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Programm akt. Woche

  Kino Eintrittspreis:      
  Mo - So 8,00 Euro Kino 1                
    9,00 Euro Kino 1 Film + Gespräch  
  Mo - So 7,00 Euro Kino 2/3  
  Jeden Tag 4,00 Euro für Freundeskreis-Mitglieder  more
  Ab 130 Minuten Filmlänge plus Euro -,50
  Ab 150 Minuten Filmlänge plus Euro 1,-
  Bei Sonderveranstaltungen gesonderte Preise (laut Aushang)
  Kino Karten/Kasse/Informationen: Fon: +49 - (0)30 - 24 25 969 (ab 17.00 Uhr)
 
 
   
 

StummfilmLive im Babylon

   
 

BERLIN, DIE SINFONIE DER GROSSTADT (1927) von Walter Ruttmann

  D 1927, R: Walther Ruttmann, 63 Min.

Live mit METROPOLIS ORCHESTER BERLIN
Eintritt 20,- Euro

So, 6. Mai 2018  17:00  TICKETS-ONLINE
So, 6. Mai 2018  19:30  TICKETS-ONLINE
Di,  8. Mai 2018  20:00  TICKETS-ONLINE


Ein Tagesablauf im Leben Berlins, gefilmt Ende der 1920er Jahre. Ein Kaleidoskop von Eindrücken, die ein lebendiges Bild der Viermillionen-Metropole vermitteln: von der ersten Morgendämmerung, wenn die ersten Pendlerzüge einlaufen bis in die späte Nacht, wenn sich die Lichtreklamen der Kinos und Tanzpaläste auf dem regennassen Asphalt spiegeln.
Hektik und Beschaulichkeit, Armut und Reichtum, Angestellte, Flaneure, und immer wieder Busse, Straßenbahnen, Lastwagen, U-Bahnen, Züge, Autos, Fahrräder, Fußgängerströme als Pulsgeber des groß-städtischen Rhythmus: Walter Ruttmanns Montagefilm ist eine faszinierende Zeitreise in die roaring twenties von Berlin.
 

   
 

SILENT HAMLET - Duo Filharmonia Project

 

Di, 22. Mai 2018 19:30

  SILENT HAMLET: Silent Film Concert featuring Asta Nielsen’s 1921 “Hamlet”silent film with all sons-of-J.S. Bach score
Eintritt 12,- Euro

Di, 22. Mai 2018 19:30 

Duo Filmharmonia was commissioned in 2016 by the National Gallery of Art in Washington D.C. to create a new musical score for the film to premier as a component of the Shakespeare 300 Festival program. This two-performer keyboard duo scoring ensemble features silent film organist Dennis James plus Europe-based international touring historical keyboard specialist Dr. Michael Tsalka. All of the score's source music was selected from the compositions of the sons of J. S. Bach (C.Ph.E., Joh.C. and Wm F.) assembled into an all-18th c. classical keyboard works compilation. The score also features the addition of a guest Mezzo-Soprano vocalist performing five songs within the score. The focus on historical music, instruments, period repertoire and authentic performance style combination has been found to superbly well-suited for historical silent film accompaniments retaining all of the celebrated concert performance expressive elements.

The Duo Filmharmonia SILENT HAMLET score instrumentation utilizes the presenter-provided harpsichord, fortepiano and organ (with option to use a modern concert piano instead of the listed 18th c. specialty historic instrument). All three instruments are to be in tune with each other enabling the various performance combinations. A theatrically-expressive and classically trained Mezzo-Soprano vocalist is to be engaged to perform the overture plus five song segments selected for live additional scenes within the body of the Duo Filmharmonia score. The song scores are sent ahead and a special vocal preparation rehearsal is scheduled as part of the pre-performance technical review. The SILENT HAMLET overture is made up of the complete and rarely-heard C.P.E. Bach "Hamlet" Fantasia, Wq 202m/H 75 [tr.8], usually performed by a bass-baritone, here gender-switched to mezzo-soprano, singing the famed Hamlet 'To be or not to
be' soliloquy in a vocal line addition to the keyboard work created by Heinrich Wilhelm von Gerstenberg (1737-1823).
   
 

Stummfilm um Mitternacht - jeden Samstag

  Programm                    Anna Vavilkina                 KinoOrgel               English
 

EINTRITT FREI nach dem Motto

 

NULL UHR für NULL EURO mit Anna Vavilkina!

 
  Das Babylon startete am 8. März 2013 die samstägliche Reihe Stummfilm um Mitternacht für Berliner Nachtschwärmer. Der Eintritt ist FREI, nach dem Motto NULL Uhr – NULL Euro.  (Kein Einlass garantiert bei verspätetem Kommen!)

Live an der Kinoorgel Mit Soundtrack Anna Vavilkina, die Babylon Organistin, die „Nacht-Filme“ zur Geisterstunde: Eine Reihe über Großstadt-Feeling, Nachtleben, Frivoles und Gruseliges. Einige Produktionen wurden beim Kinostart sogar mit einem Jugendverbot belegt.

Das Babylon begann vor 85 Jahren am 11. April 1929 als Stummfilmkino. Die Tradition der Kinopaläste – bis heute lebendig in London und Los Angeles – kommt wieder nach Berlin ins Babylon mit der neuen und festangestellten Organistin Anna Vavilkina: Sie spielt außer zu Stummfilmen auch nahezu täglich vor den Filmvorführungen und Live-Veranstaltungen. Das ist einmalig in der deutschen Kinoszene.

   
  A silent film series for night owls!  EVERY SATURDAY
Admission is free, according to the motto ZERO o´clock - zero euro.
Live at the cinema organ, the organist Babylon Anna Vavilkina accompany the silen films at the witching hour!
   
  Programm
   
 

Sa, 28.4.2018  24:00 FilmPolska & Stummfilm um Mitternacht -Null Uhr- Null Euro

  TodMachine
  PL 2017, R: Bogusław Kornaś, 98 Min, OmU mit Anna Vavilkina an der Babylon Orgel

Eine namenlose Stadt in Schwarz-Weiß, in der Mitte eine große Fabrik. Der Feind steht schon vor den Toren, aber es gibt noch eine letzte Hoffnung: die MASCHINE. An ihr wurde jahrelang herum getüftelt, sie könnte in letzter Sekunde die siegbringende Waffe sein. Aber sind ihre Schöpfer in der Lage, die Kräfte zu kontrollieren, die sie entfesseln? Denn ihre Maschine birgt etwas ganz Besonderes – ein Herz!

Ohne großes Budget, dafür aber mit umso mehr Liebe und Leidenschaft hat Bogusław Kornaś mit einigen Enthusiasten über mehrere Jahre in Kleinarbeit einen Stummfilm gedreht, der nicht einfach die Mikrofone weglässt, sondern in Inhalt und Form eine pure Hommage an das deutsche expressionistische Kino und seine Optik, Technik, narrative Eigenheiten und Stoffe ist. Großen Vorbildern wie „Das Cabinet des Dr. Caligari“, „Nosferatu“ und natürlich „Metropolis“ wird hemmungslos gehuldigt. Bis ins kleinste Detail werden Trademarks des Zwanzigerjahre-Kinos zitiert und dabei diverse Genres dieser Zeit von Romanze über Thriller bis hin zu Science-Fiction bedient. Und doch erlaubt man sich hier und da dezente Modernisierungen, so bei der rockig-orchestralen Begleitmusik. Das Ergebnis ist eine herrlich verspielte, tiefe Verneigung junger Polen vor der deutschen Filmgeschichte.

Bogusław Kornaś (geb. 1987) ist Regisseur, Kameramann und Fotograf. Er drehte Reportagen, Kurzfilme und Trailer, bevor er mit „TodMachine“ sein Langspielfilm-Debüt gab.

   
 

Sa, 05.05.2018  24:00 Stummfilm um Mitternacht - Null Uhr - Null Euro

  Der edle Wilde wird 100: Tarzan of the Apes
  USA 1918 73 Min. R: Scott Sidney. Mit Elmo Lincoln, Enid Markey, True Bordman, Kathleen Kirkham, Gordon Griffith.

Rund 200 Verfilmungen der Genre-Ikone Tarzan gibt es, die bekanntesten davon mit Johnny Weismüller aus den Jahren 1932-48, der Hollywoods Idealtyp des edlen Affenmenschen verkörperte. Erstmals verfilmt wurde Edgar Rice Borroughs‘ Roman „Tarzan of the Apes“ im Jahre 1918. Der Film setzt weniger auf spektakuläre Action, sondern hält sich eng an die literarische Vorlage: Nachdem ein englisches Aristokratenehepaar bei einer Afrikamission ums Leben kommt, gerät ihr kleiner Sohn in die Obhut von Affen. In ihrer Gemeinschaft wächst er auf und wird später ihr Anführer. Dann dringt eine Suchexpedition in die Wildnis vor. Unter den Teilnehmern: eine junge Frau namens Jane…

   
 

Sa, 12.05.2018  24:00 Stummfilm um Mitternacht - Null Uhr - Null Euro

  A Page of Madness
   
 

Sa, 19.05.2018  24:00 Stummfilm um Mitternacht - Null Uhr - Null Euro

  I was born, but
   
 

Sa, 25.05.2018  24:00 Stummfilm um Mitternacht - Null Uhr - Null Euro

  Fatty Arbuckle: The Waiters Ball, He did and he didn't, That little Band of Gold, Coney Island
  The Waiters Ball USA 1916, R: Roscoe “Fatty” Arbuckle. Mit Fatty Arbuckle, Al St. John, Corinne Parquet, Kate Price, Alice Lake.
Die Angestellten eines “Diners” fiebern dem Ball der Kellner entgegen, der abends steigen soll. Doch erstmal müssen sie einen anstrengenden Arbeitstag hinter sich bringen. Ehe die Party beginnt, gibt es eine unangenehme Überraschung. 16 Min.

He did and he didn’t USA 1916, R: Roscoe “Fatty” Arbuckle. Mit Fatty Arbuckle, Mabel Normand, William Jefferson, Al St. John.
Treusorgender Ehemann verdächtigt den Jugendfreund seiner Frau, eine Affäre mit ihr zu haben. Alles, was der harmlose Jugendfreund unternimmt, um diesen Verdacht zu entkräften, kippt ins krasse Gegenteil. 20 Min.

That little Band of Gold USA 1915, R: Roscoe “Fatty” Arbuckle. Mit Fatty Arbuckle, Mabel Normand, Ford Sterling, Charles Arly, Edward Biby, Glen Cavender.
Bald nach seiner Hochzeit beginnt der Ehemann einer hübschen, jungen Frau, sich mit seinen Kumpels herumzutreiben und bleibt immer häufiger von zu Hause weg. Mit absehbaren Folgen. 25 Min.

Coney Island USA 1917, R: Roscoe “Fatty” Arbuckle. Mit Fatty Arbuckle, Buster Keaton, Joe Bordeaux, Alice Lake, Al St. John.
Turbulente Wochenendabenteuer diverser Paare am Strand von Coney Island mit jeder Menge Schauwert. 25 Min.
   
 

Sa, 02.05.2018  24:00 Stummfilm um Mitternacht - Null Uhr - Null Euro

  Fatty Arbuckle: The Rounders, Leap Year
  The Rounders USA 1914, R: Charles Chaplin. Mit Charles Chaplin, Roscoe „Fatty“ Arbuckle, Phyllis Allen, Minta Durfee, Al St. Jones. 16 Min.
Zwei befreundete Nachbarn kehren von einer ausgedehnten Zechtour nach Hause zurück. Dort werden sie von ihren Ehefrauen erwartet, die dafür sorgen, dass die beiden Kumpels schnell wieder das Weite suchen.

Leap Year USA 1924, R: James Cruze, Roscoe “Fatty” Arbuckle. Mit Fatty Arbuckle, Lucien Littelfield, Mary Thurman, Clarence Geldart, Winifred Greenwood. 56 Min.
Ein fußkranker Millionär und Frauenhasser versucht, seinen Neffen und Alleinerben von weiblichen Bekanntschaften fernzuhalten. Leider liebt dieser die Frauen über alles und hat sich in die Krankenschwester seines schrulligen Onkels verguckt. Ärger liegt in der Luft.

   
   
   
 

Stummfilme im Original-Babylon – nur echt mit der Goldkante um die Leinwand

 

herum“

 
   
 

Einzigartig: einzig in Deutschland festangestellte Hausorganistin im Babylon

 

– wie in den alten Kinopalästen

  Anna Vavilkina studierte am Moskauer Konservatorium und an den Musikhochschulen in Lübeck und Detmold. Sie wurde ausgezeichnet beim Internationalen Orgelwettbewerb in Minsk und war Finalistin bei internationalen Wettbewerben für Orgelimprovisation in Deutschland und Österreich.

Die Babylon Besucher können Anna Vavilkina bei der samstäglichen Reihe „Stummfilm um Mitternacht“ ab 8. März 2013 erleben und außerdem nahezu täglich vor dem Hauptfilm.   http://www.myspace.com/annavavilkina

  (c) von den 2 Fotos links: Djamila Grossman    Foto rechts: Barbara Löblein
  Anna VAVILKINA in der Berliner Zeitung:  berliner-zeitung.de
   
 

Die einzige, am originalen Standort erhaltene Kinoorgel in Deutschland

  2009: 80 JAHRE BABYLON und KinoOrgel
  Im Babylon steht die einzige, in Deutschland am originalen Standort erhaltene Kinoorgel. Diese seinerzeit größte, deutsche Kinoorchesterorgel stammt von der Firma Philips aus Frankfurt am Main und wurde von der Fachwelt in hohen Tönen gelobt:

„Die neue Kino-Orchester-Orgel dürfte berufen sein, die ausländische Konkurrenz … endlich aus dem Felde zu schlagen.“ (Deutsche Instrumentenbau-Zeitung, 1929)

Der im großen Kinosaal links vorn stehende Orgelspieltisch hat 2 Manuale, 1 Pedal , 100 Register, Tremolo, 4 freie Kombinationen, 8 Pistons, 1 Schwellwerk und vieles mehr.

Die eigentliche Orgelanlage, welche auf 2/3 Höhe links hinter der seitlichen Holzverkleidung steht, hat 66 Pfeifenregister aus 913 Orgelpfeifen, davon 280 Zungenstimmen, sowie 137 Klangteile und 34 Effekten. Das sind vielseitigste Geräusche, die zu einer Stummfilmbegleitung nötig sind. Die größte Orgelpfeife ist 3,10 m hoch, die kleinste 10mm plus Fuß.

Etliche Jahre war die Babylon Kinoorgel außer Betrieb. Die äußerst aufwändige und langwierige Generalüberholung der eigentlichen Orgelanlage führte Dr. Ing. Dagobert Liers aus Berlin Lichtenberg von 1993 bis 1998 durch.

  Der total verkommene Spieltisch wurde 1994 von der Kunsttischlerei Hans Joachim Eichberg in Berlin Pankow völlig generalüberholt. Von 2005 bis 2008 überholte, reparierte, reinigte und stimmte der Orgelbauer Hans Joachim Eichberg (Jahrgang 1930) die gesamte Orgelanlage in allen Teilen.

Nachruf auf Hans Eichberg (Geb. 1930) Ein Mann und 913 Pfeifen

  80 JAHRE BABYLON und KinoOrgel
 
   
   
  Hans Eichberg
  Nachruf auf Hans Eichberg (Geb. 1930) Ein Mann und 913 Pfeifen

Das Geheimnis von Babylon

Am 2.3.2017 erreichte uns folgende Nachricht:
Zwei Tage vor seinem 87. Geburtstag ist Hans-Joachim Eichberg gestorben. Damit verliert das Babylon viel mehr als den Orgelbaumeister, der getreu seinem Lieblingsspruch: "Geht nicht, gibts nicht" für jedes Problem eine Lösung hatte.

Hans Eichberg, der sich bereits durch die schwejksche Klugheit seiner Mutter der Hitler Jugend entzogen hatte, wird für mich immer das beste Beispiel für die Kreativität deutscher Ingenieurskunst bleiben. In einem Land des Mangels und der Ausreden für Halbleistungen (DDR) verblüffte er mit genialen, einfachen technischen Lösungen. Seine Anfang der 60er Jahre gebaute vollautomatische Waschmaschine steht heute im Museum. Er kam im Jahr 2005 von sich aus zur Neueröffnung des Babylon und bot seine unentgeltliche Hilfe bei der Wiederinbetriebnahme der Orgel an. Zu dem Zeitpunkt lag uns ein Kostenvoranschlag von einem anderen Orgelbauer über 50.000,-€ vor. Das Babylon hatte aber kein Geld für die Orgel. Und so machte sich Hans mit seinen damals 75 Jahren an die mitunter halsbrecherische Arbeit. Seiner Initiative verdankt das Babylon letztlich die einzige festangestellte Kinoorganistin Deutschlands. Seiner Initiative, ist letztlich auch die Reihe Stummfilm um Mitternacht zu verdanken. Durch seine Initiative wurde das Babylon zum führenden Aufführungsort von Stummfilmen in Deutschland.

Ich kann den Spott von Zeitgenossen über die unentgeltliche Arbeitsleistung für dieses Instrument und das Haus hören. Gerade Hans war der Einzige, der in Zeiten, als viele den finanziellen Ruin des Babylon herbei schreiben wollten, mich persönlich fragte, ob er dem Haus finanziell helfen kann. Das rührte mich zu Tränen.

Hans Eichberg spielte selbst die Orgel, das hatte er sich beigebracht. In seiner Wohnung steht eine voll funktionstüchtige Orgel, Marke Eigenbau. Er liebte es, seine Ideen umzusetzen und war sich für keine Arbeit zu schade. Die Ideologien des 20. Jahrhunderts hat er "übersehen".

Hans, Du verschmitzter Schwejk, Du genialer Ingenieur und Orgelbauer und Kunsttischler in eigenem Auftrag, wer wenn nicht Du kann 100 Jahre leben und arbeiten und leben.

Du bestes Beispiel deutscher Tüchtigkeit wirst für mich ein Vorbild bleiben!

Timothy Grossman

   
  Das Geheimnis vom Babylon
   
   
  Pressekontakt:
  Barbara Löblein, 030/278 919 19, loeblein@babylonberlin.de
Gern stellen wir Ihnen Fotos und das Plakat zur Verfügung.