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Programm akt. Woche

  Kino Eintrittspreis:      
  Mo - So 9,00 Euro Kino 1                
  Mo - So 7,00 Euro Kino 2/3  
  Jeden Tag 4,00 Euro für Freundeskreis-Mitglieder  more
Ab 130 Minuten Filmlänge plus Euro -,50
  Ab 150 Minuten Filmlänge plus Euro 1,-
  Kinderfilm 4,- Euro Gruppen ab 10 Kinder 2,50 Euro  
  Bei Sonderveranstaltungen gesonderte Preise (laut Aushang)
 
 
   
  LUBITSCH IM BABYLON:
   
  LUBITSCH FROM BERLIN/LUBITSCH AUS BERLIN
  26.-28.01.2018
  Die erste internationale Konferenz zu Lubitsch in Deutschland
  The first international conference on Lubitsch in Germany
  Programm/Program                  Deutsch              Englisch
  Konferenz-Teilnehmer: Volker Schlöndorff, Slavoj Žižek, Alenka Zupančič, Jela Krečič Žižek, James Harvey, Robert Pfaller, Aaron Schuster, Yuval Kremnitzer, Ivana Novak, Udi Aloni, Gregor Moder, Mladen Dolar

Filme im Babylon: Die Puppe, Die Austernprinzessin, Trouble in Paradise, Ninotchka, To Be Or Not To Be, Cluny Brown

Tickets: 12 Euro für den


Fr, 26.1. 19:30 Eröffnungsgespräch mit Slavoj Žižek und Volker Schlöndorff  Tickets: 12 Euro   TICKETS-ONLINE

Tagesticket für den 26.1.  20,- Euro  TICKETS-ONLINE

Tagesticket für den 27.1.   25,- Euro    TICKETS-ONLINE

Tagesticket für den 28.1.   15,- Euro     TICKETS-ONLINE

On each day of the conference you will receive the free-Tickets of the screenings/debate of htat day presenting your daypass. Not before.

 

   
  26.-28.01.2018 Die erste internationale Konferenz zu Lubitsch in Deutschland
 
  LUBITSCH AUS BERLIN
  Das Babylon veranstaltet vom 26. bis 28. Januar die erste internationale Konferenz zu Lubitsch in Deutschland mit elf internationalen Wissenschafts- und Filmgästen. James Harvey, US-Autor verschiedener Filmbücher (u.a. die anerkannte Studie: „Romantic Comedy in Hollywood: From Lubitsch to Sturges“) eröffnet die Konferenz mit einem Vortrag. Danach folgt ein Gespräch zwischen dem slowenischen Philosophen Slavoj Žižek (u.a. „Ärger im Paradies“) und dem deutschen Regisseur Volker Schlöndorff (TV-Dokumentation über Billy Wilder „Billy, how did you do it“). Weiterhin freuen wir uns über die Beiträge unter anderen der slowenischen Philosophen Alenka Zupančič (u.a. „What is sex?“) und Mladen Dolar (u.a. „His Master's Voice - Eine Theorie der Stimme“) sowie des österreichischen Philosophen Robert Pfaller (u.a. „Schluss mit der Komödie! Zur schleichenden Vorherrschaft des Tragischen in unserer Kultur“). Neben den Vorträgen zeigt das Babylon auch eine Auswahl an Lubitsch-Filmen.

Am 28. Januar findet zudem die jährliche Lubitsch-Preisverleihung im Babylon statt. Am Geburtstag von Ernst Lubitsch am 29. Januar führen Lubitschs Tochter und Enkeltochter Nicola Lubitsch und Galen Goodpaster (u.a. a.d.r. editor für „La La Land“, first assistant sound editor für „X-Men: Apocalypse“, „Hitchcock“) persönlich in einen Lubitsch-Film ihrer Wahl ein.

Babylon Geschäftsführer Timothy Grossman: „Die erste internationale Ernst Lubitsch Konferenz im Babylon ist ein weiterer Schritt zur Anerkennung des wichtigsten, deutschen Filmregisseurs und zur Durchsetzung einer Straßenumbenennung am Rosa-Luxemburg-Platz. Das Babylon macht aus Filmgeschichte Gegenwart.“

Ernst Lubitsch (1892–1947) wurde am 29. Januar in Berlin geboren. 126 Jahre nach seiner Geburt ist diese Konferenz ein weiterer Baustein auf dem langen Weg, seine Filme wieder dahin zurückzubringen, wo seine Karriere begann.

Ziel der Konferenz ist es, Lubitschs Geburtsort Berlin und seine Bedeutung für das Kino, die Philosophie und die politischen Fragen der Jetztzeit miteinander zu verknüpfen – auch um die Einwohner Berlins an das Genie zu erinnern, welches mit subversiven Komödien vor fast 100 Jahren das Besondere der Berliner Kultur filmisch verbreitete.

Berlin sollte endlich die Bedeutung dieses Filmemachers von Weltruf für die Identität der Einwohner und Bewunderer dieser Stadt erkennen, wenn sie den stolzen Satz sprechen: „Ich bin ein Berliner!“. Darum ist es von herausragender Wichtigkeit, ein kleines Stück der Straße am Rosa-Luxemburg-Platz nach ihm zu benennen. Gleich um die Ecke wurde er geboren und wuchs er auf. Als Schauspieler stand er das erste Mal hier auf der Bühne, der Volksbühne.

Lubitschs herausragende Bedeutung für Hollywood ist unstrittig, sein Renommee als komischer Darsteller und Regisseur bereits in der Stummfilmära tritt dabei oft in den Hintergrund. „Die Puppe“, „Die Austernprinzessin“ und „Madame Dubarry“ (alle 1919 in Berlin gedreht) werden bis heute für ihre innovativen Erzähltechniken und als Beispiel für die Meisterschaft des frühen deutschen bzw. Weimarer Kinos gepriesen.

Nachdem Lubitsch Anfang der 1920er Jahre nach Hollywood gegangen war, wurde er schnell als einer der frühen Meister, wenn nicht sogar als der Vater der raffinierten, romantischen Komödie gefeiert, welche dem Genre der berühmten Screwball-Komödie zur Blüte verhalf und viele andere Regisseure, nicht zuletzt Billy Wilder, maßgeblich beeinflusste. Wilder rief 1958 zusammen mit dem Club der Filmjournalisten den jährlichen Ernst-Lubitsch-Preis ins Leben.

In seinen Meisterwerken des klassischen Hollywood-Kinos, wie z.B. „Trouble in Paradise“ (1932), „Design for Living“ (1933), „Ninotchka“ (1939) und „To Be or Not to Be“ (1942), griff Lubitsch wichtige soziale und politische Themen seiner Zeit auf, durchwoben von visionären Vorstellungen über Liebe, Sexualität, Romantik und Begehren – dies alles verbunden durch treffenden Witz und elegante Leichtigkeit. Genau dafür konnte er die großen Stars wie Greta Garbo, Marlene Dietrich und Carole Lombard verpflichten.

Deshalb dürfen Lubitschs Filme nicht in der Gruft der Geschichte oder in den dunklen Regalen der Museen und Archiven verschwinden. Im Unterschied zu vielen Stummfilmen und Filmen des klassischen Kinos ist sein Werk heute genauso lebendig wie zur Zeit der Weltwirtschaftskrise, unter der prüden Selbstzensur des US-amerikanischen Hays Code oder während des Zweiten Weltkriegs. Es scheint sogar, dass seine Filme origineller in der Form und subversiver im Inhalt sind, als die meisten der heutigen Komödien.

Wir sollten Lubitschs Filme nicht an unserer heutigen Erfahrung messen, sondern umgekehrt: Wir sollten seine unglaublichen Meisterwerke dazu nutzen, um unsere heutigen Ideologien und Nöte zu analysieren.

Was würde Lubitsch unter der jetzt herrschenden politischen Ordnung, dem Erstarken des Populismus, dem Verlust an Edelmut und der Verrohung der Sitten machen? Was können seine Filme uns über tiefgreifend veränderte, scheinbar liberale, moderne Auffassungen von Sex, Beziehung und sozialer Normen sagen?

Diese Konferenz fußt auf der festen Überzeugung, dass Lubitschs Kino in philosophischer und cinephiler Hinsicht den Anforderungen eines heutigen Feminismus, des Kapitalismus, den Fragen der Political Correctness, der Identität, zu Sex, Liebe, Humor und weiteren Aspekten des modernen Lebens gerecht wird.

Die Veranstaltung ist eine Fortsetzung der Lubitsch-Konferenz, die 2013 in Ljubljana stattfand und 2014 unter dem Titel „Lubitsch Can’t Wait“ von der Slowenischen Kinemathek als Buch veröffentlicht wurde. Das Interesse Sloweniens an Lubitsch erscheint für Außenstehende erstaunlich. Doch in den 1990er Jahren wurde in Slowenien zufälligerweise mit der Kopie des Stummfilms „Als ich tot war“ (1915) der älteste, erhaltene Lubitsch-Film wiederentdeckt und später vom Nationaltheater Lubljana als Pantomine-Theater neu inszeniert.
 
  LUBITSCH FROM BERLIN
  The first international conference on Lubitsch in Germany
  Ernst Lubitsch (1892–1947) was born in Berlin on January 29th. The upcoming conference, held 126 years after his birth, will bring Lubitsch's cinema back to Berlin where he started his prestigious career. The aim of the event is to rethink the director's heritage in regard to contemporary political issues, cinema and philosophy – and to remind Berliners about the genius that shaped their city's culture with his subversive comedies a hundred years ago.

Berlin finally should acknowledge what this cinematographer of worldwide reputation means for the identity of the city, for its citizens as well as for foreigners, when they say: “Ich bin ein Berliner”. That’s why it is essential to name a short street at Rosa-Luxemburg-Platz for Ernst Lubitsch, where he was born around the corner, grew up and performed at the Volksbühne theatre. The first step of a reunion between the birthplace and the lost son was made when the daughter Nicola Lubitsch got her German citizenship, something the Nazis took away from her father in 1935.

In light of the impact he made in Hollywood, it is easy to forget that Ernst Lubitsch already achieved fame as a comic actor and cinema director in the silent era. His films, Die Puppe, Die Austernprinzessin and Madame DuBarry (all 1919), just to name a few, are generally praised for their innovative narrative techniques and thus regarded as high artistic achievements of early German or Weimar cinema.

After Lubitsch's move to Hollywood in the 1920s, he was universally acclaimed as one of the early masters, if not the father, of romantic and sophisticated comedy which undoubtedly helped the renowned screwball genre to blossom and influenced a number of other directors, namely Billy Wilder. In movies that became landmarks of classical Hollywood cinema, Trouble in Paradise (1932), Design for Living (1933), Ninotchka (1939) and To Be or Not to Be (1942), Lubitsch tackled urgent social and political issues of his time, while also advancing his original view on love, sexuality, romance and desire, all that with supreme wit and grace. He directed Greta Garbo, Marlene Dietrich, and Carole Lombard.

For all that, Lubitsch's films should not remain in the vault of history, in the confines of museums and archives. Contrary to a vast proportion of silent and classical cinema, his work is as viable now as it was in its time, during the Great Depression, under the Hays code, and in World War II. It even seems to be more original in form and more subversive in content than most of today's comedies. We should not use today's knowledge to interpret Lubitsch's old films, but the other way around: we should use Lubitsch's incredible masterpieces to interpret today's ideologies and troubles.

What would Lubitsch do in times of prevailing political correctness, the rise of populism and decline of gallantry and social codes? What can his films say about severely transformed, seemingly liberalized modern notions of sex, relationships and social etiquette? The conference is based on the firm conviction that Lubitsch's cinema is a cinephile's (and philosopher's) basic kit to take up the challenges of modern feminism, capitalism, PC, identity, sex, love, humor, and more.

The conference will start with the introductory lecture by James Harvey, author of several books on the movies (including the influential study Romantic Comedy in Hollywood: From Lubitsch to Sturges), followed by a talk between Slovenian philosopher Slavoj Žižek and German director Volker Schlöndorff. We are also happy to announce lectures by Slovenian philosophers Alenka Zupančič and Mladen Dolar and Austrian philosopher Robert Pfaller among others.

(The event is a sequel to the conference held in in 2013 in Ljubljana, Slovenia, which has found its way to print in Lubitsch Can’t Wait (2014, Slovenian Cinematheque). Incidentally, the silent film Als Ich tot war (1915), the oldest preserved film by Ernst Lubitsch, was found in Slovenia in the 1990s.)

 
  Progamm/program
 
  FRIDAY, 26.1.2018
  Friday, 26th of Jan 2018    DAYPASS 1  20,- Euro    TICKETS-ONLINE

17.30
Lecture by James Harvey: From Eros to Agape: The Evolution of the Lubitsch Touch    6,- €      TICKETS-ONLINE
The way it deepened and even darkened over time, enriching and complicating itself, from the thirties through the forties, in the final great films.

The introductory lecture of the conference will be held by James Harvey, a playwright, an essayist, a critic, and the author of several books on the movies, including Watching Them Be, Movie Love in the Fifties and the famous Romantic Comedy in Hollywood: From Lubitsch to Sturges. He is a professor emeritus at the State University of New York at Stony Brook, where he teaches literature and film, and he has previously taught film at the University of California at Berkeley, the New School, and Sarah Lawrence College.
The Q & A after the lecture will be moderated by film critic Ivana Novak.

19.30
Public debate: Slavoj Žižek and Volker Schlöndorff on Ernst Lubitsch        12,- €    TICKETS-ONLINE
In the evening, a special public debate will take place in Kino Babylon. Philosophical icon Slavoj Žižek and German filmmaker Volker Schlöndorff, Academy award winner, have both ardently admired Ernst Lubitsch for decades. For the first time, they will meet in person and relate to each other and to the audience their uncensored views and opinions on Lubitsch’s cinema. What is so important about Lubitsch?

21.30
Screening of the Silent movie: Die Puppe (The doll), 1919
LIVE at the CinemaOrgan: ANNA VAVILKINA      

FREE ADMISSION/EINTRITT FREI:  TICKETS-ONLINE

The screening will be introduced by philosopher Mladen Dolar.
Ein verwöhnter Erbe wird von seinem Onkel gedrängt zu heiraten. Von vierzig Jungfrauen gehetzt, flieht er ins Kloster und wird von den Mönchen, die durchaus eigene Interessen verfolgen, zu einer Scheinehe mit einer Puppe überredet. Diese jedoch zerbricht und so muss die Tochter des Puppenmachers als kurzfristiger Ersatz einspringen. Ein Film so künstlich wie die Puppe und mit Lubitsch, der in der ersten Einstellung das Set als Miniaturmodell zusammen baut.

 
  SATURDAY, 27.1.2018
  Saturday, 27th of Jan 2018    DAYPASS 2   25,-€    TICKETS-ONLINE

12:45 Madame Dubarry  113 Min  MIT KLAVIER  Kino1  NULL EURO  

Madame Dubarry (Ernst Lubitsch, D 1919, 104 Min)
Madame Dubarry, die Mätresse von Ludwig XV., wird im Zuge der Französischen Revolution zum Tode verurteilt. Ihr ehemaliger Geliebter Armand, nun Vorsitzender des Volkgerichtes, versucht sie trotzdem vor dem Schaffott zu retten. Spektakuläre Massenszenen und eine rasante Inszenierung trugen zum Welterfolg Madame Dubarry bei und ebneten Lubitsch den Weg nach Hollywood.

BLOCK 1   13:15-16:00
Block 1 will be moderated by philosopher Mladen Dolar.

13.15  
Lecture by Udi Aloni: To Be or Not to Be and Political Taboo       4,- €
Udi Aloni
Slavoj Žižek, Ernst Lubitsch, and Donald Trump walk into a bar and slaughter a sacred cow of political correctness. Our question is: How does Alain Badiou know which person conducted the “true event" of a kosher slaughter, or rather which of them, as a matter of fact, doesn’t feel too well either?

German politicians and press like Der Spiegel claim to fight anti-Semitism while simultaneously attempting to control Jewish discourse by narrowing it. In attempting to protect against an imaginary taboo via self-censorship of the press, they end up waging a war on Jewish humor, i.e., on the essence of self-criticism in the Jewish tradition. In doing so, they promote a taboo-less humor that lies in clear contrast to the work of Lubitsch. Thus the attempt of the German mainstream to censor Jewish thinkers in the name of combating anti-Semitism has become a form of anti-Semitism in itself.


14.00 - 15:30    6,-
Lecture by Jela Krečič: Lubitsch's Women         
Ernst Lubitsch was known for always tackling the problems of romance and sex unconventionally. His attempt to deliver a subtle message in an original and witty way can be also recognized in his treatment of his heroines and actresses with whom he collaborated. From his first silent movies, made in Berlin, to his distinguished romantic comedies in Hollywood, he constantly challenged a prescribed role for women. Moreover, in most of his movies his heroines are the driving force of narrative, without ever losing their wit, intelligence or beauty. For Lubitsch, a woman is never a victim of her sex or her marital or economic situation. On the contrary, as an analysis of Trouble in Paradise and Bluebeard's Eight Wife proves, Lubitsch's heroine is entitled to everything: true love and money, since she never folds under the pressure of life.

Jela Krečič is a journalist, columnist, novelist and philosopher, co-editor of book Lubitsch Can't Wait (2014, Slovenian cinematheque) and editor of The Final Countdown: Europe, Refugees and the Left. Her literary debut None Like Her is nominated for the Dublin Literary Award.

14.45     
Lecture by Robert Pfaller: What Touches Me Under My Ego - Comicality in Lubitsch, and its Psychoanalytic Structure in Particular    
Two Hitlers, two concentration camp Ehrhardts, two Professors Siletskys, two false beards, two lovers and two betrayed husbands: Lubitsch's masterpiece is composed of a series of redoublings that perfectly resonate in its famous title with its two "to"s and its two "be"s.
It is easy to see that such redoubling provides a kind of infantile, narcissistic pleasure connected to a period before we had to acknowledge that everything exists in the world only once. It is harder to see why this comical pleasure in Lubitsch is at the same time almost always erotic (if not bluntly sexual). As I want to argue, this is connected to something which we may call a psychic agency: the underego. Only this theoretical construct allows us to explain why in Lubitsch what we laugh about is at the same time what we love.

Robert Pfaller is Professor of Philosophy and Cultural Theory at the University of Art and Industrial Design in Linz. Founding member of the Viennese psychoanalytic research group “stuzzicadenti”. He is the author of On the Pleasure Principle in Culture: Illusions without Owners (Verso, 2014).

15.30 – 16.00 Break

BLOCK 2  16.00 -17:30
Block 2 will be moderated by philosopher Alenka Zupančič.

16.00 -17:30      6,-
Lecture by Gregor Moder: Shakespeare with Lubitsch      
Lubitsch had a history with Shakespeare. In his early career, he played the second gravedigger in Max Reinhardt’s production of Hamlet. In 1919, he filmed a parody of Romeo and Juliette (Romeo and Juliette in the Snow) and a Bavarian, rural version of The Taming of the Shrew (Kohlhiesel’s Daughters) – but was not particularly happy with either of the pictures. When he returned to Shakespeare in 1942 to direct To Be or Not to Be, however, he produced a true masterpiece. The film is set in Warsaw where a theatre group is fighting with Gestapo to save the Polish resistance. On the background of Nazi occupation and concentration camps, Lubitsch sets in motion two of the most recognizable Shakespearean plays, Hamlet and The Merchant of Venice. But he does so only by inverting the traditional staging of Hamlet as a tragedy and The Merchant of Venice as a comedy. In Lubitsch’s version, the role of Hamlet is comically over-played by an actor whose only concerns are his wife’s fidelity and his reputation of a famous actor, while Shylock’s monologue is performed by a Jewish member of the cast in front of dozens of elite German troops. We will use this opportunity to reflect on the relationship between the genres of tragedy and comedy and present a case for Lubitsch’s ethic of comedy.

Gregor Moder is an assistant professor on the Faculty of Arts at the University of Ljubljana and author of Hegel and Spinoza: Substance and Negativity published by Northwestern University Press.

16.45
Lecture by Aaron Schuster: Love, Comedy, and Communism in Lubitsch's Ninotchka     
It would be easy enough to see Ernst Lubitsch’s film Ninotchka (1939) as an anti-communist tale, where the cold, unfeeling Soviet emissary Ninotchka (Greta Garbo), sent to Paris on an important affair of state, ends up having a very different affair: she falls in love with a gigolo and learns how to stop worrying about the People and enjoy the charms of capitalist life (she even laughs!). I will show, on the contrary, how the best jokes in the film are actually directed against capitalism, and that Ninotchka remains faithful to the communist cause even as she abandons bureaucratic socialism. The politics of Lubitsch's comedies, and their ideological-critical significance, dealing with capitalism, communism, and fascism from the 1920s to the 1940s, will be discussed. In addition, I will compare Ninotchka with Bolshevik feminist Alexandra Kollontai (rumored to be the model for her character), looking at how Kollontai articulated a theory of comradeship-love.

Aaron Schuster is a philosopher and writer, based in Amsterdam. He is the author of The Trouble with Pleasure: Deleuze and Psychoanalysis (MIT Press, 2016). He was a former fellow at the ICI Institute for Cultural Inquiry Berlin, and at the Center for Advanced Studies, Rijeka, Croatia; in 2016 he was a visiting professor at the University of Chicago.

17.30 – 19.30 Break

19.30    12,- Euro
Lecture by Slavoj Žižek: Lubitsch in the Time of Political Correctness    
Theodor Adorno turned around Benedetto Croce's patronizing historicist question about "what is dead and what is alive in Hegel's dialectic" (the title of his main work): if Hegel is alive as a thinker, then the question to be raised today is not the historicist one of "how does Hegel's work stand with regard to today's constellation? How are we to read it, so that it will still say something to us?", but: "how do WE TODAY stand with regard to - in the eyes of - Hegel?" The same holds for Ernst Lubitsch - the question is: "How would our contemporaneity appear in the eyes of Lubitsch?" Therein resides the actuality of Lubitsch: while, of course, rejecting with disgust populist neoracism, he would have immediately perceived also the falsity of its opponent, the politically-correct moralism, clearly seeing their hidden complicity. What this simply means is that there is no renewal of the Left without a Lubitsch touch.

Slavoj Žižek, a Christian atheist, Hegelian philosopher, Lacanian psychoanalyst, and Communist political theorist. Among his latest publications are Disparities (London, 2016), Antigone (London, 2016), The Courage of Hopelessness (London, 2017), and Incontinence of The Void (2017).

Discussion will be moderated by philosopher Robert Pfaller.
 

 

21.30  Kino1
Screening of To Be or Not to Be ( USA 1942)       9,- €

USA 1942, R: Ernst Lubitsch, mit Carole Lombard, Jack Benny, Robert Stack, Felix Bressart, Lionel Atwill, Stanley Ridges, Sig Ruman, Tom Dugan, Charles Halton, George Lynn, Henry Victor, Maude Eburne, Hausdame, Halliwell Hobbes, Miles Mander, 93 Min, OmU

1942 drehte Lubitsch sein Meisterwerk: To Be or Not to Be. Eine Gruppe polnischer Schauspieler führt unter der Leitung des Ehepaar Tura in Warschau Anti-Nazi-Stücke auf. Marias Affäre mit einem Leutnant führt die Schauspieler zu Plänen, welche die gesamte Warschauer Widerstandsbewegung vernichten können. Bei seinem Erscheinen 1942 stiess To Be or Not to Be wegen einer anglichen Verharmlosung der Nazis auf Missfallen, heute zählt der Film jedoch zu den wichtigsten der Filmgeschichte.

 
 

24:00  SO THIS IS PARIS Stummfilm um Mitternacht

So This Is Paris/ So ist Paris (Ernst Lubitsch, USA 1926, mit  Monte Blue, Patsy Ruth Miller, Lilyan Tashman, 80 Min)
1926 gehört Lubitsch zu den besten Regisseuren Hollywoods, zusammen mit Regie-Kollegen wie D.W. Griffith, Charlie Chaplin und Cecil B. DeMille wird er zu den zehn wichtigsten Filmemachern gewählt. Ausgangspunkt von So This is Paris ist der Tanz und wieder stehen zwei gelangweilte Ehepaare im Mittelpunkt, die im Film gründlich durcheinander gewirbelt werden.

 
  SUNDAY, 28.1.2018
  Sunday, 28th of Jan 2018   DAYPASS 3   15,-€    TICKETS-ONLINE

BLOCK 3
Block 3 will be moderated by philosopher Slavoj Žižek.

13.00-14:30    Lecture by Mladen Dolar + Lecture by Alenka Zupančič   
13.00  
Lecture by Mladen Dolar: I Shall Be with You on Your Wedding-night
By some ‘uncanny’ coincidence Lubitch was shooting and producing his film Die Puppe in the autumn of 1919 (the film premiered on 4 December 1919) precisely at the time when Freud published his notorious paper “Das Unheimliche”, “The Uncanny”. What the two have in common is the red thread that they both took in E. T. A. Hoffmann’s famous story “The Sandman” (1816), but the treatment couldn’t have been more different. Whereas Freud took Hoffmann’s story as the key to the introduction of the dimension of the uncanny, with the whole psychoanalytic conceptual apparatus (castration anxiety, its connection with the eyes, compulsion to repeat etc.), Lubitch isolated just one episode of the story, gave it another twist and turned it into a hilarious comedy. Yet one could venture the hypothesis that they were both looking at the ‘same’ object, in a sort of parallax view, which presents itself with the twin Janus faces of horror and comedy. ‘I shall be with you on your wedding-night’ are the words that the creature launches at his creator Frankenstein in Mary Shelley’s novel, the words that can be taken as the epitome of the uncanny, while the same line acquires a completely different value in Lubitch’s movie. The paper explores the strange (non)relation between the comedy and the uncanny.

Mladen Dolar is a senior research fellow in the Department of Philosophy at the University of Ljubljana, and a professor of philosophy at The European Graduate School. He is the author of several books, among them A Voice and Nothing More (MIT Press, 2006).

13.45
Lecture by Alenka Zupančič: The Oyster Drive
The talk will focus on two of Lubitsch's Berlin period films: I Don't Want To Be a Man, and particularly on The Oyster Princess. Exuberant humor, driven in both cases by the female lead (Ossi Oswalda, who also stars in Die Puppe from the same period) makes the world explode - into her oyster. All that is solid melts into air, or crashes into pieces, in what seems like a perfect example of the Hegelian thesis according to which humor is the extreme point of subjectivity, which appears and shows itself as its own joke, “der Witz des Subjektes” as he ingeniously put it. Lubitsch’s genius was to present this very excess of subjectivity as a chain of “partial objects”.

Alenka Zupančič is a research advisor at the Institute of Philosophy of the Slovenian Academy of Sciences and Arts and professor at the European Graduate School, Switzerland. Notable for her work on the intersection of philosophy and psychoanalysis, she is the author of numerous articles and books, including What is Sex?, recently published with MIT Press.


BLOCK 4
Block 4 will be moderated by philosopher, writer and journalist Jela Krečič.

14:30 - 16.00 Lectures: Ivana Novak + Yuval Kremnitzer   6,-€ 

14:30 - 15:15 
Lecture by Ivana Novak: Lubitsch: Not Peace, but Plenty
"If you give up enough, what remains is safe." Margery Sharp, Cluny Brown
The most ridiculed characters in Ernst Lubitsch's films are conformists who are obsessed with propriety, while his heroines and heroes are always at odds with social norms and sometimes even break the class barriers. Many great comedies, screwball films especially, have retold the Cinderella story: heroes attempted to rise above their station and fantasized about plenty, yet, after many tribulations, they ended up making peace with conventions. Lubitsch's comedies managed to make the salto mortale and not succumb to such a conventional ending. It's difficult to find a director more unsympathetic to conventions than Ernst Lubitsch. The lecture will focus on Lubitsch's ridicule of spiritless conventions and his affection for “plenty”.

Ivana Novak is a film critic and editor, curator of film programme on Television Slovenia, and doctoral student at the Faculty of Arts, University of Ljubljana. She co-edited the book Lubitsch Can’t Wait (2014, Slovenian cinematheque)

15:15-16.00
Lecture by Yuval Kremnitzer: “Delicacy is the Banana Peel under the Feet of Truth”: Lubitsch's Comical Naturalism
Lubitsch is known for his mastery of indirect expression and style, the famous - and justly celebrated - ‘Lubitsch touch’. And yet, here and there across his oeuvre, there emerges a creepy, uncomfortable aesthetics, if not downright obscene. How are we to judge this ‘dark side’ of Lubitsch? Are these aesthetic failures, measured by the standard of the accomplishment of his impeccable style, or do they belong to it inherently? In the lecture, we will explore this ‘liminal’ aspect of Lubitsch’s aesthetic, looking at some of Lubitsch’s slips of cinematic tongue. Perhaps it is here that the true measure of Lubitsch’s unique ‘comical realism’, his way of touching the truth of comedy, is to be found.

Yuval Kremnitzer works in Comparative Literature and Philosophy. He received his P.hD from Columbia University and is currently a research fellow at Tel Av15iv University, and at The Interdisciplinary Center Herzeliya. He is currenly a visiting scholar at the ZFL(Center for Literary and Cultural Research Berlin).


16.00 – 16.15 Break

16.30 – 17.45    6,- Euro
FINAL PANEL DISCUSSION with Alenka Zupančič, Slavoj Žižek, Mladen Dolar, and James Harvey

 
  MONDAY, 29.1.2018
  17:30 
The Merry Widow/ Die lustige Witwe (Ernst Lubitsch, USA 1934, 99 Min)
Die reiche Witwe Sonia zieht nach Paris um dort einen Ehemann zu finden. Aus Angst vor dem Verlust der Steuereinnahmen schickt die Regierung Graf Danilo ebenfalls nach Paris um die Witwe und besonders das viele Geld wieder in die Heimat zurück zu holen. Lubitschs letztes Musical und eines seiner Besten, eine opulente MGM-Luxusproduktion mit den besten Schauspielern des Studios.
 
  20:00 Uhr   Cluny Brown  108 Min   
Cloony Brown/Cluny Brown auf Freiersfüßen (Ernst Lubitsch, USA 1946)
England 1939, kurz vor dem Zweiten Weltkrieg. Mitten in der starren britischen Klassengesellschaft, zwei Personen die nicht „ihren Platz nicht kennen“: der vor den Nazis geflüchtete Professor Belinski und das Dienstmädchen Cluny Brown. Gemeinsam gehen sie gegen die starre britische Ordnung vor.
 
  22:00 Trouble in Paradise     7 Euro   
Trouble in Paradise / Ärger im Paradies (Ernst Lubitsch, USA 1932, 83 Min)
Die beiden Gauner Gaston und Lily haben gerade in Venedig eine stattliche Summe erbeuten können und reisen zusammen nach Paris. Ihr neues Opfer: die reiche und schöne Mariette Colet. Gaston verliebt sich jedoch in Mariette und sehr zum Frust von Lily kann er sich nicht mehr entschließen, ob er nun tatsächlich Mariettes Safe knacken möchte. Ein Meisterwerk, Lubitsch dazu: „Was reinen Stil angeht, so glaube ich, nichts Besseres gemacht zu haben als Trouble in Paradise und nichts gleich Gutes.“
 
  Wednesday, 31.1.2018
  12,- Euro Piano Anna Vavilkina

Die Austernprinzessin (Ernst Lubitsch, D 1919, 75 Min)
Die junge Millionärstochter Ossi tobt, ihr Vater: „Das beeindruckt mich gar nicht!“ Um sie trotzdem zu beruhigen verspricht er ihr einen adligen Gatten und findet ihn in der Gestalt des mittellosen Prinz Nucki. Der schickt jedoch seinen Diener vor, welcher sich als der gewünschte Ehemann ausgibt und sofort mit Ossi verheiratet wird. Sei es der Damenboxkampf, das plötzliche „Foxtrott-Fieber“ oder die Parade der Diener, in Die Austernprinzessin liefert Lubitsch ein nicht enden wollendes Feuerwerk brillianter Einfälle.

 
  Thursday, 1.2.2018
  17:30       7 Euro
  Ninotschka (Ernst Lubitsch, USA 1939, 110 Min)
Die stramme Genossin Ninotchka wird nach Paris geschickt, in eine Stadt, in der die Frauen komische Hüte tragen. Ihre Aufgabe: Verkauf von Juwelen. In der französischen Hauptstadt trifft sie Graf Léon, der sich sofort in die Kommunistin verliebt, Ninotchkas Antwort: „Ihr Typ wird bald ausgestorben sein!“ Großartige Polit-Satire mit bissigen Dialogen und einer lachenden Greta Garbo.
 
   
  Nicola LUBITSCH about the death oh her father 70 years ago
   
  ERNST LUBITSCH IST STAMMGAST IM BABYLON
 

ERNST LUBITSCH KEHRT NACH BERLIN ZURÜCK
SEINE TOCHTER NICOLA ERHÄLT DIE DEUTSCHE STAATSBÜRGERSCHAFT

WIR FEIERTEN DAS ZUSAMMEN MIT DEM PUBLIKUM am Mo, 28.08.2017

30.11.2017  70. Todestag von Ernst Lubitsch!
                     
    

 

 
 

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SEINE TOCHTER NICOLA ERHÄLT DIE DEUTSCHE STAATSBÜRGERSCHAFT

 

28.08.2017  „Austernprinzessin“ und „To Be or Not to Be”

  Die Tochter des deutsch-amerikanischen Regisseurs Ernst Lubitsch hat im Juni 2017 die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten.

Mit der Wiedereinbürgerung von Nicola Lubitsch nach Artikel 116 Absatz 2 des Deutschen Grundgesetzes gewinnt die Bundesrepublik Deutschland eine bedeutende Persönlichkeit deutscher Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts zurück.

82 Jahre nach der unrechtmäßigen Ausbürgerung von Ernst Lubitsch durch die Nationalsozialisten hat die Bundesregierung mit diesem Schritt einen wichtigen Beitrag zur Wiederaneignung des Filmerbes von Ernst Lubitsch in seiner Heimat geleistet. Die Wiedereinbürgerung wurde auf ausdrücklichen Wunsch von Nicola Lubitsch vollzogen. Sie schließt die Enkelkinder von Ernst Lubitsch - Galen und Amanda Goodpaster mit ein.

Der 1892 am heutigen Rosa-Luxemburg-Platz geborene Ernst Lubitsch entstammte einer Familie osteuropäischer Einwanderer. Nach einer Lehre als Stoffhändler wurde Lubitsch Schauspielschüler von Max Reinhardt, dem damaligen Intendanten des Deutschen Theaters in Berlin. Nach ersten kleineren Filmrollen führte Lubitsch selbst Regie. Mit Filmen wie Die Austernprinzessin, Kohlhiesels Töchter, Die Puppe und Madame Dubarry machte sich Lubitsch international einen Namen.

Als Lubitsch 1922 ein Angebot aus Hollywood bekam und nach Amerika ging, konnte er seine Erfahrungen mit dem deutschen Film in den Vereinigten Staaten einbringen. Der Berliner Geist und die Kraft des innovativen Handelns in Hollywood gingen eine wunderbare Symbiose ein und waren die wichtigste Voraussetzung für seinen späteren Welterfolg. Die Nazidiktatur in Deutschland hat die Rezeption der Filme von Ernst Lubitsch, der noch 1930 zu Besuch in seiner Heimatstadt weilte, radikal unterbrochen. Seine Ausbürgerung 1935, auf Grund seiner jüdischen Wurzeln, war die Konsequenz von Gleichschaltung und Humorlosigkeit. Trotzdem blieb er mit Leib und Seele ein Kind Berlins und ließ nie von seinen deutschen Gewohnheiten ab. Mit Marlene Dietrich in der Hauptrolle, drehte er 1937 den heute noch sehr starken Film: Angel.

Im Auftrag von Warner Brothers, Paramount und MGM realisierte er Filmklassiker wie Trouble in Paradise, Ninotschka und To Be or Not to Be. Mit seinem künstlerischen Talent schuf er eine einzigartige Filmsprache, die im subtilen, soufflégleichen Gemisch aus anzüglichem Humor und schlauem visuellen Witz unter dem Begriff „Lubitsch-Touch“ berühmt wurde und Generationen von Filmschaffenden inspirierte.

Zu Ehren von Ernst Lubitsch injizierte Billy Wilder 1957, zehn Jahre nach Lubitsch Tod, gemeinsam mit dem Club der Filmjournalisten in Berlin den Ernst Lubitsch Preis, der die beste komödiantische Leistung in einem deutschsprachigen Film ehrt. Darüber hinaus erinnert das Babylon mit Lubitsch-Festivals wie How would Lubitsch do it immer wieder an das Werk des wichtigsten deutschen Filmregisseurs. Eine Nachbildung des Künstlers, die einst im Kino Notausgang ständig einen Kinosessel besetzt hielt, hat seit einiger Zeit in der dritten Reihe des Babylon ihr zu Hause gefunden. Das Babylon hat es sich langfristig zum Ziel gesetzt, die Berliner wieder mit einem ihrer wichtigsten Söhne bekannt zu machen. Zu diesem Zweck soll ein Drittel der Weydinger Straße vor dem Babylon in Ernst Lubitsch Straße umbenannt werden.

Seit mehr als 20 Jahren reist Nicola nach Deutschland, um an das künstlerische Erbe ihres Vaters zu erinnern. Berlin, so sagt sie, ist neben Los Angeles ihre zweite Heimat geworden.

Mit der Wiedereinbürgerung von Nicola Lubitsch können die Menschen in der Bundesrepublik Deutschland leichter zu ihrem eigenen Erbe finden. Im kommenden August wird Nicola Lubitsch Berlin erstmals als deutsche Staatsbürgerin besuchen. Sie freut sich schon jetzt auf ein Wiedersehen mit Freunden, den Genuss einer herzhaften Schweinshaxe mit Sauerkraut und ihrer geliebten Berliner Landjäger — das Leibgericht ihres Vaters. Durch sie kommt ein Teil von Ernst Lubitsch wieder nach Hause, nach Berlin. Was für eine Ehre für unsere Stadt.

Aus gegebenem Anlass zeigte das Babylon am 28.8.2017 um 18 Uhr unter dem Titel „Ernst Lubitsch back home!“ Die Austernprinzessin (mit der frechen Berliner Göre, Ossi Oswalda) und um 19:30 Uhr To Be or Not to Be (Einer der besten Filme der Filmgeschichte!). Im Anschluss wird Nicola Lubitsch in einem kurzen Statement über ihre Wiedereinbürgerung sprechen und auf Wunsch Fragen beantworten.

   
 

Babylon und Nicola Lubitsch feiern den 125. Geburtstag vom Ernst Lubitsch.

 

Peter Simonischek erhält den Ernst Lubitsch Preis 2017.

 
   
 

Anke Engelke erhält Ernst Lubitsch Preis 2016

 
   
   
   
  Nicola LUBITSCH about the death of her father 70 years ago

"70 years ago the phone rang in our apartment in NYC and somehow before my mother came out of her room I knew that she would tell me that my father was dead. I was numb. I can't remember anything except feeling abandoned. I was suddenly a little girl adrift, alone in the world without even a country. The world felt foreign and scary. I felt abandoned by my father whom I loved unconditionally. I adored him. I was Daddy's girl but now it was a world without him. The fact is that I didn't really know him and I would grow up far from Hollywood and his friends. In reality he remained a stranger in many ways.

>> for ----- years now I have been coming to Berlin starting the process of getting to know Daddy both as a person and an artist. I have come to love and know the places where he lived and worked and here at the BABYLON have become familiar with almost all of his movies, sharing them with all of you who have been so encouraging and supportive. I so wish I could be with all of you at the screening of Heaven Can Wait at the Babylon. It is the only film of his that he ever screened for me so it has a special place in my heart."
Nicola Lubitsch