandel, scheint eine Entschädigung der Opfer bislang unmöglich.

Enrique Vila Torres (51) ist praktizierender Anwalt und wurde als Baby selber adoptiert. Der Kampf um Gerechtigkeit und für die Entschädigung der Opfer ist zu seiner Lebensaufgabe geworden. Zu seinen Klientinnen zählt Alfonsa, die seit über zwei Jahren für ihr Recht kämpft.

Als Alfonsa mit 14 Jahren schwanger wird, übernimmt das Jugendamt die Fürsorge. Doch ihr Kind wird tot geboren und die junge Mutter beginnt ein neues Leben. Über 27 Jahre später taucht ihre Tochter plötzlich auf. Alfonsas Welt bricht in Trümmer.

Noch auf der Suche nach ihren Wurzeln ist Alicia. Als der Adoptivvater stirbt, tauchen plötzlich Papiere auf, die viele Fragen aufwerfen und auf eine illegale Adoption hinweisen.

Wie verändert sich ein Leben, wenn nichts mehr so ist, wie es scheint, wenn einem die eigene Geschichte, die Identität genommen wird? Was passiert, wenn man gegen die Übermacht des Staates und der katholischen Kirche für sein Recht kämpfen muss? Ein unvorstellbares Szenario, in dem sich viele tausend Spanier in den letzten Jahren wiederfinden. Die Kinder, heute alle erwachsen, nennt man „Niños Robados“ – "Geraubte Kinder".