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2012, R: Emily Atef, mit Maria Dragus, Roeland Wiesnekker, Wolfram Koch,
Anne Bennent, 35mm, 90 Min
Die fünfzehnjährige ADELE möchte sterben. Seit dem Tod ihres Bruders
fühlt sich alles um sie herum fremd und weit entfernt an. Was bleibt,
ist nur eine tiefe Traurigkeit in einem tristen, von harter Arbeit
geprägten Leben. TIMO (43) ist auf der Flucht. Vor acht Jahren wegen
eines Mordes verurteilt und inhaftiert, gelang endlich der Ausbruch aus
dem Gefängnis. Verletzt und erschöpft sucht er Unterschlupf auf dem
Bauernhof von Adeles Eltern. Als Adele den Flüchtigen entdeckt, bietet
sie ihm einen Deal an: Sie wird ihm helfen, zu fliehen. Dafür aber soll
Timo sie töten, sobald er in Sicherheit ist. Notgedrungen stimmt Timo
dem morbiden Pakt zu...
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Emily
Atef („Das Fremde in mir“, „Molly´s Way“) ist mit TÖTE MICH ein
gefühlvoller, spannender und zugleich verstörender Film gelungen, der
zwei Menschen zeigt, die auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher
sein könnten. Mit scharfem Blick für die Zerbrechlichkeit menschlicher
Stimmungen und in ruhigen, kraftvollen Bildern setzt Emily Atef ihre
Hauptdarsteller in atemberaubenden Landschaftsaufnahmen in Szene. Ein
Film, der zwischen den tiefen Abgründen der menschlichen Seele
balanciert. Die vermeintlich ungleichen Protagonisten, gespielt von
Roeland Wiesnekker (DAS LETZTE SCHWEIGEN, SOMMERVÖGEL, MEINE SCHÖNE
BESCHERUNG) und Nachwuchstalent Maria Dragus (WER WENN NICHT WIR, DAS
WEISSE BAND) erzeugen eine intensive Atmosphäre, die vom erbitterten
Machtkampf bis zu sehnsüchtiger Harmonie reicht. |