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Programm akt. Woche

  Kino Eintrittspreis:      
  Mo - So 9,00 Euro Kino 1  
  Mo - So 7,00 Euro Kino 2/3  
  Jeden Tag 4,00 Euro für Freundeskreis-Mitglieder
  Ab 130 Minuten Filmlänge plus Euro -,50
  Ab 150 Minuten Filmlänge plus Euro 1,-
  Bei Sonderveranstaltungen gesonderte Preise (laut Aushang)
  Kino Karten/Kasse/Informationen: Fon: +49 - (0)30 - 24 25 969 (ab 17.00 Uhr)
 
 
   
 

17.2. bis 13.3.2017

 

Lola Longlist 2017 und die besten deutschen Filme

 

33 FILME DER VORAUSWAHL IM BABYLON

  Programm          Filmliste                   Beschreibungen (alphabetisch)
  Die Deutsche Filmakademie hat die besten deutschen Filmen aus dem letzten Jahr ausgewählt: Bis zum 13. März rollt das BABYLON den roten Teppich aus für 33 Filme der Lola Longlist Vorauswahl, eine Leistungsschau des deutschen Kinos. Das sind 22 Spiel-, fünf Dokumentar- und sechs Kinderfilme.

Dies ist die Gelegenheit vor den Nominierungen zum deutschen Filmpreis am 16. März 2017 sich selbst noch einmal ein Bild zu machen. Mitglieder der Deutschen Filmakademie haben freien Eintritt.

Am 24.02. um 20.45 Uhr ist die Regisseurin Anca Miruna Lăzărescu mit ihrem FilmDie Reise mit Vaterund der Hauptdarstellerin Susanne Bormann zum Gespräch zu Gast.

Insbesondere ein deutscher Film hat seit Cannes 2016 internationale Erfolge gefeiert: „Toni Erdmann“ ist für den Oscar nominiert, am 28. Februar kann sich die Regisseurin Maren Ade mit ihrem Team Hoffnung auf den Auslands-Oscar machen. Besucherstärkster, deutscher Film mit 3,1 Millionen Besuchern war „Willkommen bei den Hartmanns“ von Simon Verhoeven mit Senta Berger und Heiner Lauterbach.
 

FILMLISTE

24 Wochen
D 2016, R: Anne Zohra Berrached mit Julia Jentsch, Bjarne Mädel, Emilia Pieske, Johanna Gasdorf, 103 Min.
Auf Augenhöhe
D 2016, R: Evi Goldbrunner, Christian Becker mit Luis Vorbach, Jordan Prentice, Anica Dobra, Mira Bartuschek, 99 min.
Auf Einmal
D/NL /F 2016, R.: Aslı Özge, mit Sebastian Hülk, Julia Jentsch und Hanns Zischler, 112 Min.
Austerlitz
D 2016, R: Sergei Loznitsa, 94 min.
Bibi & Tina - Tohuwabohu Total
D 2017, R: Detlev Buck mit Lina Larissa Strahl, Lisa-Marie Koroll, Louis Held, Michael Maertens, 110 min.
Cahier Africain
D 2016, R: Heidi Specogna, 118 min.
Das kalte Herz
D 2016, R: Johannes Naber mit Frederick Lau, Henriette Confurius, Moritz Bleibtreu, Milan Peschel, 119min.
Der geilste Tag
D 2015, R.: Florian David Fitz, Matthias Schweighöfer, Florian David Fitz, Alexandra Maria Lara, Andreja Schneider, Tatja Seibt, 110 Min.
Die Blumen von Gestern
D 2016; R: Chris Kraus mit Lars Eidinger, Adèle Haenel, Jan Josef Liefers, Hannah Herzsprung, 125 min.
Die letzte Sau
D 2016, R: Aron Lehmann mit Rosalie Thomass, Christoph Maria Herbst, Golo Euler, Arnd Schimkat, Thorsten Merten, Daniel Zillmann, Herbert Knaup, Länge: 86 Minuten
Die Mitte der Welt
D 2016, R: Jakob M. Erwa mit Louis Hofmann, Sabine Timoteo, Jannik Schümann, Ada Philine Stappenbeck, 115 min.
Die Reise mit Vater
D 2016, R: Anca M. Lazarescu mit Alex Margineanu, Razvan Enciu, Ovidiu Schumacher, Susanne Bormann, 111 min.
Die Welt der Wunderlichs
D 2016, R: Dani Levy mit Katharina Schüttler, Peter Simonischeck, Christiane Paul, 100 min.
Gleissendes Glück
D 2016, R: Sven Taddicken mit Martina Gedeck, Ulrich Tukur, Johannes Krisch, Hans-Michael Rehberg, 101 min.
God of Happiness
D 2015, R.: Dito Tsintsadze, Nadeshda Brennicke, Lasha Bakradze, Ufuk Bozkurt, Tina Meliava, Elie James Blezes, 90 Min.
Happy Hour
D/Irl 2015, R: Franz Müller mit Simon Licht, Alexander Hörbe, Mehdi Nebbou, Susan Swanton, Daniela Lebang, 95 Minuten
Kundschafter des Friedens
D 2016, R: Robert Thalheim mit Henry Hübchen, Michael Gwisdek, Antje Traue, Thomas Thieme, Winfried Glatzeder, 90 min.
Marie Curie
F, PL, D 2016, R: Marie Noëlle mit Karolina Gruszka, Charles Berling, Arieh Worthalter, André Wilms, Malik Zidi, Samuel Finzi, 95 Min
Morris aus Amerika
D 2016, R: Chad Hartigan mit Markees Christmas, Craig Robinson, Carla Juri, Jakub Gierszal, 91 min.
Mullewapp - Eine schöne Schweinerei
D, Lux 2016, R: Theresa Strozyk, Animation, mit den Stimmen von Christian Ulmen, Axel Prahl, Michael Kessler, Ralf Schmitz, Carolin Kebekus, 79 Min.
Nebel im August
D 2016, R: Kai Wessel mit Ivo Pietzcker, Sebastian Koch, Fritzi Haberlandt, Henriette Confurius, David Bennent, Karl Markovics; 120 Minuten
No Land`s Song
Iran/Fr/D 2014, R: Ayat Najafi, 91 min.
Paula
D/Fr 2016, R: Christian Schwochow mit Carla Juri, Albrecht Abraham Schuch, Roxane Duran, Joel Basman, 123 min.
Rico, Oskar und der Diebstahlstein
D 2016, R: Neele Leana Vollmar mit Anton Petzold, Juri Winkler, Karoline Herfurth, Ronald Zehrfeld, 94 min.
Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt
D, B 2016; R: Wolfgang Groos mit Arsseni Bultmann, Friedrich Mücke, Sam Riley, Alexandra Maria Lara, Jördis Triebel, Ralph Caspers, Melina Mardini, Bjarne Mädel, 105 Min.
Rudolf Thome - Überall Blumen
D 2016, R: Serpil Turhan mit Rudolf Thome, 84 min.
SMS für Dich
D 2016, R.: Karoline Herfurth mit Karoline Herfurth, Friedrich Mücke, Nora Tschirner, 107 Min.
Timm Thaler oder das verkaufte Lachen
D 207, R: Andreas Dresen mit , 102 min.
Toni Erdmann
D / Ö 2016, R.: Maren Ade mit Peter Simonischek, Sandra Hüller, Michael Wittenborn, Thomas Loibl, Trystan Pütter, Hadewych Minis, Lucy Russell, Ingrid Bisu, 162 Minuten
Tschick
D 2016, R: Fatih Akin, Verfilmung nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf mit Tristan Göbel, Anand Batbileg, Mercedes Müller, Anja Schneider, Uwe Bohm, Udo Samel, 93 Minuten
Wer ist Oda Jaune
D 2016, R: Kamilla Pfeffer, Dokumentarfilm, 75 Min.
Wild, Deutschland 2015, R: Nicolette Krebitz mit Lilith Stangenberg, Georg Friedrich, Sike Bodenbender, Saskia Rosendahl, Kotti Yun, Laurie Young, 97 Minuten
Willkommen bei den Hartmanns
D 2016, R: Simon Verhoeven mit Senta Berger, Heiner Lauterbach, Florian David Fitz,116 Min.

   
   
  Programm
 

Fr, 17. Februar 2017

  19:00
Lola Long List:
Toni Erdmann, D 2016, R: Maren Ade mit Sandra Hüller, Peter Simonischek, 162 min

21:15
Lola Long List:
Tschick, D 2016, R: Fatih Akin mit Tristan Göbel, Anand Batbileg, Mercedes Müller, Anja Schneider, Uwe Bohm, Udo Samel, 93 min
   
 

Sa, 18. Februar 2017

  15:30
Lola Long List:
Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt, D, B 2016; R: Wolfgang Groos mit Arsseni Bultmann, Friedrich Mücke, Sam Riley, Alexandra Maria Lara, Jördis Triebel,105 min

20:00
Lola Long List:  
24 Wochen, D 2016, R: Anne Zohra Berrached mit Julia Jentsch, Bjarne Mädel, Emilia Pieske, 103 min
   
 

So, 19. Februar 2017

  15:00
Lola Long List:
Mullewapp - Eine schöne Schweinerei, D, Lux 2016, R: Theresa Strozyk, mit den Stimmen von Christian Ulmen, Axel Prahl, Michael Kessler, 79 Min.

19:00
Lola Long List:
Wild, D 2015, R: Nicolette Krebitz mit Lilith Stangenberg, Georg Friedrich, Sike Bodenbender, 97 min

19:15
Lola Long List:
Marie Curie, F, PL, D 2016, R: Marie Noëlle mit Karolina Gruszka, Charles Berling, Arieh Worthalter, 95 min
   
 

Mo, 20. Februar 2017

  20:00
Lola Long List:
Willkommen bei den Hartmanns, D 2016, R: Simon Verhoeven mit Senta Berger, Heiner Lauterbach, Florian David Fitz 116 min

21:30
Lola Long List:
Wer ist Oda Jaune, D 2016, R: Kamilla Pfeffer, 75 min

22:15
Lola Long List:
Auf Einmal: D/NL /F 2016, R: Aslı Özge mit Sebastian Hülk, Julia Jentsch, Hanns Zischler, 112 min

   
 

Di, 21. Februar 2017

  18:15
Lola Long List:
God of Happiness, D 2015, R: Dito Tsintsadze, Nadeshda Brennicke, Lasha Bakradze, Ufuk Bozkurt, 90 min

20:00
Lola Long List:
Happy Hour, D/Irl 2015, R: Franz Müller mit Simon Licht, Alexander Hörbe, Mehdi Nebbou, 95 min

22:00
Lola Long List:
Der geilste Tag, D 2015, R: Florian David Fitz mit Matthias Schweighöfer, Florian David Fitz, Alexandra Maria Lara, 110 min
   
 

Mi, 22. Februar 2017

  17:45
Lola Long List:
SMS für Dich, D 2016, R: Karoline Herfurth mit Karoline Herfurth, Friedrich Mücke, Nora Tschirner, 107 min

22:00
Lola Long List:
Nebel im August, D 2016, R: Kai Wessel mit Ivo Pietzcker, Sebastian Koch, Fritzi Haberlandt, 120 min

22:15
Lola Long List:
Die Welt der Wunderlichs, D 2016, R: Dani Levy mit Katharina Schüttler, EWi Rodriguez, Martin Feifel, Christiane Paul, 103 min
   
 

Do, 23. Februar 2017

  17:15: Gleissendes Glück, D 2016, R: Sven Taddicken mit Martina Gedeck, Ulrich Tukur, Johannes Krisch, Hans-Michael Rehberg, 101 min

19:15: Toni Erdmann, D 2016, R: Maren Ade mit Sandra Hüller, Peter Simonischek, 162 min

22:15: Paula, D/Fr 2016, R: Christian Schwochow mit Carla Juri, Albrecht Abraham Schuch, Roxane Duran, Joel Basman, 123 Min
   
 

Fr, 24. Februar 2017

  19:30: Tschick, D 2016, R: Fatih Akin, mit Tristan Göbel, Anand Batbileg, Mercedes Müller, Anja Schneider, Uwe Bohm, Udo Samel, 93 Min

20:45: Die Reise mit Vater, D 2016, R: Anca M. Lazarescu mit Alex Margineanu, Razvan Enciu, Ovidiu Schumacher, 111 Min, Anschließend Gespräch mit der Regisseurin: Anca M. Lazarescu
   
 

Sa, 25. Februar 2017

  15:30: Das kalte Herz, D 2016, R: Johannes Naber mit Frederick Lau, Henriette Confurius, Moritz Bleibtreu, Milan Peschel, 119 Min

17:45: Cahier Africain, D 2016, R: Heidi Specogna, 118 Min

18:00: Austerlitz, D 2016, R: Sergei Loznitsa, 94 min.

22:15: No Land`s Song, Iran/Fr/D 2014, R: Ayat Najafi, 91 Min
   
 

So, 26. Februar 2017

  14:30: Auf Augenhöhe, D 2016, R: Evi Goldbrunner, Christian Becker mit Luis Vorbach, Jordan Prentice, Anica Dobra, Mira Bartuschek, 99 min

16:30: Toni Erdmann, D 2016, R: Maren Ade mit Sandra Hüller, Peter Simonischek, 162 min

19:45: Nebel im August, D 2016, R: Kai Wessel mit Ivo Pietzcker, Sebastian Koch, Fritzi Haberlandt, Henriette Confurius, David Bennent, Karl Markovics; 120 Min
   
 

Mo, 27. Februar 2017

  17:30: 24 Wochen, D 2016, R: Anne Zohra Berrached mit Julia Jentsch, Bjarne Mädel, Emilia Pieske, Johanna Gasdorf, 103 Min

19:30: Wild, D 2015, R: Nicolette Krebitz mit Lilith Stangenberg, Georg Friedrich, Sike Bodenbender, 97 Min

21:30: Die Mitte der Welt, D 2016, R: Jakob M. Erwa mit Louis Hofmann, Sabine Timoteo, Jannik Schümann, Ada Philine Stappenbeck, 115 min
   
 

Di, 28. Februar 2017

  19:00: Toni Erdmann, D 2016, R: Maren Ade mit Sandra Hüller, Peter Simonischek, 162 min

22:00: Paula, D/Fr 2016, R: Christian Schwochow mit Carla Juri, Albrecht Abraham Schuch, Roxane Duran, Joel Basman, 123 Min
   
 

Mi, 1. März 2017

  19:00: Toni Erdmann, D 2016, R: Maren Ade mit Sandra Hüller, Peter Simonischek, 162 min

20:00: Der geilste Tag, D 2015, R.: Florian David Fitz, Matthias Schweighöfer, Florian David Fitz, Alexandra Maria Lara, Andreja Schneider, Tatja Seibt, 110 Min

22:00: SMS für Dich, D 2016, R.: Karoline Herfurth mit Karoline Herfurth, Friedrich Mücke, Nora Tschirner, 107 Min

22:15: Die Welt der Wunderlichs, D 2016, R: Dani Levy mit Katharina Schüttler, EWi Rodriguez, Martin Feifel, Christiane Paul, 103 min
   
   
  Beschreibungen
  24 Wochen, D 2016, R: Anne Zohra Berrached mit Julia Jentsch, Bjarne Mädel, Emilia Pieske, Johanna Gasdorf, 103 Min.
Ein Film mit großer Strahlkraft und voll emotionaler Wucht: Die Geschichte von Astrid, die sich entscheiden muss, ob sie ein wahrscheinlich schwer behindertes Kind zur Welt bringen will, ist nicht nur herausragend gespielt, sondern in der Verbindung von Spielfilm, Improvisation und Dokumentation ein extrem intensives Werk, das viele Fragen stellt und nur einige beantworten kann. Julia Jentsch und Bjarne Mädel spielen als Paar überragend natürlich und authentisch, jeder für sich und beide gemeinsam. Sie werden unterstützt von einer überaus beweglichen Kamera und von einer Regie, die mehr beobachtet als dirigiert. Weder tränenselig noch schnulzig, geht der Film absolut unter die Haut und ans Herz.
   
   
  Auf Einmal, D/NL /F 2016, R.: Aslı Özge, mit Sebastian Hülk, Julia Jentsch, Hanns Zischler, 112 Min.

Ein teuflisch guter Film, der in perfide kleinen Schritten von Macht, Ohnmacht und Anpassung erzählt: Auf einmal ist alles anders, denn nur aufgrund des Verdachts, dass er vielleicht den Tod eines Menschen hätte verhindern können, wird der angepasste Banker Karsten aus der Gemeinschaft seiner idyllischen Heimatstadt verstoßen. Ob er seine Unschuld beweisen kann, ist ebenso unklar wie die Frage, ob er vielleicht doch Schuld auf sich geladen hat. Aslı Özge hat einen fein ziselierten, sehr sanften Psychothriller geschrieben und inszeniert, der in jeder Beziehung positiv überrascht. Mit scharfem Blick und tiefgründiger Spannung entlarvt sie die Scheinheiligkeit der deutschen Saubermanngesellschaft. Das ist spannende und anspruchsvolle Unterhaltung – mit einem wirklich coolen Schluss.
Der geilste Tag, D 2015, R.: Florian David Fitz, Matthias Schweighöfer, Florian David Fitz, Alexandra Maria Lara, Andreja Schneider, Tatja Seibt, 110 Min.

   
   
  Auf Augenhöhe, D 2016, R: Evi Goldbrunner, Christian Becker mit Luis Vorbach, Jordan Prentice, Anica Dobra, Mira Bartuschek, 99 min.

Der zehnjährige Michi lebt in einem Kinderheim. Eines Tages entdeckt er zufällig einen Brief seiner verstorbenen Mutter an einen gewissen Tom. Michi ist sich sicher: Dieser Unbekannte muss sein Vater sein! Voller Aufregung und Vorfreude macht er sich auf die Suche nach einem starken Mann, der ihn beschützt und ihm ein zu Hause gibt. Umso größer ist die Überraschung als er ihm endlich gegenüber steht: Tom ist kleinwüchsig! Sein Vater ist kleiner als er! So hat Michi ihn sich nicht vorgestellt. Tom ist genauso geschockt von seiner unverhofften Vaterschaft. Als sich die beiden schließlich doch auf Augenhöhe begegnen, bringt ein unerwartetes Ereignis noch einmal alles durcheinander...
   
   
  Austerlitz, D 2016, R: Sergei Loznitsa, 94 min.

Sergei Loznitsa beobachtet Besucher von KZ-Gedenkstätten. "Eines der größten Mysterien solcher Orte ist die Motivation der Menschen, ihre Sommerwochenenden in ehemaligen Konzentrationslagern zu verbringen und Öfen und Krematorien anzuschauen. Um es zu verstehen, habe ich diesen Film gemacht."
   
   
  Bibi & Tina - Tohuwabohu Total, D 2017, R: Detlev Buck mit Lina Larissa Strahl, Lisa-Marie Koroll, Louis Held, Michael Maertens, 110 min.

Das TOHUWABOHU ist perfekt: BIBI & TINA begegnen einem ruppigen Ausreißer, der sich als Mädchen entpuppt und von seiner Familie verfolgt wird. Das Familienoberhaupt ist weltfremd, engstirnig und stur, den kann man nicht überzeugen und selbst BIBI kommt mit Hexerei nicht weiter. Außerdem ist Schloss Falkenstein “under construction“ und der Graf völlig überfordert, während Alex ein Musik-Festival auf Falkenstein plant und sich seinem Vater widersetzt. Und als wäre das nicht genug, wird Tina schließlich auch noch entführt. Bei all dem Chaos wird am Ende eines ganz klar: Wirkliche Veränderungen entstehen durch gemeinsame Aktionen und Anstrengungen, nicht durch Hexerei.
   
   
  Cahier Africain, D 2016, R: Heidi Specogna, 118 min.

Am Anfang stand ein schmales Schulheft. Anstelle von Vokabeln füllten sich seine karierten Seiten mit den mutigen Zeugenaussagen von 300 zentralafrikanischen Frauen, Mädchen und Männern. Sie offenbaren, was ihnen im Oktober 2002 im Zuge kriegerischer Auseinandersetzungen von kongolesischen Söldnern angetan worden war. Das Heft ist ihr selbst gefertigtes Beweisstück, um die an ihnen verübten Vergewaltigungen zur Anklage zu bringen. cahier africain ist eine Langzeitbeobachtung und begleitet seine Protagonisten aus dem Dorf PK 12 seit 2008:Amzine, eine junge muslimische Frau, hat als Folge der Vergewaltigungen ein Kind zur Welt gebracht. Der Blick auf ihre heute 12-jährige Tochter Fane erinnert sie täglich an das dem Heft anvertraute Leid. Arlette, ein christliches Mädchen, litt jahrelang an einer nicht heilen wollenden Schussverletzung am Knie. Nach einer erfolgreichen OP in Berlin hegt sie Hoffnung auf ein schmerzfreies Leben. Aber inmitten der Versuche den schwierigen Alltag mit Zuversicht zu meistern - und während in Den Haag noch die juristische Aufarbeitung der letzten Kriegsverbrechen in Gange ist - bricht in der Zentralafrikanischen Republik der nächste Krieg aus. Amzine, Fane und Arlette werden erneut in einen Strudel von Gewalt, Tod oder Vertreibung gerissen. An ihrer Seite erlebt der Film den Zusammenbruch von Ordnung und Zivilisation in einem von Bürgerkrieg und Putsch zerrissenen Land.

   
   
  Das kalte Herz, D 2016, R: Johannes Naber mit Frederick Lau, Henriette Confurius, Moritz Bleibtreu, Milan Peschel, 119min.

Der mittellose Peter sucht aus Liebe zu der schönen Lisbeth, die aus gutem Hause stammt, einen Weg um reich zu werden. In seiner Verzweiflung lässt er sich auf einen Pakt mit dem teuflischen Holländer-Michel ein, der ihm anstelle seines Herzens einen Stein in die Brust setzt. Befreit von jeglichem Mitgefühl gelangt Peter schnell zu Reichtum und Ansehen. Doch Lisbeth erkennt ihren einst so gutmütigen Peter in dem skrupellosen Geschäftsmann nicht mehr wieder und stellt sich gegen ihn. Um Lisbeth zurückzugewinnen, muss Peter um sein Herz kämpfen. DAS KALTE HERZ entführt in eine archaische Welt, in der die Menschen noch an Geister glauben. In der kraftvollen Geschichte um den jungen Peter, der aus Liebe zu der schönen Lisbeth sein Herz verkauft, glänzt ein hochkarätiger Cast von Jungstars wie Frederick Lau (VICTORIA), Henriette Confurius (DIE GELIEBTEN SCHWESTERN) und David Schütter (WIR SIND JUNG. WIR SIND STARK.) neben Leinwandgrößen wie Moritz Bleibtreu (SOUL KITCHEN) und Milan Peschel (DER NANNY). Die bildgewaltige Neuverfilmung der beliebten Hauffschen Erzählung entstand vor grandiosen Kulissen im Schwarzwald sowie an aufwendigen Sets im traditionsreichen Studio Babelsberg.
   
   
  Der geilste Tag, D 2015, R.: Florian David Fitz, Matthias Schweighöfer, Florian David Fitz, Alexandra Maria Lara, Andreja Schneider, Tatja Seibt, 110 Min.

Zwei Männer, die die letzten Tage ihres Lebens zu etwas ganz Besonderem machen wollen - klassisches Motiv eines Road Movies, das zur Sinnsuche und Selbstfindung wird. Deutlich knüpft Florian David Fitz mit seiner zweiten Regiearbeit "Der geilste Tag" an seinen großen Erfolg "Vincent will Meer" an, dessen Charme er aber nur in Momenten erreicht.
Die letzte Sau, D 2016, R: Aron Lehmann mit Rosalie Thomass, Christoph Maria Herbst, Golo Euler, Arnd Schimkat, Thorsten Merten, Daniel Zillmann, Herbert Knaup, Länge: 86 Minuten
Ein Hauch von melancholischer Anarchie weht durch dieses eigenwillige Roadmovie, gedreht im Nördlinger Ries. Die satirische Komödie um einen Bauern, der, schwer vom Schicksal und der arroganten Macht der Agrarindustrie gebeutelt, rebelliert und unverhofft eine Revolution auslöst, kommt ohne Moralkeule aus. Nach seinem gefeierten Debütfilm „Kohlhaas oder die Verhältnismäßigkeit der Mittel“ feiert Regisseur Aron Lehmann zugleich mit den Abenteuern seines modernen, schwäbelnden Robin Hood gewieft das filmische Outlaw-Genre.
   
   
  Die letzte Sau, D 2016, R: Aron Lehmann mit Rosalie Thomass, Christoph Maria Herbst, Golo Euler, Arnd Schimkat, Thorsten Merten, Daniel Zillmann, Herbert Knaup, Länge: 86 Minuten

Ein Hauch von melancholischer Anarchie weht durch dieses eigenwillige Roadmovie, gedreht im Nördlinger Ries. Die satirische Komödie um einen Bauern, der, schwer vom Schicksal und der arroganten Macht der Agrarindustrie gebeutelt, rebelliert und unverhofft eine Revolution auslöst, kommt ohne Moralkeule aus. Nach seinem gefeierten Debütfilm „Kohlhaas oder die Verhältnismäßigkeit der Mittel“ feiert Regisseur Aron Lehmann zugleich mit den Abenteuern seines modernen, schwäbelnden Robin Hood gewieft das filmische Outlaw-Genre.

   
   
  Die Blumen von Gestern, D 2016; R: Chris Kraus mit Lars Eidinger, Adèle Haenel, Jan Josef Liefers, Hannah Herzsprung, 125 min.

Mitten in seine tiefsten Lebenskrise gerät der Holocaust-Forscher Toto an die französische Assistentin Zazie, jüdischer Herkunft und mit ausgeprägter Teutonen-Phobie. Eine aberwitzige Geschichte über die Frage: Was passiert, wenn der deutsche Völkermord von Leuten erforscht wird, die emotional labil, durch Herkunft und Lebensart auf unvereinbare Weise getrennt und dennoch ineinander verliebt sind?
   
   
  Die Mitte der Welt, D 2016, R: Jakob M. Erwa mit Louis Hofmann, Sabine Timoteo, Jannik Schümann, Ada Philine Stappenbeck, 115 min.

Der siebzehnjährige Phil (Louis Hofmann) ist auf der Suche. So wenig er über seine Vergangenheit und vor allem seinen Vater weiß, so chaotisch ist seine Gegenwart: Mit seiner Mutter Glass (Sabine Timoteo), die mal wieder einen neuen Liebhaber (Sascha Alexander Geršak) hat, der allerdings nicht so schnell aufzugeben scheint wie seine Vorgänger. Mit seiner Zwillingsschwester Dianne (Ada Philine Stappenbeck), die sich immer mehr in ihre eigene Welt zurückzieht, die sie mit niemandem teilt. Zwischen beiden herrscht eine rätselhafte Eiszeit, die auch Tereza (Inka Friedrich) und Pascal (Nina Proll), die auch zu Phils Patchworkfamilie gehören, nicht erklären können.
Gut, dass wenigstens auf seine beste Freundin Kat (Svenja Jung) Verlass ist, mit der er gechillt abhängen und rumalbern kann.
Und dann passiert es: Ein neuer Schüler betritt nach den Sommerferien die Klasse und Phil verliebt sich in der Sekunde unsterblich. Nicholas (Jannik Schümann) scheint seine Gefühle zwar zu erwidern, doch er gibt Phil auch viele Rätsel auf. Das Chaos ist perfekt. Die erste große Liebe, aber auch Neid, Eifersucht und Geheimniskrämerei, die nicht zuletzt die Freundschaft mit Kat auf eine harte Probe stellt. Phils Suche nach seiner Mitte der Welt wird immer drängender...
   
   
  Die Reise mit Vater, D 2016, R: Anca M. Lazarescu mit Alex Margineanu, Razvan Enciu, Ovidiu Schumacher, Susanne Bormann, 111 min.

DIE REISE MIT VATER ist eine bewegende Geschichte und sie spielt in einem bewegten Jahr – 1968. Vor dem Hintergrund des "Prager Frühlings" erzählt sie von Rumäniendeutschen aus Arad (Rumänien) – zwei ungleichen Brüdern und ihrem Vater – die sich auf eine Reise in die DDR begeben. Der junge Arzt Mihai (Alex Mărgineanu) hält seit dem Tod der Mutter seine Familie zusammen. Sein jüngerer Bruder Emil (Răzvan Enciu) rebelliert gegen die staatlichen Autoritäten und sein schwerkranker und langsam erblindender Vater William (Ovidiu Schumacher) ist des Lebens überdrüssig.
   
   
  Die Welt der Wunderlichs, D 2016, R: Dani Levy mit Katharina Schüttler, Peter Simonischeck, Christiane Paul, 100 min.

Mimi Wunderlich (Katharina Schüttler) - alleinerziehend in Mannheim - hat soeben ihren Job verloren und auf dem Parkplatz einen Kunden (Steffen Groth) angefahren. Nur, weil sie schon wieder Hals über Kopf zur Schule musste, wo der hyperaktive Sohn (EWi Rodriguez) eine Lehrerin in den Schrank gesperrt hat. Mimis manischer Vater (Peter Simonischek) ist aus dem Krankenhaus getürmt und verwettet samt neuer Flamme aller Hab und Gut beim Pferderennen, Mimis Mutter (Hannelore Elsner) pflegt ihre Depression, die toughe Schwester (Christiane Paul) denkt nur an sich und ihren Frisörsalon und Ex-Mann Johnny (Martin Feifel) lebt ein Versager-Rockstar-Leben im Hotel und hat in Erziehungsfragen ganz eigene Vorstellungen.
Und Mimi? Kümmert sich um alle und ist kurz vorm Durchdrehen. Da kommt die Einladung zu einer Casting-Show und Mimi sieht die Chance, ihren ganz eigenen Traum zu verwirklichen - alleine! Nur für sich! Klar, dass die Familie das nicht zulassen kann - Mimi muss doch unterstützt werden! Eine abenteuerliche Reise nach Zürich und in die Wirrungen einer fast alltäglichen Familie beginnt...
   
   
  Gleissendes Glück, D 2016, R: Sven Taddicken mit Martina Gedeck, Ulrich Tukur, Johannes Krisch, Hans-Michael Rehberg, 101 min.

Wo ist nur das Glück geblieben? In jeder ihrer schlaflosen Vorstadtnächte stellt sich Helene Brindel (Martina Gedeck) die gleiche Frage. Gefangen in der scheiternden Ehe mit ihrem Mann Christoph (Johannes Krisch), scheint selbst ihr geheimer Komplize Gott sie verlassen zu haben. Bis sie im Radio den Ratgeberautoren Eduard E. Gluck (Ulrich Tukur) hört, der Helene mit seiner kurzweiligen Theorie über das Glück fasziniert. Am nächsten Tag liest sie sein Buch, schreibt ihm einen Brief und besucht ihn schließlich bei einem seiner Vorträge. Dem ersten Treffen folgt ein Abendessen und schnell fühlen sich die zwei sehr unterschiedlichen Menschen zueinander hingezogen. Doch hinter seiner humorigen Fassade kämpft Gluck mit seinen eigenen Dämonen – und die Begegnung mit Helene macht ihm das auf drastische Weise bewusst. Trotzdem keimt Hoffnung auf, denn ganz entfernt erblicken beide unverhofft den Schimmer eines gleißenden Glücks...
   
   
  God of Happiness, D 2015, R.: Dito Tsintsadze, Nadeshda Brennicke, Lasha Bakradze, Ufuk Bozkurt, Tina Meliava, Elie James Blezes, 90 Min.
Sein Drama „Mediator“ landete 2008 als georgischer Beitrag auf der Shortlist für den Oscar in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film. Mit „God of Happiness“ legt der Regisseur Dito Tsintsadze nun eine stilbewusste Tragikomödie vor, die im Kern von einer komplizierten Vater-Tochter-Beziehung handelt. Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein gescheiterter Schauspieler, der sich so einiges einfallen lässt, um seiner Tochter ein erfolgreiches Leben im Luxus vorzugaukeln. Die charmante Low-Budget-Komödie lief beim Filmfest Oldenburg und überzeugt nicht zuletzt mit dem gut aufgelegten Ensemble.
   
   
  Happy Hour, D/Irl 2015, R: Franz Müller mit Simon Licht, Alexander Hörbe, Mehdi Nebbou, Susan Swanton, Daniela Lebang, 95 Minuten
Angeln, Party machen und Spaß haben – so stellen sich die Freunde Hans-Christian, Wolfgang und Nic ihren einwöchigen Irland-Trip vor. Tatsächlich verläuft die Reise auf die idyllische grüne Insel zunächst wie geplant. Doch amouröse Verwicklungen stellen die Freundschaft bald vor eine Belastungsprobe. Figuren und Handlung der mit nachdenklichen Momenten angereicherten Komödie „Happy Hour“ sind lebensecht und realistisch. Regisseur Franz Müller beweist sein Gespür für zwischenmenschliche Konflikte sowie menschliche Sehnsüchte und zeigt, dass Bedürfnisse wie Sex, Freiheit und Spaß am Leben keine Frage des Alters sind.
   
   
  Kundschafter des Friedens, D 2016, R: Robert Thalheim mit Henry Hübchen, Michael Gwisdek, Antje Traue, Thomas Thieme, Winfried Glatzeder, 90 min.

Siebenundzwanzig Jahre nach dem Mauerfall ist der Alltag des einst legendären Top-Spions der DDR-Auslands-aufklärung, Jochen Falk (Henry Hübchen), ziemlich eintönig geworden. Doch da bittet der ehemalige Erzfeind BND überraschend um seine Hilfe. Falk wittert die Chance, eine offene Rechnung mit dem West-Agenten Kern (Jürgen Proch-now) zu begleichen und stimmt dem Einsatz zu.
Natürlich braucht er dazu sein altes Team und dem BND bleibt nichts anderes übrig, als den Rest der so genannten Kundschafter des Friedens zu reaktivieren: den verschrobenen Tüftler Jaecki (Michael Gwisdek), den windigen Logistiker Locke (Thomas Thieme) und den nicht mehr ganz taufrischen Romeo-Agenten Harry (Winfried Glatzeder).
Widerwillig begleitet von der jungen BND-Agentin Paula (Antje Traue), wird die Rentner-Gruppe nach Katschekistan eingeschleust. Doch dort ist nichts mehr wie es einmal war und die Mission droht, im Chaos zu versinken. Da besinnen sich die vier auf ihre alten Fähigkeiten...

   
   
  Marie Curie, F, PL, D 2016, R: Marie Noëlle mit Karolina Gruszka, Charles Berling, Arieh Worthalter, André Wilms, Malik Zidi, Samuel Finzi u.v.m., 95 Min

Der Filmemacherin Marie Noëlle gelingt mit ihrem lebendigen, sensiblen Biopic nicht nur eine längst überfällige Würdigung der zweifachen Nobelpreisträgerin Marie Curie, sondern sie zeigt die geniale Wissenschaftlerin auch als leidenschaftlichen Freigeist und emotionale, moderne Frau. Vor allem die polnische Schauspielerin Carolina Gruszka begeistert als feminine, unermüdliche Forscherin. Dass dabei die Forschungsergebnisse weniger im Vordergrund stehen, tut dem geradlinig, inszenierten Porträt keinen Abbruch. Denn die Regisseurin führt bestechend vor, wie Marie Curie trotz aller männlicher Vorurteile ihr eigenes Leben führt.

   
   
  Morris aus Amerika
D 2016, R: Chad Hartigan mit Markees Christmas, Craig Robinson, Carla Juri, Jakub Gierszal, 91 min.
Morris (Markees Christmas) ist ein übergewichtiger, dunkelhäutiger, amerikanischer Junge. Jedes dieser Merkmale führt dazu, dass er auffällt in Heidelberg. Dort lebt er mit seinem Vater Curtis (Craig Robinson), der im Trainerteam des hiesigen Profi-Fußball-Clubs arbeitet. Morris' Mutter ist vor nicht allzu langer Zeit gestorben. Er und Curtis sind eher wie Freunde, als dass sie eine typische Vater-Sohn-Beziehung hätten. Besonders ihre gemeinsame Liebe zu Hip-Hop schweißt sie zusammen. Morris' einzige Kontakte in Heidelberg sind sein Vater und Inka (Carla Juri), seine private Deutschlehrerin. Sie will, dass Morris mehr Kontakt zu anderen Jugendlichen hat und rät ihm, regelmäßig in ein Jugendzentrum zu gehen. Dort trifft er Katrin (Lina Keller) - und verliebt sich sofort in sie. Katrin ist rebellisch und kann es kaum erwarten, endlich dem kleinbürgerlichen Heidelberg zu entkommen. Im Gegensatz zu allen anderen, die Morris ablehnen und hänseln, findet Katrin Morris irgendwie interessant. (Quelle: Verleih)
   
   
  Mullewapp - Eine schöne Schweinerei, D, Lux 2016, R: Theresa Strozyk, Animation, mit den Stimmen von Christian Ulmen, Axel Prahl, Michael Kessler, Ralf Schmitz, Carolin Kebekus, 79 Min.

Johnny Mauser, Horst von Borst oder Benny Biber – die Namen der Figuren aus der Feder des „Mullewapp“-Autors Helme Heine klingen wie frisch aus einem Überraschungsei geschlüpft. Entsprechend kindgerecht ist der zweite „Mullewapp“-Kinofilm aufgebaut, der wie der inzwischen sieben Jahre alte erste Teil ein Hohelied auf die Freundschaft singt. Die Regisseurin Theresa Strozyk setzt dabei anders als Tony Loeser und Jesper Møller in Teil 1 auf Computeranimationen und 3D-Effekte. Heraus gekommen ist ein einfach verständlicher und kunterbunter Kinderfilm, den die Filmbewertungsstelle in Wiesbaden mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ ausgezeichnet hat.

   
   
  Nebel im August, D 2016, R: Kai Wessel mit Ivo Pietzcker, Sebastian Koch, Fritzi Haberlandt, Henriette Confurius, David Bennent, Karl Markovics; 120 Minuten

Unter den vielen Verbrechen des NS-Regimes ist die Euthanasie ein Thema, dass bislang in der öffentlichen Wahrnehmung noch wenig präsent ist und auch in den zahllosen Filmen über das Dritte Reich bislang eher Randaspekt war. Diese Lücke versucht nun Kai Wessel mit seinem Film "Nebel im August" zu schließen: Ein bewegender Film, der exemplarisch die tragische Geschichte eines 13jährigen Jungen erzählt, der Opfer dieses grausigen Systems wurde.

   
   
  No Land`s Song, Iran/Fr/D 2014, R: Ayat Najafi, 91 min.

Seit der Islamischen Revolution von 1979 ist es Frauen im Iran verboten, öffentlich Solo zu singen – zumindest vor einem männlichen Publikum. Die junge Komponistin Sara Najafi widersetzt sich der Zensur und den Tabus und ist fest entschlossen, in ihrer Heimatstadt Teheran ein offizielles Konzert für weibliche Solosängerinnen zu organisieren. Um sich Unterstützung für diese große Herausforderung zu holen, laden Sara und die iranischen Sängerinnen Parvin Namazi und Sayeh Sodeyfi drei Sängerinnen aus Paris ein: Elise Caron, Jeanne Cherhal und Emel Mathlouthi. Sie sollen vor Ort an dem Musikprojekt mitarbeiten und dadurch eine musikalische Verbindung zwischen Frankreich und dem Iran wiederbeleben.
   
   
  Paula, D/Fr 2016, R: Christian Schwochow mit Carla Juri, Albrecht Abraham Schuch, Roxane Duran, Joel Basman, 123 min.

Worpswede, 1900. Schon bei ihrer ersten Begegnung spüren Paula Becker und Otto Modersohn eine besondere Verbindung. Aus ihrer gemeinsamen Leidenschaft für die Malerei wird die große Liebe. Als sie heiraten, führen sie eine Ehe fernab von gängigen Mustern ihrer Zeit. Eine Beziehung in satten Farben, reich an Konturen und mit Spuren von Kämpfen. So wie die Gemälde der jungen Frau, die mutig nach dem Leben greift und die als Paula Modersohn-Becker in die Kunstgeschichte eingehen wird. Gegen alle Widerstände lebt sie ihre Vision von künstlerischer Selbstverwirklichung und ihre romantische Vorstellung von Ehe und Liebe.

Mit PAULA erzählt Regisseur Christian Schwochow das faszinierende Leben einer hochbegabten Künstlerin und radikal modernen Frau zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Voller Sinnlichkeit, mit zartem Humor und spielerischer Leichtigkeit ist PAULA auch die Geschichte einer großen, leidenschaftlichen Liebe. Die Konflikte, an denen die Liebenden zu scheitern drohen, sind heute - ein Jahrhundert später – aktueller denn je. Als Paula Modersohn-Becker steht Carla Juri (Feuchtgebiete) vor der Kamera, Albrecht Abraham Schuch (Die Vermessung der Welt, NSU: Die Täter - Heute ist nicht alle Tage) spielt ihren Ehemann Otto Modersohn, Roxane Duran (Das weiße Band) ihre engste Freundin Clara Rilke-Westhoff und Joel Basman (Als wir träumten) ist der Dichter Rainer Maria Rilke. Das Drehbuch stammt von Stefan Kolditz und Stephan Suschke.
   
   
  Rico, Oskar und der Diebstahlstein, D 2016, R: Neele Leana Vollmar mit Anton Petzold, Juri Winkler, Karoline Herfurth, Ronald Zehrfeld, 94 min.

Der alte Fitzke ist gestorben und hat Rico seine geliebte Steine-Sammlung vermacht. Rico und Oskar finden heraus, dass der wertvollste Stein der Sammlung gestohlen wurde und sofort ist ihr Detektiv-Spürsinn geweckt! Da passt es ganz prima, dass Ricos Mutter Tanja (Karoline Herfurth) mit dem Bühl (Ronald Zehrfeld) gerade nach Sri Lanka geflogen ist. So ist der Weg für die beiden pfiffigen Jungs frei und sie folgen dem geklauten Stein ganz alleine bis zur Ostsee, wo sie sich wieder vielen aufregenden Abenteuern stellen müssen…

   
   
  Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt, D, B 2016; R: Wolfgang Groos mit Arsseni Bultmann, Friedrich Mücke, Sam Riley, Alexandra Maria Lara, Jördis Triebel, Ralph Caspers, Melina Mardini, Bjarne Mädel, 105 Min.

Der 1967 publizierte Kinderbuchklassiker „Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“ von Boy Lornsen wurde schon 1972 als Puppenfilm-Serie des WDR adaptiert. Der im Kinderfilmbereich versierte Wolfgang Groos, bekannt für die ersten beiden „Vampirschwestern“-Teile und „Rico, Oskar und das Herzgebreche“, verfilmt die Geschichte über die Freundschaft eines Jungen zu einem Roboter nun in einer modernisierten Variante. Inhaltlich wandelt die Drehbuchadaption von Jan Berger („Wir sind die Nacht“) auf klassischen Kinderfilmpfaden, wenn der Außenseiter Tobbi durch die Kraft der Freundschaft den Glauben an sich selbst findet. Die leicht verständliche Botschaft verpackt Groos in ein kurzweiliges Abenteuer, das ein Publikum ab fünf Jahren anvisiert.

   
   
  Rudolf Thome - Überall Blumen, D 2016, R: Serpil Turhan mit Rudolf Thome, 84 min.

Hanns Zischler, Bruno Ganz, Hannelore Elsner, Hannah Herzsprung – sie alle haben sich in den Filmen von Rudolf Thome die Zähne geputzt – denn, so Thome: Jeder putzt sie sich anders und das sei doch lustig. Jetzt steht Thome selbst vor dem Badezimmerspiegel bzw. vor der Kamera, dahinter und im Off zu hören ist Serpil Turhan, die ihrerseits in Thomes Filmen mitgespielt hat. Rudolf Thome erkärt ihr: In einem „richtigen“ Film wäre der Spiegel sauber, nicht so dreckig wie der hier. Aber weil das nun mal kein Spielfilm ist, sondern ein Dokumentarfilm, soll der Spiegel so bleiben, wie er ist, weist Serpil Turhan an.

Bereits 28 Langfilme hat Thome gedreht, jetzt will er sein aktuelles Drehbuch mit dem Titel „Überall Blumen“ verfilmen, aber das Geld dafür fehlt. Was tun? Geld via Crowdfunding sammeln, die Hauptrolle einfach selber spielen? Gemeinsam wird überlegt; über ältere Filme von Thome gesprochen, Ausschnitte werden nochmals zusammen geguckt; dazwischen die Arbeit im Garten und ein Vogel, der sich im Bauernhaus eingenistet hat. Serpil Turhan ist ein liebevolles und ungewöhnliches Porträt eines eigensinnigen Regisseurs gelungen.
 

   
   
  SMS für Dich, D 2016, R.: Karoline Herfurth mit Karoline Herfurth, Friedrich Mücke, Nora Tschirner, Friederike Kempter, Frederick Lau; 107 Min.

Auch zwei Jahre nach dem Unfalltod ihrer großen Liebe Ben ist es Clara (Karoline Herfurth) noch nicht gelungen, den schweren Verlust zu verarbeiten. Claras Mitbewohnerin und beste Freundin Katja (Nora Tschirner) versucht seitdem nach Kräften, der Trauernden zu neuem Lebensmut zu verhelfen. Doch Clara verliert sich viel lieber weiterhin darin, sehnsüchtige SMS an Bens alte Handynummer zu schreiben. Dabei weiß sie allerdings nicht, dass die Nummer mittlerweile neu an den Journalisten Mark (Friedrick Mücke) vergeben wurde, der eine unglückliche Beziehung mit Fiona (Friederike Kempter) führt. Völlig fasziniert von den romantischen Nachrichten, fasst Mark bald den Entschluss, sich mit Unterstützung seines Freundes David (Frederick Lau) auf die Suche nach der unbekannten Absenderin zu begeben.
Verfilmung des gleichnamigen Romans von Sofie Cramer.

   
   
  Timm Thaler oder das verkaufte Lachen, D 207, R: Andreas Dresen mit , 102 min.

Timm Thalers (ARVED FRIESE) Lachen kann niemand widerstehen. Es ist so ansteckend und entwaffnend, dass der schwerreiche Baron Lefuet (JUSTUS VON DOHNÁNYI) es unbedingt besitzen will. Und so schlägt Lefuet dem Waisenjungen einen ungewöhnlichen Handel vor: Wenn Timm ihm sein Lachen verkauft, wird er in Zukunft jede Wette gewinnen. Timm unterschreibt den Vertrag. Dank der neuen Fähigkeit kann der Junge sich nun scheinbar alle Wünsche erfüllen, aber ohne sein Lachen wird er auch immer einsamer und gerät mehr und mehr in die Fänge des teuflischen Barons. Doch Timms Freunde Ida (JULE HERMANN) und Kreschimir (CHARLY HÜBNER) setzen alles daran, damit er sein Lachen zurückerhält. Wird es ihnen gemeinsam mit Timm gelingen, den Baron zu überlisten?

   
   
  Toni Erdmann, D / Ö 2016, R.: Maren Ade mit Peter Simonischek, Sandra Hüller, Michael Wittenborn, Thomas Loibl, Trystan Pütter, Hadewych Minis, Lucy Russell, Ingrid Bisu, 162 Minuten

Zum Niederknien: Maren Ade puzzelt ihre feine Familiendramödie zu einer wunderbar intelligenten Geschichte. Die Story von der Karrierefrau Ines (Sandra Hüller) und ihrem einfallsreichen Vater (Peter Simonischek) ist nicht nur ungewöhnlich, sondern sie zeigt den Kampf der Generationen als liebevoll ironische Herausforderung für beide Seiten. Wie in einem schüchtern startenden Pas de deux kreisen Vater und Tochter umeinander, befehden sich und lieben sich doch. Das ist allerschönstes Kino – spannend, witzig und manchmal ein bisschen ergreifend!

   
   
  Tschick, D 2016, R: Fatih Akin mit Tristan Göbel, Anand Batbileg, Mercedes Müller, Anja Schneider, Uwe Bohm, Udo Samel, 93 Minuten

Wolfgang Herrndorfs 2010 erschienener Roman "Tschick" war solch ein Bestseller, dass eine Verfilmung nur eine Frage der Zeit war. Regisseur Fatih Akin erweist sich als genau die richtige Wahl für dieses etwas andere Roadmovie über zwei Außenseiter-Jungs, die mit einem geklauten Lada durch die "ostdeutsche Walachei" kurven und dabei "den besten Sommer aller Zeiten" erleben. Ein lässiger, lebendiger, mitreißender Film!
 

   
   
  Wer ist Oda Jaune, D 2016, R: Kamilla Pfeffer, Dokumentarfilm, 75 Min.

Oda Jaune musste sich als junge Immendorf-Witwe lange Zeit mit Vorurteilen herumschlagen. Das intime Künstlerporträt von Kamilla Pfeffer zeigt die deutsch-bulgarische Malerin in ihrer Pariser Wahlheimat als große Gegenwartskünstlerin, die längst aus dem Schatten ihres toten Ehemannes herausgetreten ist. Die Offenheit, mit der die Filmemacherin der Künstlerin entgegentritt, sorgt nicht nur für eine ungewöhnliche intime Atmosphäre, sondern ermöglicht dem Zuschauer auch einen unvoreingenommen Blick auf das Werk einer Frau, deren ätherisch-schönes Wesen allzu leicht von ihren so kraftvollen Kunstwerken ablenkt.

   
   
  Wild, Deutschland 2015, R: Nicolette Krebitz mit Lilith Stangenberg, Georg Friedrich, Sike Bodenbender, Saskia Rosendahl, Kotti Yun, Laurie Young, 97 Minuten

Es liegt nahe, Nicolette Krebitz dritten Film „Wild“ gleich selbst als wild zu beschreiben: Ungewöhnlicheres als die Geschichte einer zarten Beziehung zwischen einer jungen Frau und einem Wolf hat das deutsche Kino lange nicht hervorgebracht. In seiner intendierten Konsumkritik ist der Film am Ende zwar nicht so zwingend, wie er sein will, aber in jedem Fall ein gewagtes, bizarres und, ja, wildes Stück Kino.
 

   
   
  Willkommen bei den Hartmanns, D 2016, R: Simon Verhoeven mit Senta Berger, Heiner Lauterbach, Florian David Fitz 116 Min.

Der Familie Hartmann stehen turbulente Zeiten bevor, als Mutter Angelika (Senta Berger) nach dem Besuch eines Flüchtlingsheims beschließt, gegen den Willen ihres Mannes Richard (Heiner Lauterbach) mit Diallo (Eric Kabongo) einen der dortigen Bewohner bei sich aufzunehmen. Und bald füllt sich das Haus noch weiter. Denn Tochter Sophie (Palina Rojinski), eine ziellose Dauerstudentin auf der Flucht vor einem Verehrer, und der Burnout-gefährdete Sohn Philipp (Florian David Fitz) samt Enkel Basti (Marinus Hohmann) ziehen wieder zuhause ein. Während der Nachwuchs bald feststellen muss, dass es in der Ehe seiner Eltern kräftig kriselt, durchlebt die Familie durch die ungewohnte Situation in ihrem Haus lauter Wirrungen und Turbulenzen - da geht es den Hartmanns wie dem Rest des Landes.